Autor Thema: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder  (Gelesen 14139 mal)

Jürgen Heiliger

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Hallo Leute,

nachdem ich unter der Rubrik Musikevents "Mark Knopfler geht on TOUR" postete und dort es zwischen Thomas, Wolfgang und mir eine Diskusion in Gang kam, denke ich es ist an der Zeit hier einen neuen Thread zu beginnen der die Überschrift haben wird:

Dire Straits aufstieg und "Niedergang" einer klassischen Rockband der 80 er, oder was ist aus den Bandmitgliedern geworden, bzw. bei welchen Projekten kommen sie immer noch zusammen oder spielen just for fun mit.

Dazu zunächst einmal die Aufstellung sämtlicher Platten oder sonstigen Aufnahmen, bzw. Aufzeichnungen, die sich in meinen Händen befinden.

Zur Urformation gehörten:
Mark Knopfler - Lead Guitar and Vocals
David Knopfler- Guitar and Vocals
John Illsley - Bass and Vocals
Pick Withers - Drums

Die in Deutschland erschienenen LPs der Dire Straits:
Dire Straits - Dire Straits
-Communique
-Making Movies

Da es bei der der USA Tournee zwischen David und Marknopfler zu Unstimmigkeiten kam und diese bei den Probeaufnahmen im Spätherbst 1979 zu Love Over Gold fortgesetzt wurden, kam es dann zur Trennung der Urformation und David Knopfler (2. Gitarist), der jüngere Bruder von Mark, und Pick Withers mussten die Band verlassen. Mark hatte sich zu Ungunsten der Familie entschieden, was sich aber im Nachhinein als zu Gunsten der Band herausstellte.
An Ihrer Stelle spielten ab sofort Alan Clark (Keyboards), Hal Lindes (2. Gitarre) und Terry Williams (Schlagzeug) mit.

-Love over Gold (die beste LP mbMn)
-Alchemy (Live-Doppel-LP)

Auf der Tournee spielten noch Tommy Mandel (Keyboards), Mel Collins (Saxophone) und Joop de Korte (Percussion) mit.

-Twisting by the Pool ( als EP) (kam während der Alchemy Tour raus)

Seid  "Brother in Arms" spielte zusätzlich noch Guy Fletcher (Keybords & Vocals) mit in der Stammformation und während der darauffolgenden Tournee holte man noch Chjris Withe (Saxophone & Klarinette) hinzu, der dann auch in der Stammfomation verblieb.

-Brother in Arms / Audiophil
-on every Street
-money for nothing (Audiophile Sonderpressung)

als CD
siehe oben und zusätzlich
-Live at the BBC, etwa nach der Communique aufgenommen in den BBC Studios
-money for nothing (Sampler mit allen großen Hits)
-on the night Live (on every street Tour)
-Sultans of Swing (Doppel CD, Sampler)

als VHS Video
- Alchemy
- on the night
Dire Straits - The Videos (DVD)

Als CD nicht in Deutschland zu bekommen bzw. nicht erschienen:
- on the road to Philadelphia Januar 1979 - gekauft in der Schweiz
- Deep feeling for beauty 1981 (schlechte Qualität der Aufnahme) - Flohmarkt
- walk on Stage (Wembley Arena 1986 - Besonderheit sein Bruder David spielt trotz der Trennung, während Love over Gold, bei diesem Konzert mit) - gekauft in Belgien
- on ervery dire streets >> Aufn. in Brüssel Okt. 1991 - gekauft in Belgien
- Dire Straits >> Aufn. Dortmund Westfalenhalle Sep. 1991 - gekauft in Belgien
- European Tour 1992 >> Aufn. in Basel Juni 1992 - gekauft in der Schweiz
- on every streets tour >> Aufnahme in Nimes 1994, gekauft in Frankreich

Eigenaufnahmen SVHS-Video und Reel to Reel
Conzert for Nelson Mandela mit Eric Clapton an der 2.Gitarre
- on everey streets tour Live in Nimes 1994

Auflistung in Zeitlichen Reihenfolge

soviel zu den Sachen die ich von den Dire Straits habe. Ohne die Solo Alben der Bandmitglieder, wo zumeist auch die ganze Gruppe mitspielt.

MbMn ein unbedingtes Muss ist die Dire Straits, Love over Gold und die Alchemy (Live) als LP.
Einen Sampler als normale Preesung LP gibt es meines Wissens nicht in Deutschland, ich wäre aber über jede Information dankbar.
Zusätzlich als CD ein Muss ist die "on the night" als letze offizielle Live Einspielung oder die "Sutans of Swing" als Sampler.
Die Beste LIVE-Aufnahme überhaupt ist die Aufnahme in Basel (Klang) und in Nimes (Athmosphäre).

Jürgen Heiliger

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Solo Projekte soweit sie mir bekannt sind.
« Antwort #1 am: 10. Nov. 2004, 13:55 »
Dann will ich mich mal darangeben die Soloprojekte der einzelnen Bandmitglieder aufzulisten.


Als da wären:

1. die Filmusik des Mark Knopfler

Local Hero (den Titel "going home" kennt jeder der sie Sportschau oder das aktuelle Sportstudio in den 80ern gesehen hat, sie wurde immer bei Segelwettbewerben unterlegt.)
-- Es spielten mit: Mark Knopfler, Alan Clark, Hal Lindes, Mike Brecker (Sax), Mike Mainieri (vibes), Gerry Rafferty (Vocals)

Cal - die LP cal nennt sich offiziell "Music by Mark Knopfler from the film Cal
-- es spielten mit: Mark Knopfler, Guy Fletcher, John Illsley, Terry Williams, Paul Brady (Tin Whistle & Mandolin), Liam O'Flynn (Uilliann Pipes)

Sailing Philadelphia - zum gleichnamigen Film

-- Es spielten mit: Mark Knopfler, Guy Fletcher, Glenn Worf (Bass-Guitars, John Illsley war durch einen Unfall schwer verletzt und es stand in den Sternen ob er je wieder eine Bühne betreten könne), Jim Cox ( Piano & Hamond Organ), Richard Bennett ( Guitars & and other stringed Instruments), Chiad Chomwell (Drums) und weiterhin bei einzelnen Stücken: Van Morrison, Jim Horn, Wayne Jackson, Harvey Thompson, Jim Hoke, Robert Bailey, Duane Starling, Chris Willis, Danny Cummings, Paul Franklin, James Taylor and Aubrrey Haynie.

Offline Michael Franz

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #2 am: 10. Nov. 2004, 14:00 »
Erwähnenswert finde ich die Aktivitäten von Mark Knopfler zusammen mit anderen Musikern, die da wären:



- The Notting Hillbillies

- Die Zusammenarbeit Chet Atkins auf der CD "Neck to Neck"

Anonymous

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #3 am: 10. Nov. 2004, 14:03 »
Die Zusammenarbeit von Dire Straits mit Bob Dylan gehört wohl auch dort hinein.



Gruß, Wolfgang

Jürgen Heiliger

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #4 am: 10. Nov. 2004, 14:12 »
Leute langsam,

ich komm ja schon jetz nicht nach mit schreiben. :lol:  :lol:

Gruß
Jürgen

Anonymous

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #5 am: 10. Nov. 2004, 14:14 »
Wir wollen Dich nicht treiben, Jürgen... in der Ruhe liegt die Kraft! :wink:



Aber freuen dürfen wir uns schon. :D



Gruß, Wolfgang

Jürgen Heiliger

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #6 am: 10. Nov. 2004, 14:22 »
Hallo Wolfgang,

ich habe mal im oberen Beitrag zwei der Musiker hervor gehoben.

Diese Verbindung finde ich  ebenfalls interessant.

Irgendwo meine ich mal gelesen zu haben, das es auch eine Verbindung Knopfler- Tina Turner gab, nur genaues weiß ich auch nicht mehr.

Weiterhin gab es auch eine Verbindung zu Sting in den 80ern, welche im Lied "Money for Nothing", meines Wissens, gipfelte.

Gruß
Jürgen

Offline Michael Franz

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #7 am: 10. Nov. 2004, 14:25 »
Private Dancer, der Comback-Hit für Tina, die unvergleichliche, die ich bei dieser Tour sehen durfte. leider nur aus der Entfernung, wurde meines Wissens von Knopfler geschrieben.

Jürgen Heiliger

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #8 am: 10. Nov. 2004, 14:28 »
Jo, das is' es :!:

Wenn einer von Euch die Platte besitzt, könnte er bitte mal nachschauen.

Ich meine sogar, dass Mark Knopfler die Platte produzierte.

Gruß
Jürgen

Anonymous

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #9 am: 10. Nov. 2004, 14:31 »
Hab gerade sie Singel raus gezogen.

Geschrieben von Marc Knopfler, Produzent soll Carter sein. Das Label ist Capitol.



Gruß Thomas



Nachtrag, Managment Roger Davies

Offline Michael Franz

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #10 am: 10. Nov. 2004, 14:44 »
John C. Fogerty (CCR) hat nach langer Zeit wieder eine Platte gemacht, die ich noch nicht kenne. Auf einem Titel spielt Knopfler mit.

Offline Michael Franz

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #11 am: 10. Nov. 2004, 15:23 »
Meine ebenso unmaßgebliche wie subjective Meinung zu den Dire Straits ;) :



Vor zwei oder drei Jahren - ich quälte mich gerade durch ein quietschendes Sony-Tape mit zweifelhaftem Inhalt - hörte ich nach all dem Schrott plötzlich die "Sultans of Swing". Da ich das Stück recht genau kannte, fiel mir auf, daß es nicht die Originalversion sein konnte, sondern ein Cover sein musste. Sehr nah am Original, aber in vielerlei Hinsicht besser: Rauher, härter, mehr Drive, wie ich fand. Aber diese Ähnlichkeit in der Stimme und dieses typische Gitarrenspiel? Doch die Straits? Der Ansager - es war der Mitschnitt einer alten Radiosendung - löste das Rätsel.



"Heute bei uns zu Gast für ein kurzes Life-Konzert im Studio - die Dire Straits, eine junge Band aus England, von der man noch viel hören wird..."



Herrliche Zeiten, als es noch Studio-Live-Gigs gab, und selten hat sich die höfliche Prophezeihung eines Moderators so bewahrheitet. Über Jahre hinweg waren die Straits oder besser gesagt, deren Mastermind Mark Knopfler, die Absahner schlecht hin.



Als die Straits Ende der 70er mit "Sultans" die Hitparaden stürmten, war das frischer Wind. Das Stück fasziniert mich noch heute. Diese Mischung aus Relaxtheit und Drive hatte ich bis dato noch nie gehört. Auch nicht bei J.J. Cale, bei dem Knopfler angeblich sein Gitarrespiel abgeguckt hatte. Cale hatte allemöglichen Qualitäten, aber seine Songs waren eher ruhig denn treibend. Die erste Platte ist die, die ich am besten finde. Auch heute noch gehört sie zu meinen Favourites. Danach ging es nicht mehr weiter aufwärts.



"Communiquée" war eine gute Platte. Ruhiger, erdiger, bluesiger als die erste, aber auch nicht so packend. Eine Musik, die man früh morgens an der Bar hörte, wenn man es nicht ins Bett geschafft hatte. "Making Movies" habe ich damals, als die Platte erschien, als Abgesang empfunden. Ich stand nicht auf gefühlvoll-romantisches. Heute mag ich die Platte gerade wegen dieser Seiten. Damit ist für mich das Kapitel "Dire Straits" weitestgehend erledigt.



"Love over Gold" ist ganz gut um die Qualität von Tonabnehmern und HiFi-Komponenten zu testen. War die Platte nicht digital aufgenommen? Oder verwechsle ich da was? Egal ob "Love" oder "Brothers in Arms" - ich empfinde beim Hören dieser Platten am Stück Langeweile. Das gemeine ist: Die Platten sind nicht schlecht. Wenn ich begründen soll, was mir nicht gefällt, fällt mir nichts ein. Ich gebe, wenn ich einzelne Tracks höre, sogar zu: Gutes Stück. Aber mit den ersten 3 Platten, vor allem mit der ersten, hat die Band die Meßlatte verdammt hoch gelegt. Danach ist sie nur noch unten durch gelaufen, mal mit mehr, mal mit weniger Anstrengung.



Da mag ich Knopflers entspannte Alterswerke, egal ob "Golden Heart (?)" oder "Sailin' to Philadelphia" wesentlich lieber.

Jürgen Heiliger

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #12 am: 10. Nov. 2004, 16:09 »
Und weiter im Text. :lol:

und nun die Projekt an den Mark Knopfler federführend mit beteiligt war:

-- The nothing hillbillies

Mit den Musikern Steve Philips (Guitar), Guy Fletcher (Keyboards) und Brendan Croker (Guitar)
Die Musik geht in Richtung Country and Western, wobei der Stil Mark Knopflers aber heraus hörbar ist.

-- Mark Knopfler - Chet Atkins / Neck and Neck

Weitere Musiker: Larrie Londin, Guy Fletcher, Steve Wariner, Edgar Meyer, Mark O´Connor, Paul Franklin, Floyd Cramer, Vince Gill. Also wenn man richtig beobachtet die komplette Dire Straits Leute bis auf seinen Bruder.

-- Mark Knopfler - Golden Heart

Musiker: Mark Knopfler, John Issley, Guy Fletcher
Vorrangig Baladen und Lovesongs
Von dieser besitze ich die Verkaufs CD und eine Promo-Version, die nie im Verkauf erschien.

dann gibt es seid zwei Wochen die Neue auf dem Markt, wo ich aber bis zum Erscheinen der LP mit dem Kauf warte. Voraussichtliches Erscheinungsdatum Dezember.


-- John Illsley - glass
Musiker: Albert Bockholt, Mike Dyche, Alan Clark, Frank Ricotti, Jamie Lane, Guy Fletcher, Chris White, Phil Palmer, Mark Knopfler, Jerry Donahue und Karl Lever.
Die musik erinnert sehr an die Anfänge der Dire Straits


-- Chris White - shadowdance
Musiker: Danny Schogger, Andy Scott, Danny Cummings, Pino Paladino, Hugh Burns, Gary Husband, Jean Paul Maunick, Felix Krish, Mark Knopfler, Robert Berry, Mike Mainieri und Andy Caine
Die musik geht schon in Richtung Jazz, genau das richtige für den leichten Einstieg.


-- David Knopfler - Release
Musiker: Arran Ahmun, Harry Bogdanovs, Betsy Cook, DMX, Mike Page, Kevin Powell, Bub Roberts, Marie Broady, Roger Downham, John Illsley, Germaine Johnson, Mark Knopfler, Pino Paladino, Danny Schogger und Bobby Valentino
Musik wie zu Zeiten der Comnunique.

-- David Knopfler - The Giver
leider habe ich hierüber keine Angaben.


-- Bob Dylan - Infidels
Musiker: Sly Dunbar, Robbie Shakespeare, Mick Taylor, Mark Knopfler und Alan Clark

Wenn man die Augen zu macht, meint man Dire Straits in der Urformation zu Hören. :wink: -- Nur der Sänger "stört". :lol:  :lol:

Gruß
Jürgen

Jürgen Heiliger

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #13 am: 10. Nov. 2004, 16:40 »
Hallo Michael,

schöner hätte ich als zugegeben großer Dire Straits Fan eine Homage an diese Gruppe und Ihren Frontman nicht schreiben können. :!:


Wenn man mich fragt welches ist Dein Lieblingsstück, antworte ich immer Caling Elvis und Money for Nothing sind nicht so gut. :lol:  :lol:


Weiß eigentlich einer von Euch wie diese Gruppe entstanden ist?
Man schrieb Mitte der 70er und es traf sich das die beiden Brüder, damals noch Studenten noch einen Mitbewohner für ihre Studentenbude suchten. Und wie der Zufall es so wollte, es war John Illsley für den man sich entschied.
Man spielte auf der Klampfe, wie es halt so unter Studenten so üblich war. Und zu diesen drei stieß dann noch Pick Withers, Studien Kolege von John Illsley.

Die ersten Stücke entstanden, unter Anderem das berühmte Sultans of Swing.
Nun Musste ein Band Name her, was war also passender als wie Dire Straits. Was im Englichen für "total abgebrannt" steht.

Also dann eine Demo-Tape erstellt und einem Radio DJ in London in den Briefkasten geschmissen. Und dem gefiel das Tape so gut das er den Ganzen Tag dieses Tape im Radio spielte.

Der Rest ist dann Geschichte.


Gruß
Jürgen


der die Dire Straits /Mark Knopfler schon 6 mal Live genießen durfte. :D  :D

Anonymous

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #14 am: 10. Nov. 2004, 17:39 »
Zitat von: Jürgen Heiliger
-- Bob Dylan - Infidels

Wenn man die Augen zu macht, meint man Dire Straits in der Urformation zu Hören. :wink: -- Nur der Sänger "stört". :lol:  :lol:




Jürgen, sei vorsichtig... wer so lästert, gehört erschossen mit Katzensch... :lol:  :wink: (ich meine den letzten Satz).



Aber Scherz beiseite: Als ich von Dire Straits noch niemals etwas gehört hatte und dann zum erstenmal "Sultans Of Swing" im Autoradio vernahm, war mein erster Gedanke: 'Das muß Dylan sein'.



So kann man sich täuschen. Aber die Band paßte wohl schon damals zu Dylans Stimme. Und "Infidels" ist m.E. Dylans Meisterwerk der 80er, was zumindest teilweise den Dire-Straits-Leuten zu verdanken ist.



Gruß, Wolfgang

Jürgen Heiliger

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #15 am: 10. Nov. 2004, 18:31 »
Hallo Wolfgang,

dies hier habe ich heute noch im Netz gefunden.

Dire Straits

Wer das Radio an macht, kommt früher oder später an Dire Straits-Songs nicht vorbei. "Brothers In Arms", "Walk Of Life" oder "Money For Nothing" sind nur einige ihrer größten Hits, und wer die nicht kennt, hat den Großteil seiner musikalischen Sozialisation in einer Tonne erlebt.

1977 findet sich die Band in London. Mit von der Partie sind neben dem ausgebildeten Journalisten und Pädagogen Mark Knopfler, dessen Bruder David an der zweiten Gitarre, John Illskey (Bass) und der Studiomusiker Pick Withers. 1978 erscheint ihr selbstbetiteltes Debut und mit "Sultans Of Swing" auch schon einer ihrer Klassiker. Der Song selbst ist eine Hommage an eine Jazzcombo aus einem Suburb von London und bringt die Quintessenz von Dire Straits ziemlich trocken auf den Punkt. Im Vordergrund streht die Liebe zur Musik und die klingt im Dire Straits-Kosmos mal bluesig, mit einer Prise Country, aber immer unterlegt mit Knopflers charakteristisch tiefem Gemurmel. In seinen Texten greift der Mann mit dem langen Daumennagel, mit dem er die Saiten seiner Stratocaster zum Singen bringt, gerne Situationen aus dem Alltag auf, oder verarbeitet Gesprächsfetzen, die er im Vorbeigehen aufgeschnappt hat. Der Spiegel umschrieb die Musik der Dire Straits einmal wie folgt: " ... sie rockt nicht, sie rollt." Und das sehr erfolgreich.

Knopfler, der unbestrittene Maestro der Band, ist ein Umtriebiger. Er schreibt oder produziert immer mal wieder für andere Künstler(so komponierte er Tina Turners Comeback-Hit "Private Dancer"), und ist auch als Filmmusikkomponist aktiv (Local Hero, Cal, Comfort And Joy). Das ist auch einer der Hauptgründe, warum es im Laufe der Jahre immer stiller um die Band wird. Knopfler tanzt einfach auf zu vielen Hochzeiten, als dass er es in einem festgefügten Bandkontext lange aushalten würde. Mit alten Freunden gründet er 1990 die Band Notting Hillbillies, aber das war auch nur eine Station in seinem Musikerleben.

Mit der letzten Dire Straits-Scheibe scheint der Saitenzupfer das Interesse an den Dire Straits verloren zu haben. Das, was einst frisch und gut arrangiert klang, verkam mit "On Every Street" zur spröden Selbstkopie. Die nachgeschobene Live-Platte konnte diesen Eindruck nicht revidieren. Mittlerweile veröffentlicht Knopfler lieber solo (zuletzt: Sailing To Philadelphia) und lässt die Dire Straits ruhen. Ob sie jemals reanimiert werden, muss bezweifelt werden.


Gruß
Jürgen

Offline Michael Franz

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #16 am: 10. Nov. 2004, 18:55 »
Zitat von: wz1950


(...) Als ich von Dire Straits noch niemals etwas gehört hatte und dann zum erstenmal "Sultans Of Swing" im Autoradio vernahm, war mein erster Gedanke: 'Das muß Dylan sein'.




Exact so ging es mir auch! Nur saß ich da nicht in einem Auto, sondern in einer Stube in einer Kaserne auf der schwäbischen Alb. Einer meiner Stubenkollegen erklärte mir die Dire Straits. Mit Dylan konnte er nix anfangen.



Ich glaube, damals habe ich sehr auf eine neue Dylan-Platte gewartet. Was war denn davor? Desire? Street Legal?

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« Antwort #17 am: 10. Nov. 2004, 19:09 »
Zitat von: Michael Franz
Ich glaube, damals habe ich sehr auf eine neue Dylan-Platte gewartet. Was war denn davor? Desire? Street Legal?


Das fand 1978 statt, müßte also zur Zeit von "Street Legal" gewesen sein. Die letzte wirklich gute LP (nach meiner Einschätzung) war zweifelsohne "Desire".



Die 1979 folgende "Slow Train Coming" enttäuschte mich sehr, und zwar nicht wegen der religiösen Texte, sondern wegen der Musik (einige wenige Songs ausgenommen).



Erst mit "Infidels" war für mich wieder Land in Sicht.



Gruß, Wolfgang

Offline Michael Franz

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« Antwort #18 am: 11. Nov. 2004, 17:22 »
Zitat von: Jürgen Heiliger


Wenn einer von Euch die Platte besitzt, könnte er bitte mal nachschauen.

Ich meine sogar, dass Mark Knopfler die Platte produzierte.



Die einzelnen Songs hatten unterschiedliche Produzenten. Private Dancer von Carter, vieles von Rupert Hine, nix von Knopfler.



Michael(F)

Jürgen Heiliger

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« Antwort #19 am: 20. Dez. 2004, 01:06 »
Hallo Leute,

heute komme ich erst dazu ein paar Zeilen zu der neuen Mark Knopfler zu schreiben.

Shangri La nennt sich das gute Teil. Als Doppel-Lp erschienen und sehr aufwendig gemacht.
Klanglich ist sie über jeden Zweifel erhaben und sehr sauber gepresst, wofür man ja heute schon teilweise sehr dankbar sein muss.
Sehr ruhige getragene Lieder, ja gut nicht jedermanns Geschmack, im Stile der guten alten Songwriter bis zum Country-Western Stil der Chet Neck

im Anhang einen Teilscan der LP zu den Musikern und Instrumenten die auf der Platte zu hören sind. Auch nicht alltäglich.

Gruß
Jürgen

Jürgen Heiliger

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« Antwort #20 am: 20. Dez. 2004, 01:11 »
Nachtrag:

Ein Muss für alle Dire Straits Fans ist folgende Seite im Netz
http://www.mark-knopfler.de/

Beim Stöbern im Netz bin ich auf folgende Coverband gestoßen
http://www.brothersinarms.de/Band/band.html

Gruß
Jürgen

Offline Markus Berzborn

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #21 am: 25. Dez. 2004, 21:50 »
Zitat von: wz1950
Die 1979 folgende "Slow Train Coming" enttäuschte mich sehr, und zwar nicht wegen der religiösen Texte, sondern wegen der Musik (einige wenige Songs ausgenommen).


War da nicht auch schon Mark Knopfler beteiligt?

Gruß,
Markus
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« Antwort #22 am: 25. Dez. 2004, 22:16 »
Zitat von: Markus Berzborn

War da nicht auch schon Mark Knopfler beteiligt?

Das schon, aber was nützt das, wenn die Songs nicht so toll sind und das alles als Quasi-Gospel musikalisch verpackt (um nicht zu sagen: verwurschtelt) wird?

Ich bezeichne die LP nicht als schlecht, nur im Vergleich zu fast allen anderen Dylan-Platten fällt diese sehr schwach aus.

Die Kombination Dylan / Dire Straits legte vier Jahre später mit "Infidels" richtig los. Da stimmten dann auch die Songs, und das Ergebnis war die m.E. beste Dylan-LP der 80er Jahre.. :)

Gruß, Wolfgang

Jürgen Heiliger

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« Antwort #23 am: 25. Dez. 2004, 22:18 »
Hi Wolfgang,

dann werd' ich mal morgen nach der suchen die kenn ich nämlich noch nicht.
Treffe mich mit Christian zum Weihnachtsflohmarkt in Koblenz.

Gruß
Jürgen

Offline Markus Berzborn

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Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
« Antwort #24 am: 25. Dez. 2004, 22:22 »
Zitat von: wz1950
Ich bezeichne die LP nicht als schlecht, nur im Vergleich zu fast allen anderen Dylan-Platten fällt diese sehr schwach aus.


Aber zumindest besser als die Nachfolge-LPs "Saved" und "Shot of Love", oder?  :D
Mir gefallen ein paar Texte von der "Slow Train" ganz gut, z.B. It may be the devil or it may be the Lord, but you gotta serve somebody.
Stimmt irgendwie.
Aus den 80ern fand ich die "Oh Mercy" noch durchaus überzeugend, oder war das schon in den 90ern?

Gruß,
Markus
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