Autor Thema: Schwimmen von Rückseitenbeschichtetem Bandmaterial  (Gelesen 1741 mal)

Offline spule

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Verfasst am: 04.06.2004, 10:36    Titel: Schwimmen von rückseitenbeschichtetem Bandmaterial    



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Hallo Freunde !

Ich habe mal eine Frage zum Bandmaterial.

Ich habe auf meiner Braun 2 Metallspulen 22 cm mit Braun Band (kann aber auch BASF/Grundig sein) laufen lassen. Als die Rückseite dran war schwamm immer das Band von der Andruckrolle. Es war ein rückseitenbeschichtetes Band. Als Gründe für das Schwimmen kamen mir 3 Gedanken: 1.) Andruckrolle verschmutzt, 2.) Bremswiderstand der linken Spule zu lasch oder 3.) das beschriebene Bandmaterial ungeeignet für die Braun.

Punkt 1.) habe ich sofort durch Reinigung eliminiert (vielleicht war das auch gerade verkehrt, da der Belag die Schlüpfrigkeit kompensiert hätte). Ich habe dann noch mal andere Bänder probiert (Polydor Musikband von 1969: OK; russisches Bandmaterial aus den 90ern: OK; beide Bänder aber ohne Rückseitenbeschichtung. Allerdings waren die Spulen nur 13 cm und 18 cm im Durchmesser. Ich werde noch mal ein paar andere 22er probieren). Meine Orbiter 107 hatte das Band übrigens problemlos gespielt, hat aber auch die Andruckrolle anders angeordnet als die zentrale Braun Lösung zwischen den Tonköpfen. Was habt ihr für Erfahrungen mit rückseitig beschichteten Bändern und Schwimmen ?

Band ab – Band läuft (nach Feierabend russische Rockmusik auf Braun TG 1000 – Beigabe zur Jupiter 106). Euer Ralf.
Jeder zweite Dicke ist zu deutsch!!! Ich bin nicht zu dick, sondern nur zu klein für mein Gewicht!!

Offline spule

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Schwimmen von Rückseitenbeschichtetem Bandmaterial
« Antwort #1 am: 10. Jun. 2004, 15:06 »
wz1950







Anmeldungsdatum: 23.04.2004

Beiträge: 60



 Verfasst am: 04.06.2004, 11:14    Titel:      



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Hallo Ralf,



läuft evtl. die Achse der Andruckrolle nicht exakt parallel zur Tonwelle? Könnte mir vorstellen, daß sich das bei rückseitenbeschichteten Bändern stärker bemerkbar macht, wegen der rauheren Rückseite.



Band ab - Band läuft (Hollies auf Uher Report, am Arbeitsplatz)

Wolfgang

 

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kreiserdiver







Anmeldungsdatum: 04.06.2004

Beiträge: 2

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 Verfasst am: 04.06.2004, 16:27    Titel:      



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Vielen Dank für den Tip.

Genauso war's. Habe den Arm Veruchsweise einmal 0,5 mm nach hinten und einmal nach vorne gebogen. Also lief einmal das Band vorne und einmal hinten runter. Also habe ich soweit mit dem kritischen Band rumprobiert, bis es einwandfrei lief. Kann nicht viel gewesen sein. Merkwürdig, dass ich nicht selber drauf gekommen bin, aber manchmal denkt man am Problem vorbei. Bei den Philipsen gibt es bei den meisten 70er Jahre Maschinen 3 Schrauben, um die Tonwelle auszurichten, da war ich wohl etwas verwöhnt.. Also, auch das Band läuft (Mike & the Mechanics auf Braun TG 1000/4) wieder. Viele Grüße, ralf.  

 

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wz1950







Anmeldungsdatum: 23.04.2004

Beiträge: 60



 Verfasst am: 04.06.2004, 19:13    Titel:      



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Manchmal sieht man eben den Wald vor lauter Bäumen nicht. Hauptsache, das gute Stück läuft wieder!



Band ab - Band läuft (Joan Baez auf Grundig TK 545)

Wolfgang

 

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web72

Administrator





Anmeldungsdatum: 10.03.2004

Beiträge: 151

Wohnort: 95032 Hof

 Verfasst am: 04.06.2004, 20:03    Titel:      



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Von: "Gartmann, Theo" <Theo.Gartmann@airbus.com>

Datum: Fr 4, Juni 2004 10:00

Betreff: AW: [Die Spulentonbandfreunde] Rückseitg beschichtetes Bandmaterial





Hallo Ralf,



ich kenne das Problem von meinen TD20A. Hier ist die Ursache relativ einfach festzustellen, aber nicht besonders einfach zu beheben.

Eventuell ist deine Andruckrolle nicht absolut parallel zum Capstan. Noch schlimmer wäre es, wenn die Rolle einen Bauch hat. Eine Schrägstellung kann man noch kompensieren, eine bauchige Rolle wirst du höchstwahrscheinlich ersetzen müssen.

Mir ist leider nicht bekannt, ob sich die Andruckwelle in der Winkelstellung einstellen lässt. Falls dem so ist, dann kannst du in sehr kleinen Schritten ein wenig experimentieren. Und immer das Band ein wenig weiterlaufen lassen, bis sich die neue Einstellung bemerkbar macht.

Du kannst die Andruckrolle mittels Lichtspalt prüfen, ob sie parallel zum Capstan steht. Das funktioniert allerdings nur bei sehr steifen Andruckrollenträgerarmen, die sich unter Belastung nicht verbiegen.



Viel Glück



Band ab - Band läuft



Theo
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