Autor Thema: Hallo aus dem Norden,  (Gelesen 724 mal)

Offline Maikel04

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Hallo aus dem Norden,
« am: 06. Nov. 2012, 15:49 »
möchte mich auch kurz vorstellen, obwohl ich schon einige Zeit Zaungast hier bin und bereits viele wertvolle Tipps aus diesem Forum gewonnen habe. Mein Name ist Michael und ich bin seit 1957 auf dieser Welt.

Einer meiner ersten Eindrücke aus der Kindheit war das Uher Tonbandgerät meiner Mutter, vor dem ich damals faziniert gesessen habe und bewundernt auf die sich drehenden Spulen geschaut habe.

Die kleine Uher 500 in korallenrot spielte damals den Titel "Wheels". Einen Bezug zu den sich drehenden "Rädern" konnte ich damals natürlich noch nicht herrstellen, dennoch hat sich etwas davon bei mir verinnerlicht. Tonbandgeräte, aber auch Radios, Plattenspieler eigentlich alles was Musik reproduzieren konnte, übte seitdem immer einen großen Reiz auf mich aus.

Da die Geräte damals sehr teuer waren, wurde viel gebastelt und improviesiert. Denke noch an meine erste Stereoanlage, die ich mit 12 Jahren aus einem Telefunken Mr. Hit Plattenspieler und sechs vom Sperrmüll gesammelten Röhrenradios bestand. Der Mr. Hit hatte ja ein Stereokristallsytem, dass man aufsplitten konnte und je einem Dreierturm aus Radios zuführen konnte. Etwas umständlich in der Bedienung, aber wirklich Stereo und sogar mit "3 Wege Boxen", wenn man die einzelnen Radios entsprechend einstellte.

Vom Konfirmationsgeld wurde dann endlich ein eigenes Tonbandgerät, eine Telefunken M 430 gekauft. Leider ein Reinfall, dieses Gerät wollte nie so recht und hätte mir mit seinem Geleiere fast die Freude am Tonband verdorben. Nach einem kurzen Ausflug in die Welt der Kassetten, kam dann eine SABA TG 564 ins Haus. Diese lief über Jahre problemlos, bis sie zwecks Modernisierung der Anlage verkauft wurde. Ein Fehler, wie sich später herrausstellen sollte.

Es kam die Zeit der Familiengründung und weiterer Verpflichtungen, so dass das Hobby ein wenig in der Hintergrund rückte. Musik wurde konsumiert und der Einfachheit halber von CD und später vom Server abgespielt. Doch irgendetwas fehlte...

So konnte ich eines Tages nicht widerstehen, mir eine damals so sehr gewünschte, aber nicht zu erreichende Revox A77 zu besorgen. Das Restaurieren und das resultierende Ergebniss haben mir so viel Freude gemacht, das kurz darauf eine B77 folgte. Diese beiden sind nun zum Hauptbestandteil meiner Anlage geworden und der berüchtigte Virus kam wieder voll zum Ausbruch.

So gesellten sich eine Philips N4416 und wieder ein SABA TG 564 dazu. Auch diese beiden bekamen bald Gesellschaft von einer Grundig TK830 (noch unfertig) und einer kleinen SABA TG 423. Gechickt im Haus verteilt, kann nun fast überall Wohlklang vom Band genossen werden. Im Schlafzimmer sogar über eine Graetz Scerzo Musiktruhe, Röhrenklang in Stereo! Zum Glück hat meine Partnerin nicht nur Verständniss für meinen Splien :D, sondern beteiligt sich nach Kräften daran.

Die neueste Errungenschaft ist eine UHER Variocord 263, die nach Fertigstellung die beiden Revoxe im Wohnzimmer entlasten soll, denn Musik kommt bei und fast nur noch vom Band. Optik und Haptik dieser Maschienen haben es mir immer noch angetan und was gibt es Schöneres, als zu zusehen wie aus Bewegung Wohlklang entsteht?

In diesem Sinne herzlich Grüße an alle Gleichgesinnten und immer genug Band auf der Rolle,

Michael


p.s.: zur Uher habe ich gleich mal eine Frage eingestellt