Autor Thema: Vorstellung auch wenn schon Jahre vergangen sind  (Gelesen 1034 mal)

Offline Wickinger

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Vorstellung auch wenn schon Jahre vergangen sind
« am: 14. Aug. 2011, 04:43 »
Erstmal Hallo in die Runde,
ich bin der Volkmar, Jahrgang 62 und schon seit wenigen Jahren hier angemeldet.
Ich bin ein ausgesprochener Tonband-Freak, wobei neben dem Senkel auch die Cassette zählt.
Wie so viele hier, konnte ich mir die Geräte die in den 70er und 80er Jahren in den Schaufenstern standen zu dieser Zeit als Schüler nicht leisten.

Mein erstes Tonbandgerät war ein Philips N 4415, in Hamburg-Harburg in einem kleinen HiFi-Laden gekauft.
Die erste "richtige" Stereoanlage war von Quelle, System 8000, die ich leider nicht mehr habe.
Ich bin mir nicht sicher, aber in den 80er Jahren gab es in Hamburg eine Zeitung "Anoncen-Avis" in der viele HiFi Geräte gebraucht zum Festpreis angeboten wurden.
Da nahm das Elend seinen Lauf...
Grundig TK Geräte, Telefunken, Uher, B&O, Philips, Tandberg und Saba Geräte wurden eingesammelt.
In kurzer Zeit war der Keller voll...

1989 kam ja auch eine ungeplante Grenzöffnung.
Damit öffneten sich ja auch Märkte die bislang verschlossen waren.
Während sich der Warenfluß Richtung Osten bewegte, hatte ich die zufällige und glückliche Gelegenheit auch einen Warenfluß Richtung Westen zu betreiben.
Der erste Fluß kam durch eine PGH zu Stande. PGH steht für "Produktionsgenossenschaft des Handwerks" und in einzelnen Lagern lagen neben ORWO Filme und ORWO Papier auch
ORWO Tonbänder diverser Typen, die unverkäuflich waren.
Für etwa 45 Pfennig pro Band durfte ich aus den heutigen Brandenburg Bänder ab transportieren, vorwiegend Typ 122.
Einmal auf den Geschmack gekommen, habe ich mit direkt mit der Filmfabrik, so hieß das Werk oder die Film, in Wolfen Kontakt aufgenommen.
Die durften kein VEB Band mehr verkaufen, das wurde gerade zur Vernichtung abgeholt.
Aber Typ 123 auf 22cm Spule war da und ich könnte ja mal vorbei kommen.
Gesagt getan: Ergebnis 280 22cm Bänder vom Typ 123 in der ORWO AG Spule plus 200 Leerhüllen 30cm FTW.
Bis zur endgültigen Auflösung von ORWO war ich dann mehrmals in Wolfen und auch in Dessau und durfte sehr schräge Erfahrungen mitnehmen:
In Dessau wurde ich fast verprügelt weil im Westen schlecht um deren Waren gesprochen wurde.
In Wolfen wurden zur gleichen Zeit die Gebäude durch die Firma West-Schrott abgebrochen.
1994 war Schluß in Wolfen.

Durch einen weiteren Glücks- oder Unglücksfall wurde ich auf einen Hamburger Händler für Video und Ton im Profi-Bereich aufmerksam gemacht.
Das ergab, neben einer T4224, den zusätzlichen Zugang von 2 Tfk M15, 5 Tfk M12a und einer M21.  
Als so genanntes Abfallprodukt kamen dann noch reichlich diverse BASF und AGFA Bänder aus dem Studio-Bereich dazu.

Mittlerweile habe ich mich von den meisten Einmotoren getrennt um Platz für mehrmotorige Tonbänder zu schaffen.
Die Tandberg-Geräte habe behalten, weil das das Hauptsammelgebiet ist.
Dazu gekommen sind russische Bandgeräte von Olimp, Elektronika, Orbita, etc.
Wenn jemand Japanische Geräte vermisst, ich habe welche, Sony, Akai oder TEAC Tascam stehen bei mir auch rum.
Ich habe mich nur noch nicht dazu durchringen können sie zu veräussern, ich mag sie nicht, sie sind technisch ein Rückschritt.
Die neueste und geilste Neuanschaffung ist eine MTL 19 aus der DDR, mit Westdeutscher Technik, System Papst, leider ohne Unterlagen.
Wer etwas über dieses Gerät, diese Maschine etwas sagen kann ist herzlich willkommen!

Was die Cassettenrecorder angeht sieht es anders aus, da kommen mehr Japaner zum Einsatz.
Im Bestand sind:
Tandberg, Grundig, Philips, Marantz, Sony, Kenwood, Technics, Hitachi, Pioneer, Nakamichi, ASC, Studer, Revox,

Gruß aus Hamburg
Volkmar




« Letzte Änderung: 14. Aug. 2011, 05:14 von Wickinger »
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