Autor Thema: Das Märchen vom Videobandzerfall  (Gelesen 47488 mal)

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #50 am: 16. Dez. 2008, 12:15 »
Wenn du in VirtualDub die Ränder wegschneidest und die Auflösung anschließend wieder auf 720x576 bringst, sollte eigentlich alles laufen. Bei TMPGEnc muss natürlich an jeder Stelle 16:9 stehen, auch auf der 2. Seite, wo man das Seitenverhältnis der Quelle angibt. Steht da noch 4:3, schneidet TMPGEnc selbstverständlich noch zu.

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #51 am: 16. Dez. 2008, 21:25 »
Okay, dann hab ich ja alles richtig gemacht! :) Und das Problem mit den Streifen habe ich nun auch behoben, habe mir nun für 60 euro eine neue Videokarte gekauft...was solls... :P Ich will ja unbedingt :D

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich für deine groooße Hilfe bedanken!!!! :))))))

Grüße, Akis.

-edit- vll noch eine news:D habe eben herausgefunden, dass der composite-eingang der neuen karte deutlich unschärfer ist als der der alten... :( das ist garnicht gut...habe daraufhin die alte wieder angeschlossen um es zu vergleichen, und es stimmt... abgesehen davon, funktioniert jetzt (momentan) wieder die alte ohne irgendwelche störstreifen :D muss man das etwa verstehen? ich glaube nicht... :D

-edit 2 - UPDATE:

So, schon wieder eine neue Merkwürdigkeit entdeckt: Die alte Karte funktioniert problemlos, solange die neue mit angeschlossen ist per USB...zieht man das Kabel raus, erscheinen wieder die Streifen...Wie kann das sein???
« Letzte Änderung: 17. Dez. 2008, 18:58 von jouse. »

Manuel (der Fliege)

  • Gast
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #52 am: 17. Dez. 2008, 19:11 »
-edit 2 - UPDATE:

So, schon wieder eine neue Merkwürdigkeit entdeckt: Die alte Karte funktioniert problemlos, solange die neue mit angeschlossen ist per USB...zieht man das Kabel raus, erscheinen wieder die Streifen...Wie kann das sein???

Meine Vermutung: Plug & Play-Effekt.
Solange Treiber der neuen Karte aktiv ist - alles okay.
Neue Karte raus, Treiber nicht mehr geladen, Problem wieder da.

Möglicherweise liegt die Ursache jedoch ganz woanders. Mario kennt sich da viel besser aus, mal sehen, was er dazu meint...  ;)

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #53 am: 17. Dez. 2008, 21:46 »
Meine Vermutung: Plug & Play-Effekt.
Solange Treiber der neuen Karte aktiv ist - alles okay.
Neue Karte raus, Treiber nicht mehr geladen, Problem wieder da.

Möglicherweise liegt die Ursache jedoch ganz woanders. Mario kennt sich da viel besser aus, mal sehen, was er dazu meint...  ;)

Danke trotzdem für deine Hilfe! :) Dann warte ich mal auf Mario...

Allerdings habe ich in der Zwischenzeit auch selber gesucht:

Angeblich soll in einer ganzen Reihe dieser Medion-Karten ein Philips-Chip verbaut sein, und zwar der gleiche...Damit kommt Virtual Dub nicht klar und es gibt diverse Probleme. Es gibt auch viele Anleitungen darüber, wie man welche Treiber installieren soll, aber die, wo ich bisher gefunden habe, stimmen mit meinem System und den vorhandenen Schlüsseln nicht überein... :( Also bin ich weiterhin hilfslos...

Marioooooo...come back 2 me :D

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #54 am: 17. Dez. 2008, 22:50 »
Marioooooo...come back 2 me :D

Here I am. ;)

Angeblich soll in einer ganzen Reihe dieser Medion-Karten ein Philips-Chip verbaut sein, und zwar der gleiche...Damit kommt Virtual Dub nicht klar und es gibt diverse Probleme. Es gibt auch viele Anleitungen darüber, wie man welche Treiber installieren soll, aber die, wo ich bisher gefunden habe, stimmen mit meinem System und den vorhandenen Schlüsseln nicht überein... :( Also bin ich weiterhin hilfslos...

Na, das ist doch schonmal was. Jetzt gilt es nur, herauszufinden, ob ein solcher Philips-Chip in deiner Karte sitzt. Ich hab in einem von meinen PCs noch eine nVidia Geforce Ti 4200-Grafikkarte mit Videoeingang. Auch dort ist ein Philips-Chip drin. Benutzt hab ich diesen Eingang jedoch noch nie, bloß einmal mit dem mitgelieferten AMCAP probiert, da lief es. Früher hatte ich eine analoge Fernsehkarte von Hauppauge, bei der die Qualität wesentlich besser war. Die habe ich vor einem halben Jahr meinem Vater geschenkt, da ich kaum noch digitalisiere, und wenn, dann mache ich es halt an seinem PC. Das werde ich am Wochenende, wenn ich wieder in meiner anderen Wohnung bin, mal austesten, und dann sehen wir weiter.

-edit- vll noch eine news:D habe eben herausgefunden, dass der composite-eingang der neuen karte deutlich unschärfer ist als der der alten... :( das ist garnicht gut...habe daraufhin die alte wieder angeschlossen um es zu vergleichen, und es stimmt...

Hat die neue Karte nicht auch einen S-Video-Eingang? Wie sieht das Bild denn dort aus?

Liebe Grüße,
Mario

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #55 am: 17. Dez. 2008, 23:00 »
Here I am. ;)

Na, das ist doch schonmal was. Jetzt gilt es nur, herauszufinden, ob ein solcher Philips-Chip in deiner Karte sitzt. Ich hab in einem von meinen PCs noch eine nVidia Geforce Ti 4200-Grafikkarte mit Videoeingang. Auch dort ist ein Philips-Chip drin. Benutzt hab ich diesen Eingang jedoch noch nie, bloß einmal mit dem mitgelieferten AMCAP probiert, da lief es. Früher hatte ich eine analoge Fernsehkarte von Hauppauge, bei der die Qualität wesentlich besser war. Die habe ich vor einem halben Jahr meinem Vater geschenkt, da ich kaum noch digitalisiere, und wenn, dann mache ich es halt an seinem PC. Das werde ich am Wochenende, wenn ich wieder in meiner anderen Wohnung bin, mal austesten, und dann sehen wir weiter.

Hat die neue Karte nicht auch einen S-Video-Eingang? Wie sieht das Bild denn dort aus?

Liebe Grüße,
Mario


Juhuuu :) Ja, laut ganz vielen Suchergebnissen hat meine Karte den Philips-Chip drin, und auch die Treibereigentschaften sagen es mir beim Geräte-Manager :D Also ist das schonmal sicher.

Danke, ich bin gespannt auf dein Ergebnis nach deinem Test! :)

Und, der S-Video Eingang scheint in Ordnung zu sein. Trotzdem, wieso sollte ich soviel Geld für eine "Marken-Karte" ausgeben, wenn der Composite-Eingang zu unscharf ist? Sicher ist Composite die schlechteste Verbindungsart überhaupt :D Aber so schlecht wie mit dieser Karte nun auch wieder nicht :D

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #56 am: 25. Dez. 2008, 17:09 »
Frohe Weihnachten!! :)

Lieber Cassettenfreund, hast du Neugikeiten als Weihnachtsgeschenk für mich? :D

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #57 am: 26. Dez. 2008, 22:43 »
Meine Antwort hat nun doch etwas länger gedauert als geplant, aber durch Krankheit bin ich ein paar Tage ausgefallen. Ich habe extra nochmal nachgeschaut, meine Grafikkarte hat den Philips 7108-Chip. Mit VirtualDub gibt es sowohl unter Windows XP als auch unter Windows ME keine Probleme. Weder Streifen, noch sonstige Bildstörungen, alles in Ordnung.

Was spricht denn eigentlich dagegen, deine neue Karte zu verwenden? Ich nehme mal stark an, dass du den S-Video-Eingang verwendest. Dann kann dir der Composite-Eingang ja im Prinzip egal sein. Vielleicht dazu mal ein Beispiel, das ganz nebenbei zum Forum passt:

Ich habe 2 Tonbandgeräte. Tonbandgerät A produziert bei Eigenaufnahmen andauernd Drop-Outs. Da ich das nicht möchte, nehme ich Tonbandgerät B. B klingt allerdings bei 4,75 cm/s schlechter als A. Das ist mir aber egal, da ich in 9,5 cm/s aufnehme.

Liebe Grüße,
Mario


PS: Composite ist nicht die schlechteste Verbindung. Das sind HF-Antennenkabel. ;)

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #58 am: 26. Dez. 2008, 23:28 »
Danke! :)

Dann liegt es wohl wirklich an dem einen bestimmten Chip, denn meiner ist ein Philips 7134...vielleicht kann ich einen anderen PC auftreiben der einen gleichen Steckplatz hat, sodass ich das nochmal versuchen kann. :)

Was dagegen spricht, die neue Karte einfach zu verwenden: Ich kaufe eine brandneue Videokarte. Da erwarte ich einfach, dass sie für den nicht so billigen Preis gut ist und auch funktioniert, wie sie soll :D Deswegen...klar könnt ich alles über S-Video laufen lassen, aber was mach ich dann mit meinem video8-Camcorder? Also ich bezahl ja den vollen Preis also soll es sich auch lohnen ;)

Stimmt, HF-Antennenkabel sind noch n Tick schlechter :D

Übrigens: Was mir aufgefallen ist: VirtualDub ignoriert Macrovision!! :) Ist das bei dir auch so?

Nochmal was zu TMPGEnc: Das Teil ist wirklich gut, allerdings ist mir demletzt ein Problem aufgetreten:

Ich wollte ein Video von Michael Jackson's Ghost umwandeln, von HuffYuf AVI, also Verlustfrei, in VBR Average 8 mb/s ...In dem Video blitzt es oft als Effekt, wird also schnell dunkel und wieder hell. bei dem Wechsel kriegt es der Encoder einfach nicht ohne grobe Pixelfehler hin, die unübersehbar sind und stören, wie man im Anhang sieht...

Allerdings treten die ganzen Pixel nur dann auf, wenn ich das Video als Progressive decodiere, was ich auch so haben will, Ich will nicht, dass es De-Interlaced wird. Die Funktion bei den Filtern habe ich auch ausgeschaltet auf No Deinterlace, weil ich keinen Qualitätsverlust haben will und am Fernseher ja wieder alles ohne Streifen zu sehen ist.

Natürlich habe ich das gleiche mit NeroVision gemacht, und da gibt es keine Verpixelung... :D Weiß du an was das liegt? Ich komme da nicht mehr weiter... :(

Und zu guter Letzt:

16:9 anamorph codieren kann ich nur im 1,85:1 Format, richtig? Ich kann also nicht 2,35:1 auf 720x576 stauchen, und dann erwarten, dass ich es mit dem DVD-Player und 16:9 Fernseher mit normalen Verhältnissen sehen kann, richtig? :) Also müssen bei 2,35:1 Filmen Balken oben und unten sein, halt 16:9 gestaucht. Right? :))))

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #59 am: 27. Dez. 2008, 20:17 »
Übrigens: Was mir aufgefallen ist: VirtualDub ignoriert Macrovision!! :) Ist das bei dir auch so?

Ja. VirtualDub ist ja freie Software, und die OpenSource-Szene boykottiert Kopierschutztechniken. Kann man auch wunderbar an Linux sehen. Um CSS-geschützte DVDs unter Linux schauen zu können, muss das Paket libdvdcss installiert sein. Da dieser allerdings den CSS-Schutz umgeht, ist er eigentlich illegal. Um also ein legales Programm schreiben zu können, müsste man Lizenzen bezahlen. Das kann sich ein OpenSource-Projekt natürlich nicht leisten. Und ich möchte mir mit proprietärer Software auch nicht mein schönes freies Ubuntu versauen. Dass der Grafikkarten-Treiber ClosedSource ist, das reicht mir schon. ;)

Nochmal was zu TMPGEnc: Das Teil ist wirklich gut, allerdings ist mir demletzt ein Problem aufgetreten:

Ich wollte ein Video von Michael Jackson's Ghost umwandeln, von HuffYuf AVI, also Verlustfrei, in VBR Average 8 mb/s ...In dem Video blitzt es oft als Effekt, wird also schnell dunkel und wieder hell. bei dem Wechsel kriegt es der Encoder einfach nicht ohne grobe Pixelfehler hin, die unübersehbar sind und stören, wie man im Anhang sieht...

Allerdings treten die ganzen Pixel nur dann auf, wenn ich das Video als Progressive decodiere, was ich auch so haben will, Ich will nicht, dass es De-Interlaced wird. Die Funktion bei den Filtern habe ich auch ausgeschaltet auf No Deinterlace, weil ich keinen Qualitätsverlust haben will und am Fernseher ja wieder alles ohne Streifen zu sehen ist.

Natürlich habe ich das gleiche mit NeroVision gemacht, und da gibt es keine Verpixelung... :D Weiß du an was das liegt? Ich komme da nicht mehr weiter... :(

Da hast du wohl etwas verwechselt. Das Video muss Interlaced encodiert werden, nicht Progressive. Du hast ja Halbbilder und nicht Vollbilder. Dass deshalb Klötzchen entstehen, ist klar, da der Algorithmus für die Bewegungssuche auf Vollbilder eingestellt ist, in Wirklichkeit hast du aber Halbbilder. Wenn Progressive encodiert wird, müsste man vorher immer einen DeInterlace-Filter drüberziehen.

Und zu guter Letzt:

16:9 anamorph codieren kann ich nur im 1,85:1 Format, richtig? Ich kann also nicht 2,35:1 auf 720x576 stauchen, und dann erwarten, dass ich es mit dem DVD-Player und 16:9 Fernseher mit normalen Verhältnissen sehen kann, richtig? :) Also müssen bei 2,35:1 Filmen Balken oben und unten sein, halt 16:9 gestaucht. Right? :))))

Richtig. ;)

Liebe Grüße,
Mario

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #60 am: 28. Dez. 2008, 00:03 »
Vielen Vielen Dank, lieber Mario! :)

Eine Frage noch :D Entschuldige...

Wegen dem Interlaced:

Man kann es ja bei VirtualDub 3 mal einstellen:

- beim ClipInfo, ob das Quellvideo Interlaced oder Progressive ist
- bei den Filtern, dass es De-Interlaced wird
- bei den letzten Einstellungen vor dem Codieren, vermutlich was man haben will

Wie müssen die Einstellungen bei einem Interlaced-Video eingestellt sein, dass ich maximale Qualität erhalte, denn ein De-Interlace-Filter macht das Bild deutlich unscharf und das will ich nicht... :(

Abgesehen davon, hat die Laserdisc progressive oder interlaced? :)

Bei anderen Videos klappt das aber, wenn alles Progressive ist obwohl Interlaced, wunderbar :)

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #61 am: 28. Dez. 2008, 00:26 »
Ist doch kein Problem. ;)
Es ist eigentlich ganz einfach. Überall, wo du dich zwischen Interlaced und Progressive entscheiden musst, wählst du Interlaced. Und DeInterlacing-Filter bleiben aus.

Abgesehen davon, hat die Laserdisc progressive oder interlaced? :)

Die Laserdisc ist analog, also speichert sie Halbbilder, sprich, die Aufzeichnungen sind Interlaced. Oder ganz kurz: Alles, was du über einen analogen Videoeingang einspielst, ist interlaced, auch wenn es vorher vielleicht progressiv war (z.B. bei einer DVD).

Bei anderen Videos klappt das aber, wenn alles Progressive ist obwohl Interlaced, wunderbar :)

Da sind die Hell-Dunkel-Schwenks auch nicht so hektisch. Sowas ist beim MPEG2-Verfahren immer kritisch. Sieht man auch wunderbar beim digitalen Fernsehen. Wenn da in den Nachrichten vom roten Teppich berichtet wird, wo viele Fotoapparate blitzen, dann möchte ich manchmal den DVB-S-Receiver aus dem Fenster schmeißen. :D Trotzdem: Wenn etwas interlaced ist, dann sollte man auch immer auf interlaced stellen. Wenn man das Signal vom DVD-Player letztendlich per SCART-Buchse ausgibt, ist alles in Ordnung. Der Player wandelt ja das Signal, das er für progressiv hält, wieder um, damit es analog übertragen werden kann. Anders sieht das aus, wenn der Player per HDMI-Kabel mit dem (TFT- oder Plasma-)Fernseher verbunden ist. Über HDMI kann nämlich, da digital, beides übertragen werden. Dann belässt es der Player also bei progressiv, und auf dem Bildschirm sieht man dann den Kammeffekt wieder richtig schön.

Liebe Grüße,
Mario

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #62 am: 28. Dez. 2008, 13:34 »
Alles klar, danke! :)

Aber auch wenn ich nur nicht De-Interlace, wird das Bild deutlich unschärfer und das stört mich :P Warum? :)

Im Anhang Original-AVI und dann unscharfes MPEG bei Interlaced:


Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #63 am: 28. Dez. 2008, 13:53 »
Die Antwort ist ganz einfach. Du spielst die Videos mit PowerDVD ab, wie ich an den Dateinamen der Anhänge sehe. PowerDVD ist nicht gerade dumm. Es merkt, dass das Video interlaced ist und schaltet automatisch einen DeInterlacing-Filter ein. Dieses DeInterlacing ist nur auf der Wiedergabeseite, das Video ist vollkommen in Ordnung. Dieses Verhalten kann man aber auch abschalten. Einfach in den Video-Einstellungen "Weave erzwingen" wählen. Oder einen anderen Player verwenden. Ich verwende den VLC, denn er ist kostenlos und es gibt ihn auch für Linux. Und der hat noch mehr DeInterlacing-Filter, von denen einige nicht schlecht sind.

Der beste DeInterlacing-Filter ist derzeit Yadif. Dieser ist in der ffdshow-Bibliothek enthalten. Wenn du die installierst, kannst du MPEG2-Videos ohne Probleme mit dem Windows Media Player abspielen, und hast nebenbei ein DeInterlacing ohne Schärfeverlust.

Liebe Grüße,
Mario

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #64 am: 28. Dez. 2008, 15:26 »
Wow, du bist genial! ;) Danke...

Hab mir jetzt mal diese OpenSource-Sachen runtergeladen ;) Echt toll...

Aber warum wirkt denn ein Video mti diesen Interlaced-Streifen immer schärfer? :D

Und noch eine Frage: Wenn ich gleich bei Letterbox-Bildern gecroppt capture, gewinne ich dann an Auflösung? Also wird dann nur der gewünschte Bildinhalt in 720x576 gecaptured? Denn da wäre ja dann ideal...dann wieder anamorph codiert ;)

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #65 am: 29. Dez. 2008, 12:55 »
Wow, du bist genial! ;) Danke...

Danke für das Lob. ;)

Aber warum wirkt denn ein Video mti diesen Interlaced-Streifen immer schärfer? :D

Weil sich Videos, die im Zeilensprungverfahren aufgenommen wurden, nie hundertprozentig in Vollbilder umwandeln lassen. Da fehlt ja was. Und das muss interpoliert werden. Beim Yadif-Deinterlacing hab ich allerdings noch keinen Schärfeverlust feststellen können. Sicher, dass sowohl bei den Videodekoder- als auch bei den VFW-Einstellungen von ffdshow das richtige Deinterlacing eingestellt ist? Prüfe das mal mit den Einstellungen, die ich im Anhang angehängt hab.

Und noch eine Frage: Wenn ich gleich bei Letterbox-Bildern gecroppt capture, gewinne ich dann an Auflösung? Also wird dann nur der gewünschte Bildinhalt in 720x576 gecaptured? Denn da wäre ja dann ideal...dann wieder anamorph codiert ;)

Nein, VirtualDub nimmt das Video normal von der Videokarte und bearbeitet es intern bereits nach, bevor es gespeichert wird. Das komplette Filtersystem kann ja auch bereits während der Aufnahme angewendet werden. Wenn der PC entsprechend leistungsfähig ist, ist das eine tolle Sache.

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #66 am: 29. Dez. 2008, 13:02 »
:)mmh Danke,

also gewinne ich rein garnichts durch cropping direkt beim capturen? :(

zu den einstellungen:

aber...dann werden interlaced-Videos ja immer De-Interlaced, richtig? Und das muss man ja nicht, weil ich die filme eh nicht auf dem mikrigen PC-Bildschirm schaue und auch sonst alles analog anschließe :)

Hatte mal zufällig die Funktion gefunden glaube ich, dass TMPGEnc automatisch den PC runterfährt wenn er fertig mit encodieren ist...weißt du wo die ist? :) Weil das dauert ja immer sooo lange :))

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #67 am: 29. Dez. 2008, 13:47 »
also gewinne ich rein garnichts durch cropping direkt beim capturen? :(

Nein, leider nicht.

aber...dann werden interlaced-Videos ja immer De-Interlaced, richtig? Und das muss man ja nicht, weil ich die filme eh nicht auf dem mikrigen PC-Bildschirm schaue und auch sonst alles analog anschließe :)

Ja, dann wird immer deinterlaced. Das musst du natürlich nicht einschalten, aber mich würde der Kammeffekt stören. Im Anhang hab ich mal einen direkten Vergleich. Einmal ohne Deinterlacing und einmal mit Yadif. Ich kann da keinen Schärfeverlust erkennen. Übrigens: Ein TFT- oder Plasma-Fernseher macht auch ein solches Deinterlacing. Diese Bildschirme zeigen ebenfalls nur Vollbilder an. Lediglich die guten alten Röhrenfernseher arbeiten mit dem Zeilensprungverfahren.

Hatte mal zufällig die Funktion gefunden glaube ich, dass TMPGEnc automatisch den PC runterfährt wenn er fertig mit encodieren ist...weißt du wo die ist? :) Weil das dauert ja immer sooo lange :))

Auf die schnelle hab ich da auch nichts gefunden. Wenns mir begegnet, dann sag ichs dir. ;)

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #68 am: 29. Dez. 2008, 14:07 »
Okay, stimmt, es ist garnicht unschärfer...:)

Dann muss ich also nur diese Eigenschaften von yadif ändern und die werden dann auch immer mit TMPGEnc berücksichtigt beim Codieren? Was, wenn ich ein De-Interlace-Filter von TMPGEnc drüberziehe? Gilt dann nur das oder beide zusammen? :D

Abgesehen davon, wäre es nicht unsinnig, nach dem De-Interlacen das ganze dann als Interlace zu speichern? Dann muss ich als Progressive speichern, richtig? :)

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #69 am: 29. Dez. 2008, 14:09 »
Das Yadif-Deinterlacing wird nur beim Abspielen zugeschaltet, ffdshow ist ja ein DirectShow-Filter. Auf TMPGEnc hat das keinen Einfluss. Das wäre auch fatal, da die Ausgabe von Yadif nicht mehr DVD-konform ist, die Framerate beträgt nämlich 50 Bilder pro Sekunde, nicht mehr 25.

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #70 am: 29. Dez. 2008, 14:17 »
Ah, okay, alles klar :)

Was mich noch beschäftigt:

DVDStyler ändet ja nur die Informationen der Dateien und "macht" so aus ner MPEG-Datei eine VOB-Datei. Was passiert, wenn ich durch TMPGEnc eine Datei erstelle, die höher als 8 mb/s erreicht? Denn man kann ja bis 9200 kb/s einstellen...Wird das dann umgewandelt von DVDStyler? Oder einfach so gebrannt? Und wie verhält es sich dann mit der Kompatibilität mit einem Hardware-Player? :)

P.S.: Kennst du dich auch mit analoger Videoaufzeichnung so gut aus? :D
« Letzte Änderung: 29. Dez. 2008, 14:25 von jouse. »

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #71 am: 29. Dez. 2008, 14:31 »
Wenn die Bitrate höher ist, als es der DVD-Standard erlaubt, gibt es vielleicht noch eine Warnung, aber umgewandelt wird da in der Regel nichts. Bei DVB-Aufnahmen sind die Bitraten häufig höher als der DVD-Standard. Bei der Schlag den Raab-Sendung, aus der die beiden Bilder in #67 genommen wurden, geht die Bitrate bis 12 MBit/s hoch. Abspielen können das die DVD-Player in der Regel schon. Beim Grundig-DVD-Player im Wohnzimmer meiner Eltern ruckelt es dann aber teilweise.

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #72 am: 29. Dez. 2008, 14:35 »
Achso, verstehe:) Aber das ist nicht DVT-T, richtig? :P Weil das ist ja ziemlich schlecht...meiner Erfahrung nach :) DVB-S ist dagegen schon deutlich besser...

Kennst du dich auch mit analoger Videoaufzeichnung so gut aus? :)

Offline cassettenfreund

  • User
  • *
  • Beiträge: 363
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #73 am: 29. Dez. 2008, 14:44 »
Ja, das ist DVB-S. Über DVB-T bekommt man in Sachsen-Anhalt nicht einmal private Sender, nur die öffentlich-rechtlichen. Die Qualität ist, da stimme ich dir zu, ziemlich grottig. Das ist aber bei Bitraten um 5 MBit/s auch kein Wunder. DVB-S ist aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss, viele Sender haben immer noch nicht genug Bandbreite und sehen schlecht aus. RTL konnte man noch vor 2 Jahren kaum sehen, so sehr verklumpte das Bild. Und die Sender, die innerhalb einer Sendergruppe weiter hinten stehen, kriegen vom großen Bandbreiten-Kuchen verständlicherweise auch nicht so viel ab. Das wären in der RTL Group beispielsweise RTLII, Super RTL oder VOX, die viel weniger Bandbreite und zudem keine AC3-Tonspur haben. Bei der ProSiebenSAT.1 AG wären das Kabel 1, N24 und 9Live, wobei Kabel 1 kaum schlechter ist als ProSieben und SAT.1, lediglich die AC3-Tonspur fehlt. Und da 9Live eh nur 10 hirntote Zuschauer hat, muss die Bitrate eh nicht so hoch sein. :D

Allzu groß ist mein Wissen um analoge Videoaufzeichnung nicht. Ich weiß, wie das VHS-System funktioniert, und etwas über die Geschichte elektromagnetischer Aufzeichnung, da ich in der Schule mal einen Vortrag darüber gehalten habe. Der war zwar mehr aufs Tonband gelegt, deswegen hatte ich auch ein Tonbandgerät dabei, aber ein kleiner Abriss zur Videoaufzeichnung ist ja nicht verkehrt, wenn man 45 Minuten füllen muss. :D

Offline jouse.

  • User
  • *
  • Beiträge: 92
Re: Das Märchen vom Videobandzerfall
« Antwort #74 am: 29. Dez. 2008, 14:56 »
Hehe :D Verstehe...

Ja, das kenn ich von unserem DVB-S Receiver. Ist zwar eine D-Box mit Linux drauf und allem drum und dran, und es ist echt erstaunlich was die alles hergibt, allein an Infos zum gesendeten Programm, was recht interessant ist :D Da hab ich mich letztens mal wieder gefragt: Von welcher Quelle soll ich den Film jetzt aufnehmen? Von der D-Box oder vom Kabelfernsehen? Will ich kleine Klötzchen oder eher etwas Rauschen? :P Ist immer wieder schwer, wenn man Perfektionist ist :D

Mit analoger Videoaufzeichnung habe ich mich in den letzten 2 Jahren verstärkt beschäftigt, mit VHS, S-VHS und D-VHS. Und wenn ich etwas sicher und dauerhaft haben will, dann wähle ich immer noch das VHS-System, weil es einfach ausgereift ist und garnicht so schlecht wie alle sagen, das zeigt die Erfahrung.
Schade ist jedoch, dass sich D-VHS nicht durchgesetzt hat, denn es ist echt ideal. Ich habe mir ursprünglich auch den Recorder gekauft, um alte Camcorderaufnahmen zu "sichern" :P (da ist es wieder) nur, was passiert, wenn mein Recorder mal kaputt ist? Wer kann mir die dann abspielen? Also ließ ich es und benutze ihn für andere Zwecke.
Jedoch steigt das Problem, um auch wieder on-topic zu kommen :D der verschwindenden Abspielgeräte. Alle schmeißen ihre Recorder weg, gute neue gibt es nicht mehr, nur noch von LG oder DAEWOO  :D Deswegen muss man praktisch jetzt schon vorsorgen :D

Dazu muss ich noch sagen ich hatte an der Oberschule 3 Jahre Elektrotechnik als Leistungsfach und 20 Prozent davon verstanden :D Es war echt schlimm...alles sehr theoretisch und viiiiiieel Mathematik. Digitaltechnik war das Einfachste.