Autor Thema: Was in keiner Reparaturwerkstatt fehlen sollte  (Gelesen 3876 mal)

Manuel (der Fliege)

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Was in keiner Reparaturwerkstatt fehlen sollte
« am: 07. Okt. 2008, 19:34 »
Hallo zusammen,

hier im Bild (von links nach rechts) zu sehen:



Nigrin Mehrzweckfett
"Hochwertige Langzeitschmierung für Motoren- und Maschinenteile"
Bisherige Erfahrungen damit: Sehr gut. Ratternde Zwischenräder (bzw. deren Lager) bringt man damit zum Schweigen und festgefahrene AEG-Motoren in diversen Grundig-Koffertonbandgeräten werden wieder leichtgängig.

Brennspiritus
Den gibt´s bei uns in den "Netto"-Filialen. Ist nur 3 Minuten Fußmarsch von mir entfernt, darum nehme ich den hier. Der Alkohol ist angeblich sogar aus "pflanzlichen Stoffen".

Nigrin Metallpolish
"Brillanter Hochglanz für alle blanken Metalle. Chrom, Aluminium, Edelstahl."
Angerostete Gehäuseteile, verdreckte Bandführungselemente, oxidierte Sicherungshalterungen, alles kann man damit wieder auf Hochglanz bringen. Unverzichtbar. Wenn nichts mehr hilft, hilft das. 

...und was gibt es sonst noch, was in keiner Tonband-Werkstatt fehlen sollte?
Jetzt seid ihr dran. ;) Habe nur den Anfang gemacht.

Viele Grüße,
Manuel

Offline Tonband Paule

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Re: Was in keiner Reparaturwerkstatt fehlen sollte
« Antwort #1 am: 07. Okt. 2008, 20:30 »
Hallo Manuel und alle anderen Bastler,

Mal von den üblichen Werkzeugen und Messgeräten abgesehen:
Ohne Zweifel sind da die 100er Packs mit Wattestäbchen wichtig.
Auch Zahnstocher (hatten wir gerade in einem anderen Thema zu verdreckten und verbackenem Bandabrieb auf dem Tonkopf) oder um kleine Mengen von Fett an die richtige Stelle zu bekommen.
Dann eine Rolle Küchenpapier zum wischen der verdreckten Teile.

Bei mir findet sich noch ein kleines Plastikfläschchen mit Modellbahnöl (von Märklin oder der Konkurenz), damit lassen sich sehr gut die Sinterlagerbuchsen an den Tonwellen nachölen. Dieses Öl greift auch keine Plastikteile an (Zählwerke?, Habe ich aber noch nicht probiert da meine laufen).

Mittlerweile auch Glycerin aus der Apotheke um die Andruckrollen geschmeidiger zu machen. Langzeitwirkung bin ich noch am testen.

Von Aceton und anderen Farbverdünnern muss dringend abgeraten werden! Die sind zu sehr agressiv und greifen die Materialien an.

Dann habe ich noch Möbelpolitur für die Gehäuse (bei Revox und den UHER RdL ist das echtes Holzfurnier), geht aber auch gut bei den Grundig Plastikimmitaten. Danach riecht das wieder gut und glänzt schön.

Für Plexiglas oder Acrylhauben gibt es sehr gute Poliermittel, damit werden stumpfe Flächen wieder fast wie neu. Tiefe Kratzer gehen damit aber nicht weg.

Die Liste ist noch beliebig erweiterbar, je nach Problemfall ist ein guter 2 Komponentenkleber hilfreich. Diverse Schrumpfschläuche um Kabel zu isolieren.
Ein Sammelsurium diverser Kleiner Schrauben darf nicht fehlen da oft welche nicht vorhanden sind bei den EBucht Gurken.

Das reicht vorerst mal.

Gruß,
Wolfram

Offline Matthias

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Re: Was in keiner Reparaturwerkstatt fehlen sollte
« Antwort #2 am: 14. Dez. 2008, 09:38 »

Hallo zusammen,

habe mit Interesse diesen Beitrag gelesen. Da finden sich ja diverse brauchbare Tipps.
Denn ich muss in den nächsten Wochen eine Uher RdL auf Hochglanz polieren.
Besonders nerven mich die Drehknöpfe mit ihren kleinen Rillen, in denen es sich das Nikotin
der Vorbesitzer so richtig gemütlich gemacht hat. Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass
ein Universalreiniger für den Gastronomiebereich wahre Wunderdinge leisten soll. Mit
welchen Mitteln geht ihr an die Kunststoff-Knöpfe?

Mit freundlichen Grüßen

Matthias


Offline cisumgolana

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Re: Was in keiner Reparaturwerkstatt fehlen sollte
« Antwort #3 am: 14. Dez. 2008, 10:16 »
Hallo!

In meiner Werkstatt ist außerdem vorhanden (Reihenfolge zufällig):

Ballistol
Sinterlageröl
Lithiumfett
Loctite Schraubensicherung
Chesterton Kriech- und Schmieröl
Lederstäbchen (schon vor Jürgens Aktion!)
fusselfreie Baumwoll-Futterale mit Halter
Druckluftdose
Tunerspray 600
Servisol Etikettenentferner 130
Dr. Schnell Antigraffiti
Inmac Reinigungsspray für alle Oberflächen
Glasradier-Pinsel
Läuferplast Radiergummi (für Platinenkontakte)

und auch überwiegend das , was oben schon steht...

Meine Liste ist sicher nicht vollständig - wird fortlaufend ergänzt.

Grüße
Wolfgang

Offline Tonband Paule

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Re: Was in keiner Reparaturwerkstatt fehlen sollte
« Antwort #4 am: 14. Dez. 2008, 12:31 »
Hallo Matthias,

die Rillen der Drehknöpfe lassen sich sehr gut mit einer Zahnbürste und Geschirrspülmittel reinigen nachdem sie abgezogen sind.
Eventuell mit Spiritus versuchen, das löst Nikotinreste sehr gut an. Aber Vorsicht bei den Beschriftungen auf dem Gerät, ich habe mir dabei neulich fast eine Philips versaut weil die Bedruckung den Spiritus nicht vertragen hat.
Die Chemieindustrie bietet auch spezielle Nikotinlöser an, aber die sind denke ich etwas rabiat, einen Versuch damit habe ich nciht gemacht.

Grüße,
Wolfram


Offline fineartsder1.

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Re: Was in keiner Reparaturwerkstatt fehlen sollte
« Antwort #5 am: 01. Jan. 2009, 18:10 »
Hallo zusammen,

Nikotin lässt sich sehr gut mit einem Küchreinigerspray (Zekol) von dem Discounter (SÜD) mit dem großen "A" am Namensanfang entfernen. Hatte bisher auch noch keine Probleme mit den Beschriftungen an den Gerätegehäusen oder Fronten. Auch zur Entfernung von Philipsriemenresten gut geeignet. Des Weiteren verwende ich diesen Reiniger auch bei den Bandspulen mit großem Erfolg.

Gruß Dirk

Offline der_tommy

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Re: Was in keiner Reparaturwerkstatt fehlen sollte
« Antwort #6 am: 03. Jan. 2009, 14:13 »
Hallo zusammen,
...
Besonders nerven mich die Drehknöpfe mit ihren kleinen Rillen, in denen es sich das Nikotin
der Vorbesitzer so richtig gemütlich gemacht hat. ...

Mit freundlichen Grüßen

Matthias

Hallo Matthias,

die geriffelten Bedienknöpfe meiner diversen DUAL-Geräte reinige ich erfolgreich mit Gebissreiniger. Die Knöpfe sind aus Metall und nach einer anschließenden Zahnbürstennachbehandlung fast wie neu.

Gruß

der Tommy.