Autor Thema: DVD auf VHS  (Gelesen 7491 mal)

Offline thommy74

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DVD auf VHS
« am: 16. Dez. 2007, 19:35 »
Hallo Freude,

ich möchte gerne einige (von mir aus auch alle) DVDs auf VHS kopieren, weil:

1) Ich seit E80er VHS benutze (mit den anderen Videokassettenformaten kenne ich mich leider nicht so aus) und schon viele km Band durchnudelte (insbesondere E90er auf SAT1/Premiere alle Star Trek Serien plus Babylon 5 auf vier Kassetten in Rotation aufnahm/sah, was tw. recht streßig war...aber schön :D) und keine Probleme hatte!

2) Seit wenigen Jahren DVD dazu benutze (hauptsächlich wegen meiner abartigen Filme, die oft erstmals auf DVD ungeschnitten/verbessert/verlängert erscheinen, wobei mich die Boni und andere DVD-Extras nicht wirklich interessieren), aber trotz dreier Spieler oft klappernde, springende, hängende oder mit anderen Fehlern behaftete DVDs hatte. Also hatte ich unterm Strich mehr Freude an VHS, die, falls sie Fehler hatten, noch zu ertagen waren (typisch digitale Fehler).
Raumklang etc. ist für mich uninteressant, da die meisten Filme sowieso mono sind!

3) Naja, Euch kann ich's ja sagen: Ich finde es schöner vom Band :D
Und ich habe noch so viel VHS-Band!

4) Ich traue DVD-Rs nicht! Ich erstelle keine Raubkopien und gehöre noch zu den Dummen, die die Filme original kaufen ;) :D
Es gibt aber Fälle, da kann man dirket beim Hersteller nur DVD-Rs kaufen...


All diese Aufnahmen hätte ich gerne auf VHS!

Und jetzt zu meinem Problem: Die DVD-Spieler generieren wohl ein Macrovision Störsignal, und ich kann somit nicht auf VHS aufnehmen. Das finde ich nicht ganz zeitgemäß, da man auch im Audio-Bereich analoge Kopien erstellen darf.

Irrsinnigerweise hat einer meiner vier DVD-Spieler dieses Signal wohl nicht: Ich habe eine DVD überspielen können, wohl eine ausländische Schwarzpressung ohne Kopierschutz. Aber der Spieler ist uralt und super empfindlich: Die DVD springt :(

Bei allen anderen DVD-Spielern ist keine Aufnahme möglich!

Muß ich mir einen "Kopierschutzknacker" zulegen?


Mir würde es wirklich gefallen, diese Filme der 70er und 80er auf VHS zu genießen.

Grüße,

Thommy



Offline kreiserdiver

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #1 am: 16. Dez. 2007, 20:20 »
Hallo Thommy !

Dein Problem kenne ich.
Ich habe einen Panasonic DVD Spieler, der sendet auch Störsignale aus.
Aber ein CAT Spieler aus der Anfangszeit macht das nicht.
Ich nehme also alle DVD-R und DVD+R sofort auf S-VHS auf, dann ist die Qualität nicht viel schlechter,
jedenfalls nicht auf meinem 100 Hz Röhren Fernseher.

Aber auch ein tragbarer Player von Philips überträgt jede DVD ohne Störung auf den Videorecorder.
Also sollte sich doch für Dich auch eine solche Kombination finden lassen.

Ich habe jetzt einen neuen DVB-T Receiver mit 160 GB Festplatte. Sendungen aus der Woche nehme ich damit auf,
einige Filme werde ich auch in Kürze zum dauerhaften Speichern wohl auf S-VHS rüber kopieren.
Ob das mit dem Teil auch störungsfrei geht, werde ich berichten.

Viele Grüße,

Ralf.
Es begann 1966 mit Philips EL 3516.Heute N4520,Otari,Technics etc. >>Hobby oder Sucht ?

Manuel (der Fliege)

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #2 am: 16. Dez. 2007, 20:50 »
Hallo Thommy,

nur als kleiner Denkanstoß, als eine Art "Notlösung":

  • DVD-Player an einen Videorekorder anschließen
  • Diesen Videorekorder mittels dem 75-Ohm-Antennen-Ausgang an einen zweiten Videorekorder an dessen Antennen-Eingang anschließen
  • Zweiten Videorekorder auf den "Sender" des ersten Videorekorders einstellen
  • Jetzt brauchst Du nur noch die DVD abspielen und auf dem zweiten Videorekorder auf "Record" drücken

So sollte/müßte/könnte es funktionieren. Solange Dir es nichts ausmacht, daß der Ton nur mono ist... aber auch dafür würde es Lösungen geben, je nachdem, was für Geräte Du benutzt. :)

Viele Grüße,
Manuel

Offline cassettenfreund

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #3 am: 16. Dez. 2007, 21:00 »
Hallo Thommy, Hallo Ralf!

Ich denke nicht, dass der DVD-Player die Störquelle ist. Es dürfte wohl eher der Macrovision-Kopierschutz sein, der eine analoge Kopie verhindert. Vor allem zu Beginn der DVD-Ära, als es noch keine Brenner gab, fand sich dieser Kopierschutz auf fast jeder DVD, um halt analoge Kopien zu verhindern. Das Prinzip dieses Kopierschutzes ist nicht neu, sondern wurde von der VHS abgekupfert, denn viele vorbespielte VHS-Kassetten waren ebenfalls durch Macrovision vor einer Kopie geschützt.

"Der Macrovision-Kopierschutz wurde von der Firma Macrovision entwickelt und soll verhindern, dass Video-DVDs auf VHS-Videokassetten kopiert werden können. Die allgemein gebräuchliche Bezeichnung für ein Kopierschutz-Verfahren, wie es beim Macrovision-Kopierschutz zum Einsatz kommt, lautet Analog Copy Protection System, kurz Analog CPS bzw. APS.

Bei einer mit Macrovision geschützten DVD ist das Videosignal leicht übersteuert. Diese Übersteuerung bemerken Sie nicht, wenn Sie die DVD abspielen. Das Signal wird vom DVD-Player bzw. der DVD-Decoderkarte Ihres PCs einwandfrei ausgegeben. Das Bild unterliegt bei der Ausgabe auf dem Bildschirm keinerlei Qualitätsverlust.

Bei der analogen Aufzeichnung mit einem Videorekorder hingegen sorgt die Übersteuerung für ein pulsierendes Bild, d.h. das Bild schwankt zwischen den beiden Extremen hell und dunkel und erscheint äußerst matt.

Das bedeutet, dass Sie DVDs, die mit dem Macrovision-Kopierschutz geschützt sind, zwar grundsätzlich auf eine Videokassette kopieren können, die Qualität der Aufnahme aber - bedingt durch die Übersteuerung des Videosignals - im Vergleich zur Qualität der DVD deutlich leidet.

Der bei der DVD eingesetzte Macrovision-Kopierschutz ist vom Grundprinzip her keine neue Entwicklung. Bereits in den 90er Jahren wurde ein vergleichbares Verfahren eingesetzt, um das Kopieren von VHS-Kassetten zu unterbinden.

Da die DVD ein digitales Medium ist, lässt sich der Macrovision-Kopierschutz anders als bei der Videokassette sowohl digital als auch analog entfernen.

Bei der analogen Entfernung verwenden Sie ein kleines externes Gerät, das Sie zwischen dem DVD-Player und dem Videorekorder installieren. Dieser sogenannte Video Signal Enhancer filtert die Signalübersteuerung aus dem Videosignal heraus, sodass die analoge Videoaufnahme des Videorekorders einwandfrei aussieht.

Alternativ können Sie den Macrovision-Kopierschutz auch digital entfernen. Vorraussetzung ist, dass Sie über einen Computer mit DVD-Laufwerk verfügen. So können Sie den Macrovision-Kopierschutz auch per Software deaktivieren. Prinzipiell können Sie dabei auf zwei verschiedene Arten vorgehen:

Der hardwareseitige Macrovision-Kopierschutz einer Grafik- bzw. Decoderkarte lässt sich mittels eines Hacks des Software-DVD-Players ausschalten.

Der Erfolg dieses Verfahrens hängt davon ab, ob für Ihre Grafikkarte und Ihren Software-DVD-Player entsprechende Hacks existieren. Sie finden solche Software relativ einfach, indem Sie eine Suchmaschine verwenden und beispielsweise nach den Begriffen [wegen Illegalität entfernt] suchen lassen.

Die andere Möglichkeit bedient sich des so genannten Rippens der DVD. Die Daten der DVD werden mit Hilfe eines Software-Rippers ausgelesen, entschlüsselt und anschließend auf der Festplatte gespeichert. Die resultierenden Video-Daten sind daraufhin frei vom Macrovision-Kopierschutz. Sie können mit einem Software-DVD-Player abgespielt und z.B. über einen TV-Ausgang zum Videorekorder übertragen werden, um anschließend auf einer Videokassette aufgezeichnet zu werden." ("Videokomprimierung & DVD-Ripping von Anfang an", Daniel Warner, 2002).

Selbstverständlich kann man die gerippten Daten auch auf eine DVD-RW brennen, auf die VHS-Kassette überspielen und danach die DVD-RW neu beschreiben. Das Buch ist aber schon älter, damals waren DVD-Brenner und -Rohlinge noch sehr teuer, weshalb sie keine Erwähnung finden.

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht gegen irgendein Urheberrecht verstoßen, denn beim Umgehen oder Knacken auch eines analogen Kopierschutzes bewegen wir uns rechtlich auf einem sehr dünnen Eis.

Um nun noch kurz zu Ralfs DVD-Playern zu kommen, die ohne Störung übertragen: Scheinbar haben diese bereits einen Video Signal Enhancer integriert, oder die wurden vom Hersteller gehackt. Dies kann man auch bei analogen TV-Karten beobachten. Mit einer Pinnacle PCTV ist es mir nicht möglich, eine geschützte VHS-Kassette zu digitalisieren, mit einer Hauppauge WinTV jedoch schon.

Liebe Grüße,
Mario

PS: Manuel war schneller!

Offline kreiserdiver

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #4 am: 17. Dez. 2007, 08:39 »
Hallo Mario !

Genau dieses Pulsieren hat mich schon immer gestört.

Meinst Du, dass einige Player mit Absicht diese Sperre umgehen ?
Oder lassen die sich einfach nur nicht vorschreiben, was in ihre Geräte eingebaut wird.

Merkwürdigerweise verzichten vorzugsweise die Nicht-Markengeräte auf den Kopierschutz.
Gibt es dafür eine Erklärung ?

Gruß,

Ralf.
Es begann 1966 mit Philips EL 3516.Heute N4520,Otari,Technics etc. >>Hobby oder Sucht ?

Offline thommy74

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #5 am: 17. Dez. 2007, 09:26 »
Hallo,

besten Dank für Eure Antworten!

Ralf: Ich könnte mich nach einem weiteren DVD-Spieler umsehen, der dieses Signal nicht sendet (habe ja einen, aber der gerät öfters mal aus der Spur), aber das müßte man schon vorher wissen. Ich glaube nicht, daß es draufsteht. Ich schaue mal im Internetz nach, ob es eine Liste oder so was ähnliches gibt.

Manuel: Klingt verlockend! Werde ich mal probieren!

Mario: So wie ich das verstanden habe,
-sendet der Spieler immer am Ausgang ein Störsignal,
-sendet nur eins, wenn auf der DVD der entsprechende Befehl ist,
-sendet gar keins.

So war's dann auch praktisch: Mein Klapper-DVD-Spieler hat eine DVD-R fehlerfrei auf VHS kopiert (bei der anderen ist er wieder gesprungen). Beim anderen ging das nicht. Schlimmer: Schon beim Einschalten kam das Störsignal, was mich vermuten läßt, daß es immer am Ausgang anliegt. Beim dritten auch (an den vierten komme ich nicht so leicht dran :lol:).
Was ich nicht weiß: Kann ich mit dem alten DVD-Spieler auch gekaufte DVD aufnehmen, oder schaltet sich da der Kopierschutz ein?

Ob mein Klapprechner einen TV-Ausgang hat, weiß ich nicht. Falls es die gelbe Buchse ist, habe ich ein solches Kabel nicht (sollte aber kein Problem sein). Aber offen gestanden ist es mir zu umständlich, die DVDs erst auf die Festplatte zu überspielen (oder gar nochmals zu brennen). Falls die obrige Variante nicht gelingt, werde ich es aber trotzdem so machen, aber nur bei den "kritischen" DVDs.

Ach ja, wegen des Urheberrechts: Ich habe alle DVDs legal gekauft (auch die DVD-R) und erstelle eine analoge Kopie NUR FÜR MICH! Die DVDs/VHS-Kassetten werdem mein Haus nicht verlassen (es sei denn ich ziehe um/aus) und da die meisten nicht jugendfrei sind, sind sie sowieso (vor Kinderhänden) weggeschlossen.

Viele Grüße,

Thommy


P. S.: Die DVD-Spieler sind alles Nicht-Marken-Geräte.
Gerade fällt mir ein: Ich habe noch einen: Die PS2! vielleicht klappt's damit.

Offline cassettenfreund

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #6 am: 17. Dez. 2007, 11:52 »
Wenn selbst bei einer selbstgebrannten (und wahrscheinlich sogar selbst aufgenommenen) DVD das Problem auftritt, liegt es wahrscheinlich doch am Ausgang. In diesem Fall würde ich mal Manuels Variante probieren, auch wenn die Bildqualität geringfügig schlechter ist, was aber bei der fertigen VHS-Aufnahme überhaupt nicht mehr auffällt.

Das Benutzen des TV-Ausgangs am Computer sollte wirklich der letzte Weg sein, da hier doch teilweise extreme, deutlich sichtbare Qualitätseinbußen eintreten. Mit TV-Ausgängen von PCs könnte ich ein ganzes Buch ausfüllen, aber hier sei nur kurz gesagt: Wer einen alten PC mit nVidia-Karte hat, ist besser bedient. Die alten nVidia-Karten haben nämlich noch einen TV-Chip von Philips oder gar von Conexant, die mittels des Shareware-Programms TVTool (ich habe damals 10,- EUR für bezahlt) sehr gute Bilder liefern, die fast an DVD-Spieler-Scart-Ausgänge herankommen. Die sind dann auch ohne den berühmten Trauerbalken und füllen den TV-Bildschirm voll aus. Die neuen Grafikkarten von nVidia haben alle einen NV-Chip, der nicht von Fremdherstellern stammt, sondern von nVidia selber. Diese Chips sind Betriebsgeheimnis, ihre Funktionsweise wird von nVidia einfach nicht bekannt gegeben. Deshalb gelang es auch den Herstellern von TVTool nicht, den NV-Chip ins Programm zu 100 % aufzunehmen. Der Flimmerfilter, der zu extremen Unschärfen führt, lässt sich mit NV-Chips nicht mehr ausschalten, der Trauerbalken auch nicht.
Wie es mit anderen Grafikkarten von anderen Herstellern aussieht, weiß ich nicht (heute gibt es ja nur noch nVidia und ATI, die Grafikchips bauen). Fakt ist, dass es TVTool nur für nVidia-Karten gab, nie für Karten anderer Hersteller. Ich selber habe eine nVidia GeForce 4 Ti 4200 mit AGP 8x von Pixelview, die hat einen Philips-TV-Chip und erzielt traumhafte Ergebnisse. Trotzdem reicht es meist für vollwertige DVD-Wiedergabe nicht, höchstens bei DVDs, die nicht im Zeilensprungverfahren codiert sind.

Mein Bruder hat auch einen sehr billigen DVD-Spieler, bei Gelegenheit werde ich mal ausprobieren, ob dieser ein Störsignal aussendet.

Liebe Grüße,
Mario

Offline Faltenrock

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #7 am: 05. Jun. 2009, 21:38 »
Hallo zusammen!

Ich bin durch Zufall hier drauf gestoßen und hoffe das noch Interesse besteht.
Es ist auch möglich die Methode die Manuel vorgestellt hatte mit einem Betamax Recorder oder irgendeinem anderen System als VHS zu machen. Man muss das Signal nur durchschleifen, dabei dürfte auch der Ton in Originalqualität bleiben.

lG Matthias

Offline snzgl

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #8 am: 11. Jun. 2009, 18:39 »
Nun habe ich nicht jedes einzelne Wort dieses Beitrages genau gelesen aber mir fällt da bei dem leicht übersteuerten Videosignal mein altertümlicher LDL-Videobandrecorder ein. Das Besondere für mich daran ist, daß er mit offenen Bandspulen arbeitet.

Viel wichtiger für dieses Anliegen hier. ist wohl, daß man das Videosignal, genau, wie die Audiospur, mit einem Pegelsteller per Hand aussteuern muß. Nun der Gedanke an VHS-Geräte mit möglicherweise Handaussteuerung, gut, für den Ton gibt es das ja, denn man kann einige Recorder auch als Bandmaschine benutzen.

Und es gab doch mal solche kleinen Wunderkästen, wo man angeblich solche Videos mit kopieren können sollte. Nur ob das wirklich geklappt hat, ich habe es nie probiert.

Offline cassettenfreund

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #9 am: 11. Jun. 2009, 21:26 »
Und es gab doch mal solche kleinen Wunderkästen, wo man angeblich solche Videos mit kopieren können sollte. Nur ob das wirklich geklappt hat, ich habe es nie probiert.

Diese Geräte sind in Deutschland nach dem neuen Urheberrechtsgesetz von 2003 illegal, da sie einen Kopierschutz knacken. Seitdem dürfen sie in Deutschland auch nicht mehr verkauft werden.

Offline Cat_Girl

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #10 am: 12. Jun. 2009, 19:17 »
Also wenn ich in meiner Playstation 2 eine DVD einlege (egal ob Kopierschutz oder nicht) und das ganze auf VHS kopieren möchte funktioniert das ohne Probleme. Glaube der TV-Ausgang enthält kein Macrovision und auch kein CSS ^^.

Cathy

Offline cassettenfreund

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Re: DVD auf VHS
« Antwort #11 am: 12. Jun. 2009, 20:49 »
Hallo Cathy,

CSS ist ein digitaler Schutz, der nur digitale Kopien verhindern soll, über eine analoge Kopie tritt dieser Schutz gar nicht auf. Dass die Playstation 2 das Macrovision-Signal nicht aussendet, könnte durchaus sein, kann ich leider nicht sagen, da ich keine habe. Es kann aber auch daran liegen, dass keine deiner DVDs mit Macrovision geschützt ist. Wenn auf der DVD-Hülle von einem Kopierschutz die Rede ist, könnte es sich sowohl um Macrovision als auch CSS handeln, wobei DVDs mit Macrovision-Schutz heutzutage sehr selten sind. Dieser Schutz wurde vor allem zu Beginn der DVD-Ära eingesetzt, als es noch keine DVD-Brenner gab, und das Kopieren auf (S)VHS die einzige Möglichkeit der Vervielfältigung war. Ich habe noch einige alte Computer Bild-Ausgaben von 2001, damals gab es dort noch einen DVD-Verkaufsführer, der auch die verwendeten Kopierschutzverfahren auflistete. Schon damals waren weniger als die Hälfte der DVDs mit Macrovision geschützt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Neue DVDs haben schon lange kein Macrovision-Bit mehr, da man die Leute, die eine DVD auf analogem Wege kopieren, an einer Hand abzählen kann. Ist für die Industrie nicht mehr relevant. Ist ja sowieso ein Wunder, dass die Industrie weiterhin an der Meinung festhält, der CSS-Schutz sei wirksam, eigentlich ist das gar kein Schutz, sondern nur eine Verschlüsselung, und die Schlüssel sind bekannt.

EDIT: Manchmal lässt mich das Gedächtnis doch im Stich. Ich habe mal probeweise die Computer Bild 15/2003 vom Stapel gegriffen. Von den 10 vorgestellten DVDs sind 8 kopiergeschützt, alle mit CSS. Bei 5 dieser 8 DVDs befindet sich zusätzlich der Macrovision-Schutz. Nur 2 DVDs ("Otto - Die DVD" und "Der Wüstenplanet") sind gar nicht geschützt.

Liebe Grüße,
Mario
« Letzte Änderung: 12. Jun. 2009, 21:01 von cassettenfreund »