Autor Thema: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern  (Gelesen 30294 mal)

Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #50 am: 14. Aug. 2011, 19:39 »
Das wäre mir eine absolute Premiere, sollte mir ein je AC-Band aus Wolfen mit schwarzer Rückseite zulaufen.
Ich kenne diese Bänder in etlichen Schattierungen von Braun über Ocker bis Rot, aber Schwarz?
Die CS- und CPS-Typen kenn ich nur in Ocker.
und solange mir oder dir kein altes 104 über den Weg läuft, lass ich das so stehen, und es gilt "Nichts genaues weiß man nicht".
Dürfte nur schwer werden, ein solches Band heute noch aufzutreiben...
Die Schwarze Rückseite, egal ob in glanz oder matt, kenne ich so ausschließlich nur von den Polyesterbändern.

Hast du ein einziges Typ CS50/ CPS50 /104 alt in deinem Bestand?
Ich will es sehen! Genauso wie das weiße Typ 115!

Ich habe fertig.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten! :P

Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #51 am: 16. Aug. 2011, 03:23 »
Hallo Kabelsalat,
Du willst mir doch nicht erzählen, das Du nicht ein Normalband auf Acetatbasis von ORWO Wolfen besitzt das eine schwarze Rückseite hat?
Unerheblich ob es zusätzlich noch eine Bezeichnung auf der Rückseite hat.
Natürlich habe ich welche im Bestand, sonst würde ich nicht solche Feststellungen treffen.
Kann es sein, das Du nicht eines Deiner Bänder mal gegen den Himmel oder einer anderen Lichtquelle gehalten hast?
Natürlich kann ich von den entsprechenden Bändern Aufnahmen machen. Ich kann mir aber gleich vorstellen was dann kommt...

Im übrigen heisst es: Ich möchte es sehen.
Um die Form des guten Tons zu waren.
Hier lesen noch andere mit.

Gruß aus Hamburg,
Volkmar


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Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #52 am: 16. Aug. 2011, 22:14 »
Ich habe so einiges an Acetat-Bändern aus Wolfen in meinem Archiv, als da wären:
Agfa Wolfen CH, CHL, CR, CRL
Orwo CR50, CR35, CPR50/ 100, CPR35/ 110, CS35, CPS35/ 112.
Nicht ein einziges davon ist "hinten" schwarz.
CH ist durchweg braun bis braunrot, je nach Charge.
Die frühen CR waren rot, die späteren CR neutral braun. Die CPR-Typen waren ebenfalls braun und hatten einen sehr hell durchscheinenden Wickel.
CS und CPS sind ockerfarben durch die gelb gefärbte AC-Folie.
Natürlich habe ich so ziemlich alle Bänder in meinem Bestand mal gegens Licht gehalten, sonst wüsste ich das nicht.
Durscheinend sind im übrigen auch nicht alle, scheint wohl chargenabhängig zu sein...
Dafür sind ein paar Exemplare Typ 103 und 113 ganz minimal durchscheinend, aber das ist ja wieder Polyester.
Meine 104 sind ausschließlich die "neue" Version auf Polyester, die haben nen schwarzen Rückguss.
Hergestellt Mitte- Ende der 80er.

Kann es sein, dass du Labormuster, Prototypen oder sowas in der Art erwischt hast?
Wenn du schon sagst, dass du etliche Bänder in Dessau (?) abgestaubt hast.
Würde einiges erklären...

Was die Wortwahl angeht:
Sorry vielmals, aber:
Mir platzt einfach der Kragen, wenn mir da jemand unterstellt, ich würde Unsinn reden.
Ich bin ja sonst n ruhiger Mensch, aber bei sowas, da hört's bei mir auf!

Zitat
Natürlich kann ich von den entsprechenden Bändern Aufnahmen machen. Ich kann mir aber gleich vorstellen was dann kommt...

Wie darf ich das verstehen?
kennen wir uns?
Etwas präziser dürft's schon sein, von mir aus auch per PN, wenn's denn sein muss.

Gruß an Volkmar von anderen Ende Deutschlands...
und natürlich an alle anderen.
Und gut Nacht.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten! :P

Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #53 am: 20. Aug. 2011, 04:52 »
Hallo Kabelsalat,

Erstmal vorab, ich habe niemals gesagt ds Du Unsinn schreibst.
Zumal ich sofort bei dir war als Du die Liste der Band Typ Erkennung anhand der Chargennummer veröffentlicht hast.

Ich verstehe Deine Äusserungen in #52 nicht.
Bänder aus der Zeit vor der Änderung des Nummernsystems standen nicht zur Diskussion.
Ich dachte wir schreiben nur über die Bandtypen 100 und grösser?

Das Du bei den aufgelisteten Bandtypen nichts schwarzes findest wundert mich nicht, da findest du eher ein AGFA-Band West was durch AGFA-Ost hergestellt wurde weil Leverkusen noch keine fertige Magnetband Fertigung hatte.

Irgendwann schreibst Du was vom 103er und 113er, es geht hier eigentlich nur um Standard- nicht um Langspielband, wo Bänder durch scheinen und du feststellst: Das ist ja wieder Polyester.
Hast Du Dir mal die Frage gestellt ob es wirklich Polyester ist? Der Typ 103 ohne Rückseitenbeschriftung ist mir bislang immer als nicht Durchsichtig bekannt und ein Polyesterband.
Was ist aber mit den Bändern mit Rückseitenbeschriftung?
Meine 103er scheinen durch und ich kenne keine PE oder PVC Bänder die Durchscheinen.

Kann es sein, das zwischen dem Typ 100 und 104 Studio- oder Standardbänder geliefert worden die auf Acetatbasis beruhten?
Kann es sein, das diese Bänder auch noch schwarz auf ihrer Rückseite sind?
Das muß doch Ziel sein.

Ich glaube schon das ich Dich richtig einschätze, sonst würde nicht so ein Statement von Dir folgen:
Kann es sein, dass du Labormuster, Prototypen oder sowas in der Art erwischt hast?
Wenn du schon sagst, dass du etliche Bänder in Dessau (?) abgestaubt hast.
Würde einiges erklären...

Das lässt nicht nur auf absolutes Nichtwissen über die Magnetbandfertigung Ost schließen...

Bitte Unterstellen Sie mehr aber lesen Sie vorher richtig....





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Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #54 am: 20. Aug. 2011, 16:12 »
Durchscheinende PE-Bänder kannte ich bis vor ein paar Jahren auch nicht, aber es gibt/ gab sie, definitiv.
Kommt aber sehr selten vor, ich schiebe das einfach mal auf chargenabhängige Schwankungen in der Folienbeschaffenheit.
Ich hatte vor ein paar Jahren ein Exemplar eines Agfa (West) PE31, das sehr stark durchscheinend war - leider ist es beim meinem Umzug verloren gegangen. :(

Nur ein paar wenige meiner 103 sind durchscheinend, andere wieder nicht. Und das betrifft sowohl Bänder mit als auch ohne Aufdruck.
Auch ein paar durchscheinende Typ 120 haben sich zwischenzeitlich eingefunden - und die waren ja von Anfang an auf PE-Basis. Die sind aber vor ein paar Jahren größtenteils entsorgt wurden.

Die restlichen Typen hatte ich nur mal der Vollständigkeit erwähnt.
Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass "104" nicht gleich "104" ist.
Warum man im Hause Orwo eine schon einmal vergebene Typbezeichnung ein zweites mal verwendet hat, ist mir schleierhaft.

Die Chronologie aus Hajos Orwo-Seite sagt folgendes:
1967 -> CS 50, später CPS 50 (AC)
[...]
1969 - > neues Kennzeichnungssystem:
[...] aus CPS 50 wird Typ 104
[...]
1977 -> Typ 104 (neu) <- PE
und *das* war dann die "schwarze" Ausführung auf Polyester. Zehn Jahre nach dem ersten "104", das halt zur Zeit seiner Einführung noch "CPS50" hieß.
Verwirrend, das...
Meine Erfahrungen mit diesem Band sind durchwachsen.
Von 3 nacheinander gekauften 1000m-Bändern läuft eines noch einwandfrei, die beiden anderen haben geschmiert und mussten entsorgt werden.

Mit Filmkitt oder zur Not auch Aceton ließe es sich definitiv feststellen, ob ich PE oder AC vor mir habe, aber damit würde ich mir die Bänder versauen, daher lasse ich das jetzt mal.
Ich will sie ja noch benutzen. ;)

Um nochmal auf die Fotos zurückzukommen:
1. Du hast meine Frage in Post #52 dazu nicht beantwortet.
2. Mittlerweile hast du mich soweit, dass mir das auch nicht mehr im geringsten ausreichen würde.
Ich bin erst zufrieden, wenn das corpus delicti *in meiner Hand* liegt.
Abgesehen davon, dass es jetzt schon gut ein Jahr her ist, da ich dich nach Fotos gefragt habe...
Für das Ablichten der Bandrückseite tut es ja auch ein Scanner. Hast du einen?
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten! :P

Offline Joschi

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #55 am: 25. Apr. 2012, 21:09 »
Guten abend,
nachdem ich jetzt noch einmal das gesamte Thema durchgelesen habe, möchte ich die von Kabelsalat in Antwort #44 genannte Tabelle mit meinen Chargen-Nummern ergänzen:

Typ               Nr.
PS25           66****
103             50****
112             40****  41****
113             90****  91****  92****  95****
114LH         82***** (7-stellig)
115LH         45****
116LN         44****
120             63****  65****  66****  67*****  68****
121LN         01****  02****
122LN         03****  04****
123LH         95****  98****  24**** (?)
130             71****  72****
131LN         10****
131LH         10****

Interessant vielleicht auch die auf den Bandrückseiten aufgedruckten Chargen-Nummern der AGFA-Wolfen Bänder aus meiner Sammlung:

Typ              Nr.
CH               57****  58****  59****  60****
C                 56****

Vom Typ CPR35 bzw Typ 110 habe ich leider nur eine Schachtel und kein Band.

Gruß
Joschi

Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #56 am: 26. Apr. 2012, 02:32 »
Hallo Joschi,
danke für die Vervollständigung der Chargennummern von Kabelsalat.
Da das PS25er Band in den Typ 120 umbenannt wurde erscheint mir ein Doppelnennung logisch.
Probleme habe ich mit dem Typ 123LH mit der Nummer 24****. Das passt irgendwie nicht.
Die 123er Bänder zur ORWO AG Zeit (ca. 3/4 Jahr) waren mit der 98**** versehen.
Zur GmbH Zeit (Treuhand) wurde meines Wissens kein 123er Band mehr hergestellt, nur noch 122er in schwarzen Hüllen.
Wenn denn die Nummer 24**** stimmen sollte muss diese Charge eher am Anfang des 123er Typs gestanden haben.
Hast Du die dazu gehörende Hülle? Da steht evtl. das Verpackungsdatum drauf.
Ein 131er LN kenne ich überhaupt nicht.
Ist das Band aus der DDR oder wurde es im RGW Gebiet verkauft?
Ich frage nach dem RGW-Gebiet da ORWO anscheinend ältere Bandtypen, die nicht mehr produziert wurden, unter anderem Band-Typ verkauft hat.
Was bei mir wieder die Frage aufkommen lässt warum die Studio-Bänder, hier Typ 106, mit dem Zusatzstempel: Rdf, DDR oder Exp. versehen waren.
Welche Qualität war besser?
Wenn Bänder in das Devisen-Gebiet exportiert wurden ist das Ergebnis klar: Exp, Rdf und dann DDR
Sollten die Bänder allerdings nur im RGW Gebiet exportiert worden sein, würde ich das schreiben: Rdf, Exp und DDR

Die C und CH Bänder des VEB AGFA Wolfen haben meines Wissens als erste beide Ziffern das Produktionsjahr.

Das war es fürs Erste.
Ich weiß das ich noch eine Bringschuld habe.

Gruß aus Hamburg
Volkmar
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Offline Joschi

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #57 am: 26. Apr. 2012, 19:53 »
Hallo Volkmar,

Da das PS25er Band in den Typ 120 umbenannt wurde erscheint mir ein Doppelnennung logisch.

Ja, das habe ich mir auch gedacht. Deswegen habe ich am Ende der mail auch beide Bezeichnungen für den Typ 110 angegeben. Leider habe ich da kein Band zur Schachtel.


Probleme habe ich mit dem Typ 123LH mit der Nummer 24****. Das passt irgendwie nicht.

Diese Angabe habe ich noch von Kabelsalat übernommen. Ich kann sie nicht verifizieren, da ich solches Bandmaterial nicht habe.

Ein 131er LN kenne ich überhaupt nicht. Ist das Band aus der DDR oder wurde es im RGW Gebiet verkauft?

Typ 131 LH, nicht LN. Die Schachtel ist eine ganz normale ORWO-Schachtel mit dem Viertelkreis. Von daher gehe ich davon aus, dass es ein DDR-Produkt ist. Leider war das Band, als ich es bekam, stärker verklebt als ein Shamrock-Band. Beim Umspulen löste sich dann auch die Magnetschicht von der Trägerfolie, so dass ich das Band nur noch etntsorgen konnte.

Was bei mir wieder die Frage aufkommen lässt warum die Studio-Bänder, hier Typ 106, mit dem Zusatzstempel: Rdf, DDR oder Exp. versehen waren.
Welche Qualität war besser?

Rdf dürfte für Rundfunk stehen, Exp für Export und DDR für den Verkauf auf dem Binnenmarkt. Wenn das tatsächlich verschiedene Qualitäten bezeichnet, dann ist die Frage nach dem Unterschied berechtigt. Leider kann ich dazu keine Aussage machen.

So viel für den Moment. Einen schönen Abend noch wünscht
Joschi

Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #58 am: 26. Apr. 2012, 21:24 »
Typ 131 Low Noise (Mitte/Ende 70er, weißer Karton) wurde später zum Typ 131LH, mit derselben Nummer. Ob es sich dabei nur um eine Umbenennung oder tatsächlich um eine andere Rezeptur handelt, kann ich nicht sagen. Jedenfalls hatten beide die 10.... vorweg.
Dürfte aber für den Gebrauch egal sein, denn auch diese beiden Typen leiden unter der Kleberitis :(
Teilweise sogar bis zur Selbstzerstörung unter Bildung vieler brauner klebriger Krümel...

Nach dem 123LH mit der 24 muss ich nochmal suchen, kann aber sein, dass ich es inzwischen entsorgt habe.
Meine Orwo-Bestände dezimieren sich quasi von selbst.
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Offline Joschi

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #59 am: 29. Apr. 2012, 09:12 »
Hallo,
nachdem ich nun die Spulen etlicher ORWO-Bänder mal durch den geschirrspühler gejagt habe ist mir aufgefallen, dass auf einigen Spulen nicht ORWO aufgeprägt ist sonder EVB 1,15 (bei 15er Spulen). Nun ist mir klar, dass das der Preis für die Spule war. Die Frage ist jetzt, wurden diese Spulen auch ab Werk verwendet oder hat da der Vorbesitzer mal neue Spulen gekauft und die Bänder dann auf diese Spulen umgespult?

Gruß
Joschi

Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #60 am: 01. Mai. 2012, 12:32 »
Moin Joschi.

Durch den Geschirrspüler?  :?
Werden die da nich stumpf? (Ich kanns selber nicht testen, hab keinen Geschirrspüler.)
Ich reinige verdreckte Spulen mit Isopropanol.

Ich hab auch schon bei etlichen Bändern Spulen ohne Orwo-Logo vorgefunden, hab aber auch kein Plan, ob die da so schon original mit drin waren.
Achja: EVP, nicht EVB (Endverbraucherpreis). ;)
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Offline Joschi

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #61 am: 01. Mai. 2012, 21:07 »
Hallo Kabelsalat,

Achja: EVP, nicht EVB (Endverbraucherpreis). ;)

ja, richtig. EVB waren ja die Erfurter Verkehrsbetriebe. Lustiger Tippfehler am Rande.
Zurück zum Thema - ja, ich schicke die Spulen durch den Geschirrspühler. Das haben alle Spulen bisher klaglos ertragen. Allerdings fallen danach die aufgeklebten Labels bei z.B. BASF-Spulen ab (alle anderen auch). Wer also Wert auf orginalgetreue Spulen legt, für den ist diese Methode nichts.

Gruß
Joschi

Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #62 am: 03. Mai. 2012, 02:15 »
Hallo Joschi,
nach meinen Erfahrungen mit ORWO Bändern, als gebürtiger Hamburger, wurden die ORWO-Bänder auf Spulen mit ORWO Logo gewickelt.
Das gilt allerdings nur bis zur Wende-Zeit.
Der 122er Typ war bis zum Ende 1994 unter dem ORWO-Logo auf grauen 15er Spulen zu finden.
Der 123er Typ war auf klaren 22cm Spulen ohne Logo aufgespult, verpackt unter ORWO AG.
Es scheint, das alle Spulen ab Nachkriegsproduktion, sowohl als AGFA/ORWO als auch RFT oder EVP Spulen vorhanden waren.
Wobei AGFA und ORWO als Original-Spulen mit den Original Bändern versehen waren und die RFT und EVP Spulen als Leerspulen erhältlich waren.

Im übrigen lasse ich an meine Spulen nur Wasser und Seife.
 
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Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #63 am: 03. Mai. 2012, 02:30 »
Hallo Kabelsalat,
Du schriebst in #58: "Nach dem 123LH mit der 24 muss ich nochmal suchen, kann aber sein, dass ich es inzwischen entsorgt habe.
Meine Orwo-Bestände dezimieren sich quasi von selbst."
Ich habe da nähernden Erläuterungsbedarf.
Das der Typ 121 nicht gerade stabil ist, ist mir bekannt.
Der Typ 131 ist auch sehr grenzwertig.
An sonsten habe ich immer miese Erfahrungen wegen der Bandablösung bei zu straff gewickelten Bändern.
Es scheint als wenn diese Bänder nur selten 3 Motorer ertragen.
Gruß Volkmar
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Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #64 am: 06. Mai. 2012, 08:39 »
Moin Volkmar,
das betreffende Band ist leider nicht mehr da, aber ich meine mich zu entsinnen, dass es eins auf 10er-Spule war, und daher fast ausschließlich auf meinem Tesla Uran gelaufen ist. Und der Wickelzug bei dem Gerät ist ja eh kurz vorm Durchhängen. ;) Geklebt hats trotzdem.
Ansonsten auch mal auf einem SG561 oder B116.
Überhaupt kommen die Owo-Bänder bei mir nur selten auf die A77 [einziger 3-Motorer in meinem Haus], da sie sich mit deren Einmessung nicht gut vertragen ;)
Es tönt einfach zu... "dünn", also im Bassbereich, dafür recht spitz. Und für meinen Geschmack etwas zu mittenbetont.
Das mit dem verstärkten kleben bei festem Wickel ist mir auch schon lange aufgefallen, aber zu der Zeit, als ich die Orwo-Senkel noch öfter verwendet habe, hatte ich keinen 3-Motorer.
Das B116 hat aber selber ordentlich gezogen, und darauf liefen sie meistens.

Grüßle, Philipp.
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Offline Bee Gee 53

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #65 am: 06. Mai. 2012, 15:17 »
Hallo  Leute,
ich möchte auch mal etwas zu den ORWO- Bändern sagen, nehme seit 1967 damit auf..
erst mit dem Tesla- URAN, dann 4-spur mit Tesla B4, B54, usw.  Seit 1971 mit B100,
dann  B115, B115, CM 130. Auch Unitras und Philips nehmen diese Bänder gut an!
Habe mir aus Orwo-Bändern 26'er Spulen zusammengestellt..laufen wunderbar auf der N7300!  Einmal hat mir ein Band Ärger gemacht, war ca. 20 Jahre nicht mehr gelaufen.
Es schmierte und klebte, die Schicht fiel regelrecht ab und versaute den ganzen Kopfbereich sowie das Gehäuse. Das Band konnt ich natürlich nur noch entsorgen...
Das war wirklich eine Sauerei..........Das war ein Typ 121... Ansonsten habe ich nur mit PS 25, 122 LN-540m gearbeitet. Auch Typ 122 LN 730m.
Natürlich klingen manche der älteren Aufnahmen nicht mehr ganz so toll wie damals,
ist aber schön, wieder mal in seine Anfänge als Tonbandamateur reinzuhören....
Bin auch mit dem Typ 130(Triple Play) sehr zufrieden.
Welche ich eklig finde, sind die ganz alten CPR oder CPS, also die fast roten...die schmieren wirklich...
Mit dem Typ 131 LN hatte ich bisher auch keine Schwiergkeiten.
Muß aber noch erwähnen, daß ich mit BASF-Bändern nicht so gute Höhen erzielt habe.
( auf Tesla Maschinen) vielleicht liegt es ja  an der Einmessung...
Ich bin nicht so genau wie ihr, nun die ganzen Daten der Bänder zu katalogisieren,
für mich zählt, welche Bänder gut laufen.
So, das war meine Meinung zu dem Thema.

Gruß aus Gera im schönen Thüringen

Jörg






Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #66 am: 07. Mai. 2012, 01:01 »
Hallo Jörg,
ich gebe Dir vollkommen Recht, entscheidend ist welche Bänder gut laufen.
Warum ich so hinter den ersten beiden Ziffern auf den Vorlaufbändern her bin hat einen einfachen Grund:
Auch ich fülle 18, 22, 25 und 26cm Spulen mit ORWO-Bänder.
Bei Original verpackten Bändern ist es sicherlich kein Problem.
Bei Bändern aus der Bucht ist das schon problematischer, da ist nicht sicher gestellt ob das Band das in der Hülle steckt auch dem entspricht was draußen draufsteht.
Manchmal ist nicht mal mehr die Original-Verpackung vorhanden.
Zwar lassen sich Bandgenerationen grob an der schwarzen oder braunen Rückseite erkennen aber nicht unbedingt der Bandtyp.
Zur besseren Unterscheidung ist es schon hilfreich die ersten beiden Ziffern zu kennen.
Nicht das man aus versehen ein 122er mit einem 123er auf die Spule packt, oder ein 122er mit einem 131er.
So heftig unterscheidet sich ja ein DP Band nicht von einem TP Band.
Und auf keinen Fall will ich ein Typ 121 auf der Spule haben, da ich die gleichen schlechten Erfahrungen machen musste wie Du.
Den Bandtyp kann man nach einem Durchlauf als Klarsichtband für eine Lichtschranke verwenden.

Die Acetat-Bänder vom Typ CS oder CPR landen bei mir in die Tonne.
Auch bei den C, CH und CHL Bändern von AGFA-Wolfen bin ich nicht sehr gnädig.

Als ich Anfang der neunziger den Typ 122 in die Hände bekommen hatte habe ich 2 Tandberg TD20A, eine Revox A77 und 2 Grundig TS1000 auf diesen Typ einmessen lassen. Es ist schon sehr erstaunlich was aus diesem, angeblichen, "Ost-Schrott" herauszuholen ist. Gut, man muss Kompromisse eingehen, nicht unbedingt IEC kompatibel und es hat eine nicht gerade gleichmäßige Beschichtung, bei 19cm/Sek. fällt das nicht auf.
Wenn überhaupt.

Gruß aus Hamburg

Volkmar
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Offline Bee Gee 53

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #67 am: 08. Mai. 2012, 18:18 »
Hallo Volkmar,
ja gut, wenn Du Wert drauf legst.....Es war mir bisher egal, ob und welche Nummern da drauf stehen. Ich konnte eh nur ORWO Bänder in der DDR kaufen, was anderes gab es ja nicht.
Bin sozusagen damit großgeworden....früher habe ich ja nur mit  der4,75 und 9,5 aufgenommen,
als dann eine B116 mein Eigen wurde /1850,00 Ostmark), war natürlich auch die 19 angesagt.
So, und da ich alle Bänder, (inzwischen über 300), selber gekauft habe, war auch nie eins vertauscht! Außer, mal hat mal bei einem Umtrunk die Hüllen verwechselt. Aber am nächsten Tag beim Sortieren habe ich es gemerkt und richtig gestellt...........
Doch die Zeiten sind vorbei, hab damals mit TB's Disco gemacht. Mit 2 B730 und dem B116,
laufen heute noch gut! Mittlerweile sind noch CD's und Videos, DVD's hinzugekommen, doch
Band bleibt nun mal Band!!! Lege auch gern mal ne LP auf,  aber keinen Fall MP3's, das klingt mir zu dünn.
Am besten von der Qualität waren wirklich die schwarzen Bänder. Habe auch einige Dreifachbänder, den Typ 131 LN 540m auf 13'er Spule, laufen eigentlich noch sehr gut.
Man muß halt nur beim Spulen etwas aufpassen.....
Wie schon gesagt, laufen die ORWOS auf meiner Philips sehr gut.
Auch Grundig kommt damit gut zurecht.
So, meine Gattin ruft zum Essen...

Gruß Jörg
 

Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #68 am: 01. Mär. 2014, 19:40 »
[...]
Ich weiß das ich noch eine Bringschuld habe.

Gruß aus Hamburg
Volkmar

Moinmoin...
Schön, dass du es weißt. Aber:
Wirst du diese Bringschuld in diesem meinem oder deinem Leben noch einlösen?
Ich möchte nicht ungeduldig erscheinen, aber es sind schon fast 3 Jahre ins Land gezogen, seit meiner Frage, ob es möglich wäre, von dem Objekt der Begierde ein Bild zu erstellen.
Bis jetzt ist nichts dergleichen geschehen.
Kurz und knapp:
1.) Hast du eine Kamera oder einen Scanner?
2.) Sind die Bänder (also das weiße Typ 115 und das schwarze AC-104) griffbereit oder musst du sie erst "ausgraben"?

Und: 3.) warum dauert das mehrere Jahre (ohne das was passiert)?

Ich erwarte eindeutige, sachliche und klare Antworten.

Bis dann.
Kabelsalat.
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Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #69 am: 16. Jul. 2014, 20:59 »
weitere 4 Monate und immernoch nicht mal der Hauch einer Antwort...
wunderschön...








ich geh kotzen.  :censored:

Bis neulich.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten! :P