Autor Thema: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern  (Gelesen 30141 mal)

Offline HJS

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #25 am: 27. Feb. 2008, 22:47 »
Wie weiter oben von Kabelsalat schon erwähnt, war auch der TYP115 auf der Rückseite schwarz.

Gruß
Hajo
Viele Grüße
Hajo

Offline holgerha

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #26 am: 28. Apr. 2008, 15:22 »
Hallo Manuel,
ich weiss zwar nicht, ob es von irgendwelchem Wert ist (aber das ist ja beim Sammeln von Details oft so).
Also - ich hab hier eine kleine Sammlung von Tapes (geerbt).
Ich kann weder sagen, welcher Typ es ist, noch kann ich es erraten - ich bin da ziemlicher Neuling.
Trotzdem möchte ich eine Seriennummer beisteuern.
Sie stammt von einem Band, das in einer ORWO-Schachtel des Typs 120 steckt.
In dem Konvolut sind aber auch andere Bandsorten (z.B. CR35) so dass es durchaus vertauscht worden sein kann.
Auch ist die Oberfläche nicht so glänzend wie ich es von den Typ120-Bändern normalerweise kenne.
Vielleicht aber hilft es ja beim Detailsammeln,

Gruss
HH

Offline cassettenfreund

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #27 am: 28. Apr. 2008, 15:51 »
Hallo Holger,

wenn du Probleme bei der Identifizierung hast, solltest du dir diese Seite einmal ansehen: http://www.orwo.de.ms

Dort sind sämtliche Typen aufgelistet, die AGFA Wolfen bzw. ORWO produziert hat, auch mit den Farben der Vorder- und Rückseite eines Bandes, verschiedenen Kartonagen, Spulen und noch vieles mehr.

Leider ist es oft vorgekommen, dass der vorherige Besitzer die Bänder mal vertauscht hat. Die Typzuordnung ist bei ORWO jedoch relativ einfach, wenn man weiß, ob man ein Normal-, Langspiel-, Doppenspiel- oder Dreifachspielband in den Händen hält, ist man schon auf einem guten Weg.

Liebe Grüße,
Mario

Offline holgerha

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #28 am: 29. Apr. 2008, 22:26 »
Hi Mario,
Danke für den Tip!
Irgendwie bin ich da schonmal hingestolpert - vermutlich hab ich hier im Forum einen Link gefunden. :D
Was mir aber noch immer fehlt, ist eine Möglichkeit, unbekannte Tapes zu identifizieren.
Ein CPS35 und ein CR35 kann ich nicht auseinander halten - unter dem Link fand ich auch keine Lösung.
Und wenn ein Vorbesitzer die Hüllen vertauscht hat??
Ich dachte (hoffte mehr  ;) ), daß die Profis hier im Forum eine Lösung haben.

Meine andere Frage war aber, ob Du an den Seriennummern Interessiert bist - ich hatte das so verstanden.
Falls nicht - vergessen wir das einfach.
Auch liebe Grüße
HH

Offline cassettenfreund

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #29 am: 29. Apr. 2008, 23:51 »
Man kann diese beiden Typen schon auseinanderhalten. Sie haben nämlich ein anderes elektroakustisches Verhalten. Wenn mich nicht alles täuscht, ist das CPS 35, welches später der Typ 112 wurde, höhenempfindlicher als das CR 35, welches bei der Änderung des Kennzeichnungssystems abgeschafft wurde. Man müsste also, um diese beiden Typen unterscheiden zu können, auf dem gleichen Gerät bei gleicher Bandgeschwindigkeit den selben Inhalt aufspielen und schauen, wo die Höhen stärker ausgeprägt sind. Hierfür eignen sich Vierspurgeräte in Kombination mit langsameren Bandgeschwindigkeiten sehr gut. Problematisch wird es dann allerdings, wenn der Inhalt der Bänder keine Überspielung zulässt.

Liebe Grüße,
Mario

Manuel (der Fliege)

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #30 am: 30. Apr. 2008, 00:44 »
Hallo!

Wie sieht es denn mit dem Duft aus? Gibt es diesbezüglich zwischen CPS 35 und dem CR 35 einen Unterschied? Das CPS 35 hat zumindest einen markanten Duft.

Außerdem hat das CPS 35 eine ockerfarbene Bandrückseite - da dürfte die Unterscheidung eigentlich leicht fallen. Oder gab es CPS 35 auch mit "normal" brauner Rückenfarbe? Auf Hajo´s Übersicht zumindest nicht.

Grüße,
Manuel
« Letzte Änderung: 30. Apr. 2008, 00:57 von Manuel »

Offline holgerha

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #31 am: 30. Apr. 2008, 11:14 »
 :P :P
Zitat
Wie sieht es denn mit dem Duft aus? Gibt es diesbezüglich zwischen CPS 35 und dem CR 35 einen Unterschied? Das CPS 35 hat zumindest einen markanten Duft.
Ich weiß jetzt nicht, ob ich das ernst nehmen soll...
Nach 30 Jahren ein markanter Duft - ich weiß nicht  :)
Und wie stellt man den überhaupt fest? In den Beutel schuppern oder etwas Band direkt in die Nase  ???  :D :D

Aber die Bandfarben - das könnte helfen.
Vorder- und Rückseite unterscheiden sich - ob aber Hellbraun oder Dunkelocker die bessere Beschreibung ist?
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die Farbtöne unabhängig von Farbfehlern der Kameras, Scanner und Monitore zu bestimmen?
So eine Art RAL-Liste?

Liebe Grüße
HH

Offline cassettenfreund

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #32 am: 30. Apr. 2008, 12:10 »
Das kannst du ruhig ernst nehmen. Selbstverständlich riechen verschiedene Fabrikate wegen der unterschiedlichen Rezeptur auch anders. Und der Duft entsteht nicht erst nach 30 Jahren, der ist schon immer da. Zum Feststellen des Geruchs einfach die Nase an den Wickel halten, dann dürftest du etwas riechen.

Liebe Grüße,
Mario

Manuel (der Fliege)

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #33 am: 30. Apr. 2008, 12:42 »
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die Farbtöne unabhängig von Farbfehlern der Kameras, Scanner und Monitore zu bestimmen?
So eine Art RAL-Liste?

Hallo,

ich finde Hajo´s Übersicht eigentlich sehr aussagekräftig, er hat von allen Bandsorten die Vorder- und Rückseite fotografiert, die Farben sehen unverfälscht aus, wenn ich seine Bilder mit meinen Bändern vergleiche.

Aber natürlich ist das mit den Bildern auf dem PC-Bildschirm so ´ne Sache, das Zusammenspiel von Grafikkarte, Treiberdateien und Monitor spielt da schon eine Rolle...

ORWO-Bänder mit ockerfarbenem Bandrücken und mit leicht rötlicher Tönung auf der Schichtseite sollten CPS 35 sein. Den Duft kann ich schwer in Worte fassen - ein Versuch: Schuhcreme?!? Wer findet einen besseren Begriff? :)

Gruß,
Manuel

Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #34 am: 30. Apr. 2008, 18:15 »
Ich finde, den Geruch kann man nur schwer beschreiben.
Es ist aber erwiesen, dass sich Gerüche generell schwer benennen lassen.
Aber wer einmal ein paar CPS35 / Typ 112 gerochen hat, erkennt es definitiv wieder. ;)
@holgerha:
Die alten Cx/Cxx Bänder erkennt man daran, dass der Träger etwas... ja, "faserig" aussieht, die Polyesterbänder dagegen sind spiegelglatt.
Vom Typ 120 gab es sowohl die Variante mit brauner und schwarz glänzender Rückseite. Welche nun zuerst da war, weiß ich allerdings nicht.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten! :P

Offline holgerha

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #35 am: 03. Mai. 2008, 02:50 »
Also erstmal Danke für Eure Antworten.
Ich hab mich mal auf Schnüffeltour gemacht - im Ergebnis kann ich aber nur sagen, daß die Tapes wohl ziemlich oft in verräucherter Umgebung benutzt wurden  ;)
Aber im Ausschlußverfahren mit Hilfe von Hajos Liste werde ich es wohl noch schaffen.
Zur schwarzen Rückseite (Typ120/130) kann ich was beitragen: Die kam (etwa Mitte der 70er Jahre) _nach_ der braunen Rückseite.
Ob sie den PS-Typen vorbehalten war, weiß ich allerdings nicht.
Man findet sie aber auch bei den Kassetten, wo ja auch PS-Material eingesetzt wurde.
Gruss
HH

Offline cassettenfreund

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #36 am: 03. Mai. 2008, 08:53 »
Ab wann die schwarze Rückseite beim Typ 120 und 130 vorzufinden war, kann ich sogar noch präzisieren. Im Jahr 1975 führte ORWO mit dem Typ 113 die Langspielfassung des Typs 120 ein. Dieser hatte von Beginn an eine schwarze Rückseite, und die Typen 120 und 130 wurden auch schwarz.

Bist du dir bei den Kassetten sicher? Ich hab mehrere ORWO K60-Bänder und industriell vorbespielte Bänder, die das gleiche Bandmaterial besitzen, und keines davon ist schwarz. Verwechselst du das mit den Chromdioxidbändern?

Liebe Grüße,
Mario

Offline holgerha

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #37 am: 16. Mai. 2008, 01:49 »
Ja Mario, Du hast Recht - ich hab Unsinn geschrieben (zumindest bin ich mir bei den Kassetten nicht sicher).
Die Kassetten haben zwar PS-Material - die Rückseite des Bandes sieht man aber bei Kassetten wegen der aussen liegenden Schicht nur sehr selten.
Ich nehme den Bezug auf die Kassetten also zurück - Sorry für die Verwirrung.
Lieben Gruß
HH

Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #38 am: 18. Mai. 2008, 09:36 »
Och, es gab sehr wohl auch in den Owro-Kassetten Bänder mit schwarzer Rückseite, dort allerdings matt.
Hatte schonmal das eine oder andere Exemplar in den Fingern.
Und: nein, es waren keine Chromdioxid-Bänder!
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten! :P

Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #39 am: 18. Mai. 2009, 06:04 »
Leider lässt sich anhand der Chargennummer auf dem grünen Vorlaufband kurz vor der Klebestelle zum Magnetband kein ORWO-Band klassifizieren.
Als ich Anfang der neunziger Jahre in Wolfen war habe ich nach dem Schlüssel gefragt.
Nur wenn man das Produktionstagebuch besitzt lässt sich das Produktionsdatum und die Maschine entschlüsseln.

Es ist richtig das die Magnetbänder aus der vor ORWO-Zeit, also AGFA-Wolfen, immer Buchstaben als Bandbezeichung hatten.
In der Übergangsphase wurde eine Kombination aus Buchstaben und Nummern als Magnetbandtyp vergeben.
1969 wurde ein neues, selbstsprechendes, dreistelliges Nummernsystem eingeführt:

Die erste Stelle steht für den Verwendungszweck: 1 für Magnetband, 7 für Vorlauf-oder Klebeband etc.
Die zweite Stelle steht für die Banddicke: 0 Normal 1 Lang 2 Doppel 3 Tripelspielband
Die dritte Stelle für die Entwicklungsstufe

Leider unterschlägt die Liste vom Cassettenfreund die Tatsache das es den Typ 104 zwei mal gab, einmal Acetet einmal PET Band.
Das 104er Aceteat (104alt) ist an einer schwarzen glatten Rückseite zu erkennen.
Das 104er PET (104neu) an einer matten Rückseitenbeschichtung.

Der Magnetbandtyp 106 hat auch zwei unterschiedliche Rückseitenbeschichtungen (Schwarz und Weiß)

Die Typen 103, 104, 106, 108, 115, 120, 130 haben eine Rückseitenbeschichtung.

Ab 1976 wurden keine Acetat-Bänder für die normale Tonbandanwendung in Wolfen oder Dessau hergestellt.
Nur noch Bespurungsbänder für die Filmvertonung, die lassen sich einfacher an den Film kleben.

Achtung: Wenn jemand ein 108er in der Bucht anbietet ist vorsicht geboten.
Dieser Typ ist in den 90ern entwickelt worden und nicht in die Massenproduktion gelangt.

Das 122er in der schwarzen Hülle wurde nach 1990 produziert mit dem Vorteil den Rohstoffzugang zum Westen zu haben.

Das 121er Band hat eigentlich nur zwei Aufgaben: Die Geldbörse zu leeren und die Mülltonne zu füllen.

Gruß Volkmar

 

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Offline cassettenfreund

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #40 am: 18. Mai. 2009, 08:09 »
Leider unterschlägt die Liste vom Cassettenfreund die Tatsache das es den Typ 104 zwei mal gab, einmal Acetet einmal PET Band.

Die Liste ist nicht von mir, sondern aus dem Tonbandbuch für alle von Hanns Rolf Monse und erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. ;)

Die Typen [...] 120, 130 haben eine Rückseitenbeschichtung.

Das möchte ich sehen. Zeig mir ein 120er-Band mit Rückseitenbeschichtung. Und das 130 ist ein Dreifachspielband. Da ist ja die Rückseitenbeschichtung schon so dick wie das gesamte Band. :lol: Diese beiden Bänder waren auf der Rückseite immer aalglatt, von Rückseitenbeschichtung keine Spur.

Liebe Grüße,
Mario

Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #41 am: 18. Mai. 2009, 13:16 »
Hallo Mario,
du hast Recht.
Da habe ich mich falsch ausgedrückt.
Die Rückseite des 120er und 130er Typs ist Schwarz.
Die Wickeleigenschaften dieses Doppel- und Dreifachspielbandes ist m.E. wesentlich besser als beim 122er/123er bzw. des 131er Typs.

Von einer Rückseitenbeschichtung wie beim 115ern 104er, 106er oder den PER/PEM Bändern von AGFA/BASF kann natürlich nicht die Rede sein.

Gruß Volkmar
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Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #42 am: 20. Mai. 2009, 14:28 »
Noch ein paar kleine Korrekturen:
Typ 106 gibts nur mit weißer Rückseite, Typ 103 hat keine Rückseitenbeschichtung, nur einen Aufdruck, und das auch nicht bei allen Exemplaren (vermute mal, das wurde irgendwann abgestellt).
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten! :P

Offline HJS

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #43 am: 24. Mai. 2009, 21:59 »
... Typ 103 hat keine Rückseitenbeschichtung, nur einen Aufdruck, und das auch nicht bei allen Exemplaren (vermute mal, das wurde irgendwann abgestellt).

Bedruckt wurden nur die 103-er Bänder, die auf Bobby konfektioniert waren.
Das 103-er auf Spule für den Heimgebrauch war blank.

Viele Grüße aus Athen
Hajo
Viele Grüße
Hajo

Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #44 am: 19. Sep. 2010, 18:55 »
Muss nochmal was nachtragen.
Ich hab mich beim durchlesen des Threads mal durch mein Archiv gegraben, bezüglich der Zuordnung vom Bandtyp zur Seriennummer auf dem Kennband.
Meine bisherigen Ergebnisse (normalerweise 6-stellige Nummern):
Typ    Nr.
103 > 50****
112 > 40****/ 41****
113 > 91****
114LH > 82***** (7-stellig)
115LH > 45****
116LN > 44****
120 > 63****/ 65**** - 68****
121LN > 01****/ 02****
122LN > 03****/04****
123LH > 95****/ 98****/ 24**** (?)
130 > 72****
131LN/ 131LH > 10****

Das wärs erstmal an dieser Stelle...
Grüßle, Kabelsalat.
« Letzte Änderung: 21. Sep. 2010, 22:50 von Kabelsalat »
Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten! :P

Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #45 am: 21. Sep. 2010, 01:00 »
Die Zuordnung nach den ersten Nummern ist eine interessante Variante.
Ich habe mal nach den 122er Bändern gesehen, Verpackungsdatum 11.10.89, die fangen ebenfalls mit 04 an.
Das hat aber noch keine Aussage, da ich reichlich ORWO 122er habe.
Beim 123LH Band kann ich die Anfangszahl 98 beisteuern, allerdings auf 22er Spule ORWO AG.
Beim 106er Profi-Band bleibe ich bei meiner Aussage das es sowohl in schwarzer wie auch weißer Rückseitenbeschichtung produziert wurde.
Ich hatte selber den Überraschungseffekt als ich die erste 115er Spule in weiß vor mir sah.

Gruß Volkmar

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Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #46 am: 21. Sep. 2010, 22:50 »
[...]
Beim 123LH Band kann ich die Anfangszahl 98 beisteuern, allerdings auf 22er Spule ORWO AG.
Zeigen! :D
Wieviel Stellen hat die Nummer?

Beim 106er Profi-Band bleibe ich bei meiner Aussage das es sowohl in schwarzer wie auch weißer Rückseitenbeschichtung produziert wurde.
Ich hatte selber den Überraschungseffekt als ich die erste 115er Spule in weiß vor mir sah.
Hm...
Meine 106 waren durch die Bank weg weiß, ein 115er hab ich hier, und das ist schwarz, mit Aufdruck.
Auffälligerweise kamen meine Typ 115 mit gelben und roten Vorlaufbändern (statt grün und rot). Waren 4 Stück, von denen 3 unbrauchbar waren dank Schichtfehler - war das reinste Dropout-Gewitter. Schlimmer als ein altes abgenuddeltes Agfa CH :mrgreen:
Kannst du evtl. Bilder oder Scans der Bandrückseite beisteuern?
Merci villmol... ;)

Philipp

***schnip***
98 in meiner Liste hinzugefügt.
***/schnip***
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Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #47 am: 22. Sep. 2010, 04:32 »
Das ORWO 123 LH aus ORWO AG Zeiten hat in meinen Beständen durchweg eine 6-Stellige Chargen-Nummer.
Die ersten beiden Ziffern haben die 98, die weiteren haben 5629 oder 5860.
Das die weiteren Nummern so konstant sind erklärt sich m.E. darin das ich Anfangs der 90er Jahre die Bänder kartonweise in Wolfen abgeholt habe.
Ich bin immer davon ausgegangen das es den Typ 115 LH nur mit schwarzer Rückseitenbeschichtung gegeben hat und dann gibt es dieses eine Band... in Weiß.
Es hat die Nummer 45 am Anfang. Das das 115er Band mit gelben Vorspannband daher kommt wundert mich nicht. Es gehörte damals zu den Profibändern und war wohl nicht für den normalen Bürger zu kaufen.
Das Dropout-Gewitter oder anders gesagt je näher sich die DDR ihrem Ende zu bewegte steigerten sich die Beschichtungsfehler kenne ich.
Deshalb kann ich ORWO Band nur im 19er Betrieb empfehlen und das Bandgerät muß auf das Band eingemessen sein.
Ein 122er Typ auf einer eingemessenen Grundig TS 1000, einer Tandberg TD 10x oder 20A macht richtig Spaß.
Ich habe keine Digital-Camera, werde aber wenn es die Lage zulässt Bilder der entsprechenden Rückseiten beisteuern.
Allerdings benötige ich dann wohl Eure Hilfe.

Gruß Volkmar
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Offline Kabelsalat

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #48 am: 13. Aug. 2011, 13:38 »
Ich muss nochmal was nachtragen:
Es gab sehr wohl Typ 113 ohne die schwarze Beschichtung, müssen wohl aus den allerersten Serien stammen.
Die Bänder riechen echt merkwürdig, ganz schwer zu beschreiben.
Und es sind definitiv Orwo-Bänder, die Klebestellen zum Vorlaufband waren original, als ich sie bekommen hab.

Das alte Typ 104 unterscheidet sich vom neuen 104 durch die ockerfarbene Rückseite, wie beim Typ 112 (und *nicht* schwarz wie im Post #39).
Ich hatte mal kurze Zeit lang ein paar Schnipsel davon (Schultonbänder) - die waren allerdings so "fertig", dass ich sie nur noch entsorgen konnte. Hohlkrümmung wie Sau.

So, alle Klarheiten beseitigt.
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Offline Wickinger

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Re: Identifizierung und zeitliche Zuordnung bei ORWO Tonbändern
« Antwort #49 am: 14. Aug. 2011, 02:38 »
Ich bleibe bei der Aussage in Post #39:

Das 104er Aceteat (104alt) ist an einer schwarzen glatten Rückseite zu erkennen.
Das 104er PET (104neu) an einer matten Rückseitenbeschichtung.

Zitat: 1969 wurde das Studioband CS 50 U6 bzw. CPS 50 U6 in das 104 umbenannt.
Quelle: Die Filmfabrik Wolfen, Aus der Geschichte, Heft 6. Seite 39
Herausgeber: Industrie- und Filmmuseum Wolfen e.V. Mai 2000

Die alten Acetat-Bänder lassen sich an ihrem Essig-Geruch und oder an einem Durchscheinen erkennen, wenn der Wickel gegen Licht gehalten wird.
In meinem Band-Lager gibt es zudem noch Hüllen die die Aufschrift Typ 100 CPR 50 U6 tragen, Acetat-Band.

Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist Äusserungen, wie in #48 geschehen, zu machen die Gastleser und Forenangehörige vor vermeintlich vollendete Tatsachen stellen.
M.E. ist es sinnvoller den entsprechenden Bandtyp und sein Erscheinungsbild dazu zu stellen und dann kann man darüber diskutieren.

Ich möchte die von Kabelsalat gemachte Äusserung zum Typ 104 nicht ablehnen, bezweifele sie aber da die Studiobänder ab Typ 100 bis 104 meines Wissens eine schwarze Rückseite hatten. Es geht hier nicht um eine Rückseitenbeschichtung zur Verbesserung der Wickeleigenschaften.

Gruß aus Hamburg
« Letzte Änderung: 14. Aug. 2011, 05:28 von Wickinger »
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