Autor Thema: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck  (Gelesen 20197 mal)

Offline Donzerge

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #25 am: 30. Dez. 2005, 19:46 »
Hallo Gunther,

wir befinden uns hier in einem Forum das sich schwerpunktmäßig mit
analoger Bandtechnik beschäftigt. Es bietet einen breiten Spielraum für Erfahrungsaustausch und natürlich auch etwas Nostalgie.

Deine Ausführung zur Mini-Disc, die Du auch an dieser Stelle wieder
mit einer deutlichen „Verachtung“ der Kassette präsentierst, werden
hier wohl nicht viele teilen.

Ich verurteile Deine Meinung zur Mini-Disc selbstverständlich nicht,
weil ich finde das jeder mit dem Medium arbeiten sollte, das ihn am
besten zufriedenstellt. Die Mini-Disc wäre für mich auch die allerletzte
Wahl, aber für Dich ist sie genau das Medium das Du gesucht hast.
Also ist doch alles in bester Ordnung.

Es ist eine endlose Diskussion, und wir lieber Gunther sind auch vor längerer
Zeit schon an anderer Stelle (80er Jahre Forum) aneinander geraten,
was die Wahl des richtigen Mediums angeht.

Dieses Posting ist weder böse gemeint, noch soll es ein Angriff auf Gunther sein,
den ich persönlich überhaupt nicht kenne. Es soll nur wieder einmal den Unsinn
der Analog/Digital Diskussion aufzeigen.

Bei mir spielen, wie bei vielen anderen auch, noch eine Menge Emotionen mit.
Diese wird kein digitales Medium erreichen ;-)

Gruß
Michael K.
"Ganz Deutschland wird im Geschmacksdiktat der unteren Mittelschicht ersäuft" Max Goldt (2005)

Offline TBS-47-AUDIOCLUB

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Re: TDK
« Antwort #26 am: 31. Dez. 2005, 10:52 »
Und das zu Silvester...

...Irgendein Takt vom Minidiskgerät ist dann im Radio zu hören. Du hast bestimmt schon Störungen vom Mobiltelefon im Fernseher oder Radio gehört, wenn es in unmittelbarer Nähe zum Gerät liegt. Solche Störungen gehen prizipiell auch vom Minidiskgerät aus, eigentlich von jedem digitalen Gerät! Andreas, DL2JAS

...nun ja, lieber Andreas (u. die anderen), ich weiß nicht was Ihr für Radios,Tuner o.ä. habt... ich weiß nur, daß ich seit 1997 täglich mit MD-Geräten (auch PC) arbeite u. nebenbei auch das Radio mal läuft... aber Störgeräusche von MD-Playern ???? - Selbst Neonröhren in einer Entfernung von 3 Metern produzieren beim Einschalten via Lautsprecher keine Kackse...

...und von den ca. 30 Leuten die ich kenne u. die auch MD-Geräte nutzen, habe ich soetwas auch noch nie gehört; ganz zu schweigen davon, daß jedes (MD-)Gerät hier in Deutschland normgerecht entstört sein muß, wenn es in den Handel geht!!!

Bitte präzisiere mal, was da eigentlich ein Störgeräusch abgeben soll...

Trotzdem Euch allen alles Gute für 2006, Euer Gunther

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Manuel (der Fliege)

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #27 am: 31. Dez. 2005, 18:36 »
Achtung, Funker-Alaaarm! Sorry Niko, wir schweifen vom Thema ab...
Hallo Gunther!

Aus meiner langjährigen Praxis als SWLer, CB-Funker und Funkamateur kann ich Dir sagen: Fast alle Geräte, die Du im Haushalt findest, stören mehr oder weniger. Die stärksten Störungsverursacher sind:

(1) Computer, Spielekonsolen, Drucker, Flachbettscanner
(2) Staubsauger, Waschmaschinen
(3) bestimmte Fernsehgeräte und Videorekorder
(4) CD-Player usw.
(5) Lichtschalter, Küchen- und Haushaltsgeräte
(6) Mobiltelefone, Cell-Phones, "Handys"

Zu (1)
Störungen äußern sich vor allem auf Kurzwelle und UKW durch vermehrtes Rauschen und/oder Brummen. Das Brummen kommt meist nur vom PC-Monitor (ich spreche von den "normalen" Röhrengeräten) und dessen Zeilentransformator. Das Brummen kann man manchmal durch andere Bildschirmauflösungen beseitigen. Die Zeilenwiederholfrequenz und Bildwiederholfrequenz spielen dabei eine Rolle. Bei mir stört am Wenigsten die Einstellung 640x480 bei 24bit Farbe und ca. 60 Hz. Aber auch 1024x768 ist manchmal empfehlenswert.
Spielekonsolen können auch Rauschen, Prasseln oder Brummen verursachen. Geräusche ändern ihren Klang in Abhängigkeit dessen, was für Bilder gerade "gesendet" werden.
Festplatten sind ebenfalls relativ starke Störquellen, namentlich dann, wenn gerade die Schreib-/Leseköpfe aktiv sind.

Zu (2)
Des Staubsaugers Motor stört, das kann man vergleichen mit der Zündung vom PKW, weil die Störung durch schnell aneinandergereihter, kleiner Funken verursacht wird. Die Waschmaschine hat auch ´nen Elektromotor.

Zu (3)
Hatte mal einen Videorekorder von ORION, das war ein schlimmer QRM-Verursacher. (QRM = Störungen aller Art, Funkerjargon). Auf den oberen Kurzwellenbändern sowie im 6-m-Amateurfunkband teilweise QRM von 9+10 db! Steckte ich den Videorekorder aus, war der Spuk vorbei.
Und wenn meine Nachbarin, die direkt Wand an Wand unter mir wohnt, ihren billigen Universum-Fernseher einschaltet, gibt es Rauschen satt! Sogar wenn der Fernseher im "stand-by"-Zustand ist, hört es sich bei mir auf Kurzwelle so an, als würde jemand einen Bierdeckel an die Speichen eines sich drehenden Fahrrades halten. Mittlerweile habe ich dieses Problem aber gelöst, die Störung der Nachbarin hält sich in Grenzen.

Nebenbei bemerkt: Je neuer ein TV-Gerät ist, umso eher gehen davon Störungen aus. Alte Geräte aus den Siebzigern stören/störten zwar auch, aber es handelte sich dabei mehr um ein leises Brummen auf nicht allen Frequenzen. Neue Fernseher jedoch verursachen manchmal ein Rauschen auf sämtlichen Bändern, ja, manchmal stören sich die Fernseher gar selber, gerade bei den tieferen Frequenzen, VHF-Band III, Kanäle 2 bis 4, da sieht man dann so komische Flecken oder Streifen im Bild. Wie sich die Bildstörungen äußern, hängt stark vom Gerät ab und kann von Gerät zu Gerät sehr unterschiedlich sein.

Zu (4)
Mein CD-Player stört meinen Fernsehempfang erheblich, weil beide Geräte weniger als 1 Meter Abstand zueinander haben. Und das bei analogem Kabelempfang und hochwertigen, doppel abgeschirmten 75-Ohm-Koax-Kabeln. Nun stell Dir mal vor, Gunther, Du hast einen hochempfindlichen, weil guten Kurzwellenradio. Du hörst eine schwächere Station aus Lateinamerika auf dem Tropenband. Mit Zimmerantenne. Und Du schaltest so einen CD-Rekorder ein. Aus und vorbei, Du hörst nichts mehr von der weit entfernten Station!
Sogar auf UKW steigt der Rauschpegel an. Gut, beim stark einfallenden Ortssender merkt man das nicht. Aber darum geht´s mir bei meinem Hobby ja nicht. So, da wäre ich wieder beim Kassettendeck bzw. Kassettenrekorder. Da gibt´s keine Störungen. Auch nicht beim Benutzen einer Zimmerantenne und wenn Radioempfänger und Aufzeichnungsgerät nebeneinander stehen UND mittels Audio-Kabel miteinander verbunden sind.

Übrigens, um mal auf Niko´s Thema zurückzukommen: Heute abend verwende ich die Compact Cassette, um den Jahreswechsel von BBC London auf der Mittelwellen-Frequenz 648 kHz aufzunehmen.

Zu (6)
Der typische Handy-Sound: "Täck-tä-tä-täck, ...". Diese Störung tauchte bei mir eigentlich nicht beim Radioempfang, sondern bei Außenaufnahmen mit einem Mikrophon auf. Bei Ansammlung größerer Menschenmassen ist das mittlerweile fast unvermeidlich. Gut abgeschirmte Mikrofonkabel sowie bessere Kassettenrekorder können diesem Problem ein Ende bereiten.


Alles, was ich jetzt in diesem Thread geschrieben habe, trifft immer und überall (in mehr oder minder starker Intensität) zu. Das hat überhaupt nichts mit den verwendeten Geräten zu tun, sondern dies liegt eben in der Natur der Sache. Es gibt weltweit Millionen von Kurzwellen-Hörern und Funkamateure, die Dir jederzeit das bestätigen können, was ich gerade geschrieben habe. Wir reden hier wirklich nur von den "Basics", es gibt z.B. beim Siebel Verlag oder beim vth jede Menge Fachliteratur gerade über dieses Thema.

Also, ich habe gerade versucht, zu erklären, was man allgemein unter "Störnebel" versteht. Das ist die Summe aller im Haushalt verursachten Störungen. Abhilfe verschaffen kann man sich durch den Einsatz von Außenantennen (Dachantennen) und gut abgeschirmten Antennenkabeln. Generell gilt, störendes und gestörtes Gerät möglichst weit voneinander räumlich zu trennen. Es gibt bestimmte Mindestabstände bzw. bei der Zulassung von Rundfunkgeräten etc. müssen bestimmte Mindestwerte eingehalten werden in Bezug auf ungewollte Störungsverursachung und Unempfindlichkeit gegenüber störenden Beeinflussungen von außen, darauf hast Du, Gunther, wohl angespielt. Im Zuge der Harmonisierung innerhalb der EU usw. genügt jetzt das allseits bekannte "CE"-Zeichen. Die alten FTZ-Prüfsiegel mit Bundesadler gibt´s schon lange nicht mehr. Der Hersteller muß nur eine Konformitätsbescheinigung nachweisen.

Also, um den Störungen zu entkommen, ist das Beste immer noch eine Dachantenne.
Da ich aber hier zur Miete wohne und nicht für jedes Frequenzband eine Antenne samt Masten und Rotor aufbauen kann/darf, muß es eben manchmal die selbstgebastelte, gut angepaßte Zimmerantenne sein. Da fängt man sich eben auch sämtliche Störungen mit ein. Ist nun mal so. Wie gesagt, ich habe überhaupt keine Probleme damit, weil ich konsequent nur Geräte benutze, die nicht stören bzw. störende Geräte von Stromnetz nehme, bevor ich mit meinem Grundig Satellit 700 auf "Weltreise" gehe. Obendrein wohne ich im obersten Stock eines Hochhauses und bin weit und breit der höchste Punkt in meiner nächsten Umgebung. Da kann man auch mit Zimmerantennen erstaunliche Ergebnisse erzielen.

Für die Funker unter uns: Mit einer Sendeleistung von 40 Watt habe ich im August 2000 ein QSO mit einer Station aus New South Wales in Australien geschafft. Die verwendete Antenne war Marke Eigenbau, ca. 1,5 Meter lang, horizontal, über meinem Fenster im Zimmer. Stehwelle 1:1 (ohne Antennen-Tuner!) auf 28 MHz. RST 515, naja, das ist gar nicht mal so schlecht. Später mit einem Halbwellen-Strahler auf dem Dach konnte ich Australien meist mit S7, manchmal S9 auf 10m arbeiten.

Somit ist also alles in bester Ordnung, hoffe, daß es weiterhin so bleibt und wünsche uns allen ein gesegnetes Jahr 2006!

Nochmal sorry für die Abschweifung vom Thema.
Fazit: Kassettendecks bzw. Kassettenrekorder sind unschlagbar für SWL-Zwecke bzw. bei aktivem Funkbetrieb. Gunther, paß auf: Hast Du schon mal einen MD-Rekorder in unmittelbarer Nähe eines 100-Watt-Senders ausprobiert? Wahrscheinlich nicht. In Berlin gibt´s meines Wissens viele aktive Funker. Besuch mal einen und mach die Probe aufs Exempel, dann können wir weiterreden. Schließe den MD-Rekorder direkt mit einem Audiokabel an das Funkgerät an, drücke auf die Sendetaste und freue Dich auf die vielen lustigen Symbole, die dann auf Deinem MD-Rekorder-Display erscheinen.

Auch bei DX-peditionen haben mich kleinere, tragbare Kassettengeräte niemals im Stich gelassen.
Ach ja, Gunther, wie lange halten denn die Batterien bei einem tragbaren MD-Rekorder?
Um Batterien sparen zu können, müßte ich während den Pausen das Gerät immer wieder ausschalten und es ist öfter der Fall, daß ich blitzschnell die Aufnahme starten muß. Beim Einschalten des MD-Rekorders kommt bei mir erst mal ein "HELLO" im Display und eine kleine Initialisierungssequenz, außerdem ist die Menüsteuerung zeitraubend. Dafür hab ich echt keinen Nerv, wenn ich mich aufs Funkgespräch und eventuell aufs Funkgerät konzentrieren muß und obendrein die Rufzeichen der Gesprächspartner aufschreiben muß. Da hab ich keine Zeit für irgendwelchen digitaltypischen Aufnahme-Firlefanz, ich habe in der Eile auch nicht die Möglichkeit, die Lautstärke sauber einzupegeln. Ist sowieso schwierig, weil auf Kurzwelle sich die Lautstärke manchmal je nach Empfangslage ständig ändert. Ein einzelner, übersteuerter "Plopp" oder Knackser auf der Frequenz bringt die digitale Aufnahme zum Clippen. Dieses und ähnliche digitaltypische Probleme habe ich bei Verwendung von Magnetbändern überhaupt nicht.

Es muß schnell, einfach und höchst effizient sein. Dies trifft auf die Compact Cassette zu. Möglicherweise einer der Gründe, warum "Totgesagte länger leben", Niko. Die Kassette ist immer und überall voll einsatzbereit, auch auf wackeligem Untergrund, fällt mir gerade ein.

Ja, was passiert denn im Auto-CD-Player, wenn wir über ein Schlagloch fahren? Die CD kommt ins Straucheln! Gut, man hat noch einen Puffer-Speicher und mit ein wenig Glück geht´s schon gut. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie´s bei der MD in punkto Stoßfestigkeit aussieht. Egal - mit der Kassette gibt´s das Problem nicht. Ich kann den Kassettenrekorder sogar während der Aufnahme um seine eigene Achse drehen und gleichzeitig schütteln, das macht gar nichts. (getestet mit Grundig CR 110 und Maxell XL II oder BASF Chrome Extra II) Oh, die Frage ist natürlich erlaubt: Wann hat man schon so extreme Arbeitsbedingungen? Antwort: Man befestige ein leichtes Handfunkgerät sowie ein leichtes Diktiergerät (mit Magnetband-Kassette, versteht sich) an einen Drachen und lasse denselben steigen. In 30 Meter Höhe auf der Spitze eines Berges können die Herbstwinde recht stark sein.

Noch eine Anmerkung zu einem Deiner Kritikpunkte, Gunther:
Seit Anfang November 1991 benutze ich eine BASF Chrome Extra II als sog. "Schmierkassette". In den letzten 15 Jahren hat die garantiert mehr als 1000 Auf-/ und Wiedergabezyklen durchgemacht und ich benutze dieses Band heute noch!!!! Zwar hat das arme, kleine Magnetband schon einige Wellen an seinen Rändern, dies tut aber der Tonqualität keinen Abbruch. Immer noch wie am ersten Tag. Nur ein paar Drop-Outs am Anfang von Seite A, aber da war ich selber schuld, weil ich einst im Eifer des Gefechts die Kassette nicht richtig in den Rekorder eingelegt habe. Macht nix.

So, jetzt laß uns aber Schluß machen und uns aufs Hauptthema konzentrieren: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck?

Grüße & best 73s,
Manuel


Offline dl2jas

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #28 am: 31. Dez. 2005, 21:00 »
Lieber Gunther!

Manuel hat sehr weit ausgeholt. Hätte er nicht geschrieben, hätte ich eine ähnliche Antwort geschrieben, allerdings etwas kürzer und vermutlich auch prägnanter.
Für Deine Anwendungen ist bestimmt die MD bestens geeignet. Für Amateurfunk oder SWL taugt diese Technik eher nicht. Du schriebst was von Entstörung.  :lol: :lol: :lol:
Das heißt lediglich, daß Dein MD-Gerät keine Störungen an einem Radio, was am (Berliner) Kabelnetz angeschlossen ist, verursacht. Es ist nicht störungsfrei, die Störungen sind gerade mal auf ein Maß reduziert worden, womit der Durchschnittsverbraucher leben kann.

Manuel schrieb sinngemäß, besuche mal einen Funkamateur und höre welche Störungen vorhanden sind.
Ich lade Dich ein!
Mit Voranmeldung darfst Du DK0TU besuchen, die Sendeanlage auf dem Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin, Straße des 17 Juni!

Zitat
Für die Funker unter uns: Mit einer Sendeleistung von 40 Watt habe ich im August 2000 ein QSO mit einer Station aus New South Wales in Australien geschafft. Die verwendete Antenne war Marke Eigenbau, ca. 1,5 Meter lang, horizontal, über meinem Fenster im Zimmer. Stehwelle 1:1 (ohne Antennen-Tuner!) auf 28 MHz. RST 515, naja, das ist gar nicht mal so schlecht. Später mit einem Halbwellen-Strahler auf dem Dach konnte ich Australien meist mit S7, manchmal S9 auf 10m arbeiten.

Lieber Manuel!

Wann hören wir uns auf Band, z.B. mit einem Rufzeichen Delta Lima?!!


Andreas, DL2JAS

Offline TBS-47-AUDIOCLUB

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #29 am: 01. Jan. 2006, 13:12 »
Ja, klar...

u. schon munter im neuen Jahr???

Also, lieber Manuel, wenn`s nur um die Belange von "Funkern" geht, ist die Sache klar, da stört schon ein Wellensittich der vorbei fliegt... übrigens Danke für diese ausführlichen Erklärungen, die sicher nicht nur für mich interessant waren!

Ach ja, Gunther, wie lange halten denn die Batterien bei einem tragbaren MD-Rekorder?

Wenn Du den eingebauten Akku meinst... so kann man damit (zumindest bei älteren SONY-Geräten) anderthalb MDs aufnehmen (ca. 110 Minuten). Bei Wiedergabe läuft so ein Gerät entsprechend länger. - Zusätzlich kann man mit einem angedockten Adapter noch Batterien miführen... in wie weit sich dann die Aufnahmezeit verlängert, kann ich nicht sagen, da ich solche "Koppelmanöver" bisher nicht nötig hatte.

Um Batterien sparen zu können, müßte ich während den Pausen das Gerät immer wieder ausschalten und es ist öfter der Fall, daß ich blitzschnell die Aufnahme starten muß.

Soweit mir bekannt, schalten die portablen Recorder automatisch in den Batteriesparmodus. Und um dann eine "Blitzaufnahme" machen zu können, braucht man z.B. bei SONY-Geräten nur den Record-Schieber zu betätigen (die Einstellung der Aussteuerungsautomatik ist meist sehr nützlich), das dauert kaum länger als den Knopf am Cassettengerät zu drücken. Ganz abgesehen davon ist es u.U. auch ratsam das Gerät ständig auf Aufnahme laufen zu lassen. Schließlich nutzt sich da nichts ab u. man kann ggf. mit 2 Tastendrucken die gesamte MD wieder löschen, u. neu aufnehmen.

Ja, was passiert denn im Auto-CD-Player, wenn wir über ein Schlagloch fahren? Die CD kommt ins Straucheln! Gut, man hat noch einen Puffer-Speicher und mit ein wenig Glück geht´s schon gut. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie´s bei der MD in punkto Stoßfestigkeit aussieht.

In Punkto "Stoßfestigkeit" der (eingebauten) MD-Recorder im Auto ist nach Tests diverser Audiozeitschriften die MINI-Disc unschlagbar. Sie ist von allen Systemen gegen Störungen mit Abstand das beste! Dank eingebautem Schock-Pufferspeicher.

Gruß, Dein/Euer Gunther
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Manuel (der Fliege)

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« Antwort #30 am: 02. Jan. 2006, 20:23 »
Hallo Gunther,
danke für die Antwort bzgl. Stoßfestigkeit usw. Somit habe auch ich wieder mal etwas dazugelernt. Interessant auch der Record-Schieber bei SONY. Da ich zeitlebens einen großen Bogen um SONY gemacht habe, habe ich das auch nicht gewußt.

Hallo Andreas,
zur Zeit bin ich nicht QRV, weil unser Hauseigentümer seit Oktober 2004 damit beschäftigt ist, ein neues Dach inkl. Wärmeisolierung zu bauen. Gegenwärtig sind wieder die Handwerker auf dem Dach, um dort Solarzellen zu installieren. Antennen dürfen seitdem keine mehr aufs Dach, ich habe alles abbauen müssen. Tut mir leid, ich kann noch nicht sagen, wann die Bauarbeiten fertig sind bzw. ob ich mich jemals mit dem Hauseigentümer über die erneute Anbringung meiner Antennen einigen werde. Er sagte mir damals: "Ihre Antennen müssen weg, für immer!"  :(  Ja, jetzt steh ich da, hab eine Menge Geld für die Sachen investiert und kann´s nicht mehr nutzen. Werde aber vielleicht im Sommer auf dem Balkon einiges aufbauen, mal sehen... :wink:

Auf AFU-Bändern kann ich momentan höchstens 10m, Magic Band, 2m und 70 cm nutzen, dazu müßte ich aber erst wieder meine selbstgebauten Antennen aus der Bastelkiste hervorkramen für die Kurzwelle. Auf VHF bzw. UHF mit Zimmerantennen zu funken ist in einem Haus mit 8 Familien und Breitbandkabelanschluß nicht ratsam.  :mrgreen:

Sollte ein QTH-Wechsel bevorstehen und sich dadurch wieder die Möglichkeit für mich ergeben, desöfteren "drauf" zu sein, werde ich Dir Bescheid mailen.
Mein Shack ist kürzlich eh etwas umgestaltet worden, um Platz zu schaffen für meine kürzlich erworbenen Tonbandmaschinen, Plattenspieler und dergleichen. Die Funkerausrüstung ist gut verstaut in Umzugkartons unten im Keller. Mir tut´s zwar immer noch in der Seele weh, aber zum Glück hab ich ja noch unzählige weitere Hobbys und Familie/Freunde, die mich locker darüber hinweg trösten.

73 und Grüße an alle!

Manuel

Offline libertaryan

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #31 am: 02. Jan. 2006, 23:02 »
Hallo, alle miteinander,

habe mich heute erst im Forum angemeldet, bin HiFi-Fan und bevorzuge analog - aber nicht fanatisch, habe also auch Digitales. Mein vorletztes Cassettendeck war das TEAC V-8030 S (aus ca. 1995), hat mir gut gefallen und immer treue Dienste geleistet. Sehr rauscharm im Normalbetrieb, mit Dolbys (B/C/S) allerdings dann ohne Räumlichkeit. Praktisch für schnelle Aufnahmen ohne viel Pegeln und günstig in den Bandkosten. Ende 2004 habe ich mir dann meinen TRaum aus den frühen 80ern realisiiert (via ebay mal wieder): Tandberg TCD 3014. Tja, da ist das 12-13 Jahre jüngere Teac sofort in die Zweitanlage verbannt worden... Das erste Cassettendeck, das (für mich) richtig gut klingt. Räumlich und wirklich überzeugende Höhen. Muß man natürlich auch ein bißchen justieren (Azimuth z.B. MECHANISCH verstellbar...) Bringt 18 kHz mit < - 1 dB und 22 kHz  < -2 dB. Kann mit meiner TD-20 A SE natürlich nicht mithalten und auch nicht mit der Otari MX 55, aber nicht unbedingt schlechter als DAT: anders. Nicht wesentlich schlechter, als CD, allerdings kein Vergleich zum Vinyl-Original.

Also, das Tandberg werde ich noch lange nutzen, habe mir sicherheitshalber mal 100 CrO2-Cassetten auf Halde gelegt. So günstig wie heute gab's die nie (1 EUR für C90). In der Hoch-Zeit der Cassettendecks mußte man an die DM 10.- berappen. Tonbänder sind schwerer zu kriegen (Langspielband, für Normalspielband habe ich gottseidank ne Quelle).

Ich möchte einem Vorschreiber beipflichten: es kommt gerade bei Cassettendecks sehr darauf an, wie sie gebaut sind. Wobei man das vermutlich in einigen Jahren auch zu diversen Digitalgerätschaften sagen wird... Meine Beobachtung ist die, daß bei Einführung eines neuen Mediums zuerst sehr sorgfältig, diskret aufgebaute Geräte, "große Kästen" auf den Markt kommen. Die eigentliche Technik ist noch nicht hochintegriert. Mit zunehmender Zeit werden mehr und mehr Funktionen in ICs verpackt und somit miniaturisiert, auch die Mechanik vereinfacht. Mit steigender Stückzahl sinkt der Aufwand - und somit der Preis vor allem der Massenware. Einige Spezis stellen sich gegen den Trend und entwickeln sogar noch aufwendigere Geräte. Die besten Teile bekommt man entweder, wenn die Gattung ihren Zenith erreicht hat, das ist meist nach dem Auftauchen neuer Formate der Fall, oder wenn man frühe Profigeräte kriegt, die mit hohem Aufwand sorgfältig gebaut wurden, die dann teils modifiziert. Ersteres gilt für Cassettendecks, zweiteres z.B. für DAT.

Ciao

libertaryan

Offline A700

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #32 am: 03. Jan. 2006, 19:05 »
Hallo Forum,

zurück zu Nikos eigentlicher Frage. Ich nutze meine beiden Cassettendecks (Revox B 710 Mk II und B 215) nach wie vor. Dabei kommt es auch immer wieder einmal zu Neuaufnahmen, schwerpunktmäßig werden aber "alte" Cassetten ab ca. 1980 abgespielt, aufgenommen auf Geräten dieser Typen. Meine modernste Cassette ist die TDK MA-XG, traumhaft gut.

Inzwischen geht es mir ähnlich wie Andreas, die Report Monitors haben mich total begeistert.

Analoge Grüße
Bernd
Viele Grüße
A 700
________________

STUDER A 810 Halbspur-Stereo;  UHER Report Monitor 4200;
UHER CR 240

Offline Loewe-Opta62

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #33 am: 04. Jan. 2006, 00:21 »
Hallo zusammen,

auch bei mir wird noch ein Tape genutzt : Braun C1 Schubladendeck. Allerdings wie bei vielen nur noch zur Wiedergabe alter Bänder, Neuaufnahmen von Vinyl mache ich lieber mit den Spulengeräten.

Als Hintergrundmusik : Auf Braun TG1000 2-Spur mit 4,75cm/sec   22er Spule
Als Partymusik :          Auf SABA TG 564  4-Spur mit 9,50cm/sec   18er Spule
Archivierung :             Auf Braun (s.o)                mit 19,0cm/sec   22er Spule

Alle Aufnahmen in Stereo - außer bei Shellack und alten Mono-Singles oder LP´s. Dann mit dem Saba. Qualität ist mehr als ausreichend und
es passen bei 4-Spur mono jede Menge Tracks auf ein Band. Verwendet werden fast ausschließlich Metallspulen oder Braun Original Spulen.

Gruß
Marco   8)
Analog Sucht wird gestillt durch : Braun P1,A1,C1,T1,TG 1000,Saba TG 564, Loewe Opta Patricia Luxus Stereo und NSM Prestige 120 8)

Offline Cat_Girl

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #34 am: 23. Aug. 2009, 05:37 »
Hhmmm...

Hier einmal eine Aufstellung der (wichtigsten) Nachteile einer Audiocassette gegenüber der MINI-Disc:

1. Kein schnelles Anwählen von Titeln möglich.

Wer wirklich gute Musik draufhat auf einer Kassette wird sich nicht mit spulen rumbalbieren der hört eine Kassette

von Anfang bis Ende. Gut spulen ist für viele nervig aber wer Kassetten wirklich schätzt und liebt den störts nicht.


Zitat
2. Bandlänge kann oft nicht optimal bis zur letzten Sekunde ausgenutzt werden.

Geht bei meinen MiniDisc's auch nicht so optimal meistens habe ich 2-3 Minuten Rest die ich nicht verwerten kann.

Störend. Bei den meisten meiner mittlerweile 2006 Kassetten habe ich lediglich 10-30 Sekunden Rest und ist damit

viel optimaler aufgeteilt als ich das bei MiniDisc hinbekommen habe.

Zitat
3. Keine perfekte Teillöschung möglich.

Hmm kann ich nicht behaupten mein Bandzählwerk ist ziemlich akkurat was die Stnde angeht und damit ist Teillöschen

sehr wohl möglich. Und perfekt ist sie bei der MiniDisc auch nicht. Weil wenn ich ein 3:45Minuten Lied auf der

Minidisc lösche und anschließend ein 4:12 Minuten Lied draufspiele sollte es ziemlich knapp werden, denn den

Mehrplatzbedarf kann sich auch eine MiniDisc nicht aus den Rippen schneiden.

Zitat
4. Dropouts, besonders am Anfang/Ende des Bandes

Ja das kann passieren, allerdings kann das auch bei schlecht gefertigten MiniDiscs passieren. Da fängt der MD-Player

schonmal an zu springen und das klingt ehrlich gesagt sogar störender als wenn ich Knitter im Kassettenband habe.

Zitat
5. Kein sekundengenaues Starten möglich.

Hmm ich glaube jetzt sitzt jemand mit ner Stoppuhr vorm kassettendeck..... Was soll das bringen? Ob da nun ein

Zehntel ner Sekunde auf dem Band fehlt ist doch Pups.

Zitat
6. Lange Umspulzeiten.

Das variiert von TapeDeck zu TapeDeck. Zur Not tuts auch ein Doppeldeck mit Dubbing-Funktion. Außerdem kann es auch

bei CD's oder MiniDiscs passieren wenn diese bedingt durch schlechte Disc-Qualität mies bespielt sind das der

MD/CD-Player sich schonmal 2-3 Minuten nach einer Track-Index-Marke totsucht. Habe zufälligerweise eine SONY-MD wo

das der Fall ist.

Zitat
7. Kein „schneiden" von Aufzeichnungen möglich.

Warum soll ich Heimaufnahmen schneiden? Ich bin doch kein StudioMusikNutzer der die letzte Fidel noch hören will.

Sinnlos finde ich.

Zitat
8. Kein Verschieben von Titeln möglich.

Warum Titel verschieben? So eine Aussage kann man nur treffen wenn man unter 25 Lidern die max. auf eine MD passen

(bei sehr guter Qualität) nur 2-3 wirklich gute unter dem Müll hat. Das schöne bei einer kassette ist ja das ich nur

die Songs aufnehme die mir gefallen und nicht ganze Müll-CD's kopieren tue. Gut mit meinem MiniDisc-Recorder kann

ich auch aufnehmen aber das nur umständlich da lobe ich mir die Kassette doch viel mehr. Tape rein, Record Taste

drücken Pause lösen los gehts einfacher gehts kaum noch.

Zitat
9. Keine Beschriftung von Titeln möglich.

Wozu ist bitte der Einleger der Tapes da? Zum ***** abwischen vllt.?

Zitat
10. Keine sekundengenaue Laufzeitanzeige von Titeln oder der gesamten Cassette.

Der erste wirkliche Nachteil einer CC. Klar aber dafür ist die Kassette auch um Welten älter und daher natürlich

nicht so perfektionistisch veranlagt. Mich störts nicht nebenbei bemerkt.

Zitat
11. Keine Synchronaufnahme möglich.

Was ist bitte dann CD-Synchro? Bestimmt ne Einrichtung damit Kassetten schneller kaputtgehen oder wie?

Zitat
12. Hohe Anfälligkeit des Bandes gegen mechanische Beschädigungen.

Hier würde ich mich dann doch mal fragen was du alles mit den Tapes ankeilst? Steckst du die dinger in den Ofen bei

120°C? Oder läßt sie dann doch eher 80 Stunden in der Sonne liegen? Oder bearbeitest du das Band mit ner Säge? Fakt

ist eins meine ersten Kassetten sind aus den 70er Jahren und laufen heute noch so wie damals. Jede CD die ich hatte

hat nach spätestens 5-6 Jahren ins Gras gebissen weil ein minikratzer drauf war und der Player dadurch gehörig ins

schlingern kam.

Zitat
13. Spurlagenprobleme beim Abspielen von Fremd-Cassetten.

Dafür gibts ne Stellschraube am Tonkopf jeder mit ein wenig Ahnung kann das einstellen. Problem behoben.

Zitat
14. Bandrauschen u. Kopiereffekte.

Lol. Rofl: wenn du was aufnimmst ist immer ein Grundrauschen drin auch bei der MiniDisc weil das Rauschen wird von

der Quelle geliefert. Kopiereffekte kannste auch auf MiniDiscs haben wie das Ticksen von CD's wenn minikratzer drinn

sind. Das dürfte mit Abstand wohl auch das erbärmlichste Argument sein was ich hiermit im Zusammenhang gehört habe.

Ich mußte nur lachen weil irgendwie arm dran zu behaupten ne MD/CD wäre rauschfrei jedes Medium rauscht mehr oder

weniger!

Zitat
15. Nachträgliches Setzen von Startmarkierungen nicht möglich.

Wozu braucht man bitte so eine Funktion?

Zitat
16. Keine Pausenautomatik-Funktion.

Ist der Fingerdruck auf eine Pausentaste wirklich schon so schwer? Es gibt mittlerweile TapeDecks mit FB da ist noch

einfacher die Pause zu drücken. Auserdem schaltet mein tapedeck automatisch auf Pause wenn innerhalb 2 Sekunden kein

Titel kommt. Soviel dazu.......

Zitat
17. Gelöschte Aufnahmen können nicht wieder rückgängig gemacht werden.

Endlich wieder mal ein hochziehargument. ^^ stimmt rückgängig kann man eine Löschung von Tape nicht machen,

allerdings löscht niemand der Wert auf seine Kassetten legt leichtfertig irgendwas. Und rein theoretisch ist es

wieder einmal so eine Behauptung die hier zwar mal Wahrheitsgemäß ist, aber wieder nicht im Vergleich der Technik

steht. Ich vergleiche demnächst auch mal Äpfel mit Pflaumen, soll ja spaß machen.

Zitat
18. Keine 1:1-Kopien ohne Datenverlust möglich.

das ist nirgendwo möglich, jede Kopie ist schlechter als das Original nur fällt es bisweilen nimmer auf. Selbst bei

Kassetten ....

Zitat
19. Beim Postversand teurer als die MINI-Disc.

Da kann ich nicht mitreden, da ich noch nie Kassetten per Post verschickt habe. Klar ich sammle ja auch und

rausrücken tue ich keine einzige, da bin ich viel zu fanatisch veranlagt.

Zitat
20. Gleichlaufschwankungen möglich.

Toll damit muß man halt leben. Wieder so ein "Schwanzvergleich" mit Äpfeln und Pflaumen. Digitales Auslesen gegen

ein Gummiriemen-Laufwerk - Klasse Vergleich muß ich schon sagen.

Zitat
21. Keine genaue (Band-)Restlaufanzeige.

Mittlerweile sollte jeder der Kassetten nutzt eigentlich wissen das auf eine 60er Kassette circa 31 Minuten

draufpassen. Von daher brauche ich keine exakte Angabe außerdem kann man es ja auch am Bandwickel sehen inwieweit

noch ganze Lieder draufpassen. Auf eine 90er passen ungefähr 46,5 Minuten drauf

Zitat
22. Cassette hält keine Dauerbeanspruchung aus, wie z.B. 500-maliges Abspielen.

Ich nehme an du hast es wohl schon probiert oder? Wie gesagt jede kassette hält bei mir um längen länger als jede

CD/MD. Und Überspielen tue ich kaum warum auch ich erfreue mich ja an meiner Musik und nehme keinen Müll auf.

Außerdem weiß ich ja nicht was du fürn Tapedeck hast meine ORWO-Tapes sind garantiert mehr als 1000 mal gespielt

wurden weil ist ja meine Lieblingsmusik drauf die ich am Tag mind. 3-5 mal höre. ^^

Zitat
usw., usw., usw.

Jaja die CD/MD ist schon was feines wenn sie nicht so Bassarm und blechern klingen würde und das ist der große

Nachteil neben der Kratzeranfälligkeit. Jede Musikkassette kann dir einen dem menschlichen Gehör besser angepaßte

Musikqualität bieten als jegwede CD/MD. Eine Kassette hat satte Bässe, gute Mitten und ordentliche Hochtöne. Gut bei

den ORWO-Tapes muß man wissen wie man sie aufnehmen muß um die Hochtöne zu knacken, aber wenn man das geschafft hat

ist diese Klangdynamik nicht zu toppen.....

Zitat
Grüße... u. schöne Feiertage, Euer Gunther

Ebenfalls schöne Grüße und sorry das meine Antwort darauf so spät kommt ich bin ungezogen und hatte vorerst kein

Internet und bin rst jetzt hierauf gestoßen ^^. Cathy

Offline cassettenfreund

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #35 am: 23. Aug. 2009, 16:23 »
Hallo Cathy,

ich befürchte, dass der Gunther hierauf nicht mehr antworten wird, da er nur noch sehr sporadisch in den Tonbandforen unterwegs ist. Aber macht ja nichts, dann antworte eben ich. :D

Vorab nochmal: Ich bin keinesfalls ein Gegner der Kassette. Nicht umsonst habe ich diesen Nick gewählt. Gleichzeitig bin ich aber auch ein großer Freund der digitalen Audiotechnik.

Wer wirklich gute Musik draufhat auf einer Kassette wird sich nicht mit spulen rumbalbieren der hört eine Kassette

von Anfang bis Ende. Gut spulen ist für viele nervig aber wer Kassetten wirklich schätzt und liebt den störts nicht.

Grundsätzlich nicht verkehrt. Was ist aber, wenn ich einem Freund nur mal ein bestimmtes Lied vorspielen möchte? Oder wenn man selbst mal nur dieses eine Lied hören möchte? Dann ist eine Kassette eine weniger gute Idee. Ansonsten muss ich dir aber Recht geben. Eine Kassette hört man am Besten von vorne bis hinten durch. Ich hocke auch manchmal bis spät in die Nacht vorm Deck, um neue Mixtapes fürs Auto zusammenzustellen.

Störend. Bei den meisten meiner mittlerweile 2006 Kassetten habe ich lediglich 10-30 Sekunden Rest und ist damit

viel optimaler aufgeteilt als ich das bei MiniDisc hinbekommen habe.

Dann bist du ja ein richtiger Aufteilungskünstler. Mein Kompliment. :up: Ich habe auch manchmal mit ein paar Minuten Leerlauf zu kämpfen. Stört mich aber weniger.

Hmm kann ich nicht behaupten mein Bandzählwerk ist ziemlich akkurat was die Stnde angeht und damit ist Teillöschen

sehr wohl möglich.

Mal ganz abgesehen davon frage ich mich, wozu man das überhaupt braucht. Ich bespiele eine Kassette in einem Zug von vorne bis hinten. Um Teillöschung muss ich mir gar keinen Kopf machen.

Warum soll ich Heimaufnahmen schneiden? Ich bin doch kein StudioMusikNutzer der die letzte Fidel noch hören will.

Sinnlos finde ich.

Hier muss ich Gunther mal verteidigen. Er ist Tonamateur und muss daher sehr wohl schneiden.

Tape rein, Record Taste

drücken Pause lösen los gehts einfacher gehts kaum noch.

Aussteuern nicht vergessen. ;)

Zitat
9. Keine Beschriftung von Titeln möglich.

Wozu ist bitte der Einleger der Tapes da? Zum ***** abwischen vllt.?

Ich glaube, Gunther meint eher, dass das Kassettendeck den gerade laufenden Titel nicht anzeigen kann. Kann ich persönlich drauf verzichten.

Jede CD die ich hatte

hat nach spätestens 5-6 Jahren ins Gras gebissen weil ein minikratzer drauf war und der Player dadurch gehörig ins

schlingern kam.

Jetzt wirds interessant. Waren das gebrannte CDs oder Kauf-CDs? Bei gebrannten sollte man natürlich aufpassen, dass sie nicht zerkratzen. Das passiert am einfachsten, wenn man die CDs offen rumliegen lässt, anstatt sie nach dem Hören sofort wieder in die Hülle zu packen. Ganz kleine Oberflächenkratzer haben mir noch nie eine gebrannte CD vermurkst, genau dafür ist ja die Fehlerkorrektur da.


Dafür gibts ne Stellschraube am Tonkopf jeder mit ein wenig Ahnung kann das einstellen. Problem behoben.

Auch das ist wahr. Allerdings haben viele meiner Kassettengeräte noch eine versiegelte Azimuth-Schraube. Diese Versiegelung möchte ich ungern aufbrechen. Außerdem möchte ich nicht nach jeder Kassette, bei der ich den Azimuth verstellt habe, ein Oszi anschleppen, um die Azimuth-Einstellung wieder zu korrigieren.

Ich mußte nur lachen weil irgendwie arm dran zu behaupten ne MD/CD wäre rauschfrei jedes Medium rauscht mehr oder

weniger!

Das stimmt. Allerdings rauscht eine Kassette viel mehr. Ein einfaches Eisenoxid-Band schafft kaum mehr als 40 dB Rauschabstand. Die 16-bittige CD kann hingegen mit 96 dB Rauschabstand glänzen.

Für mich als Gelegenheits-DJ ist gerade das ein No-Go für die Kassette. Für das Beschallen von Festen ist sowohl die Kassette als auch die Schallplatte überhaupt nicht geeignet, weil das Rauschen einfach zu hoch ist. Da bleiben nur noch CDs übrig.

Zitat
18. Keine 1:1-Kopien ohne Datenverlust möglich.

das ist nirgendwo möglich, jede Kopie ist schlechter als das Original nur fällt es bisweilen nimmer auf. Selbst bei

Kassetten ....

Das ist nicht richtig. Digitale Kopien sind immer verlustfrei. Wenn auf dem Original ein Sample 0100111010101001 vorhanden ist, ist exakt dieses Sample auch in der Kopie enthalten. Somit bleibt die Information gleich. Würden digitale Kopien nicht verlustfrei sein, könnte man Computerprogramme gar nicht kopieren. Denn eine EXE-Datei funktioniert bereits nicht mehr, wenn nur 1 Bit anders ist als es sein sollte.

Im Übrigen kann ich auch gut kopierte Kassetten mit genauem Hinhören vom Original unterscheiden. Allein das Bandrauschen wird bei jedem Kopieren lauter, da sich das bereits vorhandene Rauschen mit dem Rauschen der neuen Aufnahme addiert. Und da eine Kassettenaufnahme nie ganz linear im Frequenzgang ist, ist der Klang auch immer ein klein bisschen anders.

Zitat
20. Gleichlaufschwankungen möglich.

Toll damit muß man halt leben. Wieder so ein "Schwanzvergleich" mit Äpfeln und Pflaumen.

Da hast du vollkommen Recht. Die Gleichlaufschwankungen sind bei guten Decks so gering, dass man sie eh nicht hören kann. Schallplatten sind da schon schlimmer.

Jaja die CD/MD ist schon was feines wenn sie nicht so Bassarm und blechern klingen würde und das ist der große

Nachteil neben der Kratzeranfälligkeit. Jede Musikkassette kann dir einen dem menschlichen Gehör besser angepaßte

Musikqualität bieten als jegwede CD/MD. Eine Kassette hat satte Bässe, gute Mitten und ordentliche Hochtöne.

Jetzt driftet es in den Voodoo-Bereich ab. Dass eine CD bassarm ist, ist ein Märchen. Eine CD kann mehr Bässe und Höhen speichern als 10 Kassetten gleichzeitig. Auf der CD hört man das Schallsignal so, wie es in der Natur auch vorkommt, der Frequenzgang ist bis zur Grenzfrequenz (21,05 kHz) streng linear ohne eine kleinste Abweichung. Eine Magnetbandaufnahme kann aber nie ganz linear sein. Die tiefsten Töne können nicht gespeichert werden, da sie zu viel Platz beanspruchen würden. Außerdem sinkt die Aussteuerbarkeit ab ca. 10 kHz immer weiter ab. Also nichts mit Höhenaussteuerbarkeit.

Wenn du bei der CD mehr Bässe haben willst, dann dreh doch einfach den Bassregler weiter auf. Ansonsten kann ich dir gerne mal eine bassreiche CD zeigen, die du nicht auf Kassette kopieren kannst, da die Kassette die starken Basstöne nur sehr verzerrt speichern würde.

Liebe Grüße,
Mario

Offline zuendi

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #36 am: 10. Jan. 2010, 12:19 »
Hallo allerseits,

ich bin neu hier - lese aber schon einige Zeit interessante Beiträge mit. Ich gehöre schon zum Club der alten Säcke, wohne in der Hauptstadt Brandenburgs und beschäftige mich mehr, oder weinger mit der mechanischen Instandsetzung von Kassettendecks. Die Fummelei macht eben Spass! Ich besitze etliche komplette Minianlagen von ehemals renomierten Herstellern. Mein Lieblingsgerät sind die besseren Grundig Minis (MCF-500 und 600), die ich inzwischen mechanisch mit geschlossenen Augen zusammenbauen kann. Aber das gehört nicht hierher, eventuell mal mehr bei Interesse in einem neuen Thread.

Dieser Thread ist ja nun auch nicht brandneu, aber ich bin mir sicher - es wird gelesen - irgendwann.

Es geht mir auch gar nicht so, um das Hauptthema, ob man noch Kassetten benutzt. Eigentlich kaum, es gibt "einfachere Lösungen"! Aber es ist doch immer faszinierend, wenn man sieht, da dreht sich was - in der "begehbaren Technik"  :D und man kann später seinen Enkeln mal zeigen, was zu unserer Zeit das Nonplusultra war.

Aber in den letzten Beiträgen, kam so ein wenig Unstimmigkeit auf, welche Aufnahmen besser sind, ob digital, oder analog. Es wird häufig die Meinung vertreten, das eine gute CD - also digital - den besten Sound und das gesamte Spektrum wiedergibt. Ich bin absolut kein Fachmann, in dieser Richtung, habe auch lange nicht die Ohren mehr dafür und gebe nur wieder, was ich höre und sehe. Und Hörempfinden ist doch immer auch subjektiv.
Aber gerade in der ersten Januarwoche (2010) haben sie im TV (ZDF - Mittagsmagazin) mit dem Mythos CD kräftig aufgeräumt. Eine CD klingt neimals so gut, wie eine gute analoge Aufnahme - so die Aussage, die auch mit Fakten und Messergebnissen (sichtbar) belegt wurden. Es fehlt die Dynamik und noch etliche Sachen, die ich hier nicht wiedergebe - nachher erzähle ich Mist - aus Unwissenheit. Auch ist der Frequenzgang zu gleichmäßig angepasst, das heißt, zu laute Stellen sind abgesenkt und zu leise angehoben und das war nie im Sinne des Komponisten. Kurz und gut, zur Zeit wandelt sich bei einigen das Hörempfinden und die CD ist nicht mehr das Novum ansich. Es lebe wieder die gute alte Schallplatte, die das alles viel besser kann und darstellt. Und viele Menschen kommen darauf wieder zurück und die Hersteller springen wieder auf den Zug auf.

Gruss zuendi

Offline niels

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #37 am: 10. Jan. 2010, 19:34 »
Och menno, nicht wieder digital-analog streiten. Zumal, lieber zuendi, es mir scheint, als wäre im Mittagsmagazin fehlverhalten der Produzierenden (Dynamikkompression, Eingriffe in den Frequenzgang) als Fehler der Technik dargestellt worden.

niels


Offline zuendi

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #38 am: 10. Jan. 2010, 22:13 »
Hallo Niels,

Du hast Recht, also zurück zum Thema.
Ja, ich nutze noch Kassettengeräte, aber mehr aus technischem Interesse, nicht zur Archivierung.
Erklärung dazu:
Ich habe schon etliche Tapedecks von innen gesehen und auch einige abgeschriebene Leichen, der besseren Kategorie wieder zum Leben erweckt. Man gibt es da verbaute, serviceunfreundliche und viel zu filigran aufgebaute Mechaniken. Außer die guten alten Revox, welches mechanisch wohl fast die Spitze darstellt, aber leider haben sie da zuviel Luft mit eingepackt und MCF-500, 600 (von Grundig), hat mich mechanisch nichts von den älteren Geräten überzeugt. In manchen sind einige Sachen ideal gelöst, dafür der Rest eher dürftig. Man müsste von allen das beste zusammentragen und was ganz neues konstruieren können. Aber ich habe noch nicht alle gesehen! Aber wie kann es sein, das ein Tapedeck 6 Riemen haben muß, oder viel zu filigrane und daher anfällige Reibradtechnik nutzt? Und das sind Geräte, die heute noch einige hundert Euro in der Bucht kosten!

Gruss zuendi

Offline stony

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #39 am: 11. Jan. 2010, 23:23 »
Ja, das mache ich  8)

1.) zum Musikhören
2.) zum Aufnehmen von Musik (wir haben hier sehr gute Regionalsender mit "alter" Musik)
3.) zum Überspielen von Kassette auf die große Maschine
4.) ich schneide auch einiges vom Amateurfunk mit (EME-VHF)
« Letzte Änderung: 11. Jan. 2010, 23:28 von stony »
lG Walter

suche Netzkabel <<<>>> und Kofferradio LOEWE Opta LORD 92368, 92369, T70

Offline mischel

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #40 am: 23. Okt. 2016, 13:14 »
Ich weiß schon, uuuuuralt... Aaaaber:

Ich nutze zwei meiner Cassettendecks noch mehr oder weniger regelmäßig: Das Dual C844 wegen und mit der doppelten Bandgeschwindigkeit für allerlei Aufnahmen von Radio oder TV... Die Qualität ist -manche werden das wissen- wegen der doppelten Bandgeschwindigkeit einwandfrei. Danach geht's allerdings zur Konservierung und Weiterbearbeitung auf den PC.

Und mein UHER CR240 (sowie auch manchmal das 4200 Report Stereo) für "Unterwegs- und Live-Aufnahmen unseres Chores". Sicher gäbe es handlicheres und moderneres aus der Digitalwelt... Aber... Wenn es mal digital ist, ist es nichtmehr original. Dann sind es nur noch zwei Zahlen, 0 und 1, mehr nicht. Auf Band ist nach wie vor das Original, analog, in sehr guter Qualität, auch in 40 Jahren (so alt werde ich wohl nicht mehr werden) noch sicher abspielbar. Ob das mit den heutigen Digitalmedien auch so sein wird, mag ich sehr arg bezweifeln. Oder wer hier unter uns besitzt z.B. noch ein Diskettenlaufwerk, z.B. in 5 1/4"? Das ist erst gut 20 Jahre her...

Es ist (nicht nur) eine Sache der Weltanschauung...
 
Tschüß
der Michael

Offline cisumgolana

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Re: Nutzt ihr überhaupt noch euer Kassettendeck
« Antwort #41 am: 02. Nov. 2016, 08:10 »
Hallo Michael!

Erst einmal heiße ich Dich auf dieser Plattform herzlich willkommen.
Danke für Deinen Beitrag zu diesem Thema.

Gruß
Wolfgang

---

Hallo!

Auch ich benutze noch eingermaßen regelmäßig Cassettenrecorder für meine Archivierung von Musiktiteln.
Mein "Referenz"-CR ist ein ASC AS2000. Der ist, ob des single-capstan, zuverlässiger als mein "Kopier"-CR
ASC AS3000. Außerdem habe ich ihn damals neu gekauft.

Weitere CR, die ich im Einsatz habe:
Technics RD 630USD (mein erster CR!)
ca. 15 UHER-CR (CR124 - CR1601)

Die benutzten CC sind:
TDK SA/SA-X/SA-XS/MA
MAXELL XL-II/XL-IIS
FUJI metal

Gruß
Wolfgang

PS.: Natürlich nehme ich auch auf Spulen-Geräten auf. Aber, daß gehört in einen anderen Beitrag...