Tonbandinfo-Forum

Musik => U-Musik => Thema gestartet von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 12:09

Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 12:09
Hallo Leute,

nachdem ich unter der Rubrik Musikevents "Mark Knopfler geht on TOUR" postete und dort es zwischen Thomas, Wolfgang und mir eine Diskusion in Gang kam, denke ich es ist an der Zeit hier einen neuen Thread zu beginnen der die Überschrift haben wird:

Dire Straits aufstieg und "Niedergang" einer klassischen Rockband der 80 er, oder was ist aus den Bandmitgliedern geworden, bzw. bei welchen Projekten kommen sie immer noch zusammen oder spielen just for fun mit.

Dazu zunächst einmal die Aufstellung sämtlicher Platten oder sonstigen Aufnahmen, bzw. Aufzeichnungen, die sich in meinen Händen befinden.

Zur Urformation gehörten:
Mark Knopfler - Lead Guitar and Vocals
David Knopfler- Guitar and Vocals
John Illsley - Bass and Vocals
Pick Withers - Drums

Die in Deutschland erschienenen LPs der Dire Straits:
Dire Straits - Dire Straits
-Communique
-Making Movies

Da es bei der der USA Tournee zwischen David und Marknopfler zu Unstimmigkeiten kam und diese bei den Probeaufnahmen im Spätherbst 1979 zu Love Over Gold fortgesetzt wurden, kam es dann zur Trennung der Urformation und David Knopfler (2. Gitarist), der jüngere Bruder von Mark, und Pick Withers mussten die Band verlassen. Mark hatte sich zu Ungunsten der Familie entschieden, was sich aber im Nachhinein als zu Gunsten der Band herausstellte.
An Ihrer Stelle spielten ab sofort Alan Clark (Keyboards), Hal Lindes (2. Gitarre) und Terry Williams (Schlagzeug) mit.

-Love over Gold (die beste LP mbMn)
-Alchemy (Live-Doppel-LP)

Auf der Tournee spielten noch Tommy Mandel (Keyboards), Mel Collins (Saxophone) und Joop de Korte (Percussion) mit.

-Twisting by the Pool ( als EP) (kam während der Alchemy Tour raus)

Seid  "Brother in Arms" spielte zusätzlich noch Guy Fletcher (Keybords & Vocals) mit in der Stammformation und während der darauffolgenden Tournee holte man noch Chjris Withe (Saxophone & Klarinette) hinzu, der dann auch in der Stammfomation verblieb.

-Brother in Arms / Audiophil
-on every Street
-money for nothing (Audiophile Sonderpressung)

als CD
siehe oben und zusätzlich
-Live at the BBC, etwa nach der Communique aufgenommen in den BBC Studios
-money for nothing (Sampler mit allen großen Hits)
-on the night Live (on every street Tour)
-Sultans of Swing (Doppel CD, Sampler)

als VHS Video
- Alchemy
- on the night
Dire Straits - The Videos (DVD)

Als CD nicht in Deutschland zu bekommen bzw. nicht erschienen:
- on the road to Philadelphia Januar 1979 - gekauft in der Schweiz
- Deep feeling for beauty 1981 (schlechte Qualität der Aufnahme) - Flohmarkt
- walk on Stage (Wembley Arena 1986 - Besonderheit sein Bruder David spielt trotz der Trennung, während Love over Gold, bei diesem Konzert mit) - gekauft in Belgien
- on ervery dire streets >> Aufn. in Brüssel Okt. 1991 - gekauft in Belgien
- Dire Straits >> Aufn. Dortmund Westfalenhalle Sep. 1991 - gekauft in Belgien
- European Tour 1992 >> Aufn. in Basel Juni 1992 - gekauft in der Schweiz
- on every streets tour >> Aufnahme in Nimes 1994, gekauft in Frankreich

Eigenaufnahmen SVHS-Video und Reel to Reel
Conzert for Nelson Mandela mit Eric Clapton an der 2.Gitarre
- on everey streets tour Live in Nimes 1994

Auflistung in Zeitlichen Reihenfolge

soviel zu den Sachen die ich von den Dire Straits habe. Ohne die Solo Alben der Bandmitglieder, wo zumeist auch die ganze Gruppe mitspielt.

MbMn ein unbedingtes Muss ist die Dire Straits, Love over Gold und die Alchemy (Live) als LP.
Einen Sampler als normale Preesung LP gibt es meines Wissens nicht in Deutschland, ich wäre aber über jede Information dankbar.
Zusätzlich als CD ein Muss ist die "on the night" als letze offizielle Live Einspielung oder die "Sutans of Swing" als Sampler.
Die Beste LIVE-Aufnahme überhaupt ist die Aufnahme in Basel (Klang) und in Nimes (Athmosphäre).
Titel: Solo Projekte soweit sie mir bekannt sind.
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 13:55
Dann will ich mich mal darangeben die Soloprojekte der einzelnen Bandmitglieder aufzulisten.


Als da wären:

1. die Filmusik des Mark Knopfler

Local Hero (den Titel "going home" kennt jeder der sie Sportschau oder das aktuelle Sportstudio in den 80ern gesehen hat, sie wurde immer bei Segelwettbewerben unterlegt.)
-- Es spielten mit: Mark Knopfler, Alan Clark, Hal Lindes, Mike Brecker (Sax), Mike Mainieri (vibes), Gerry Rafferty (Vocals)

Cal - die LP cal nennt sich offiziell "Music by Mark Knopfler from the film Cal
-- es spielten mit: Mark Knopfler, Guy Fletcher, John Illsley, Terry Williams, Paul Brady (Tin Whistle & Mandolin), Liam O'Flynn (Uilliann Pipes)

Sailing Philadelphia - zum gleichnamigen Film

-- Es spielten mit: Mark Knopfler, Guy Fletcher, Glenn Worf (Bass-Guitars, John Illsley war durch einen Unfall schwer verletzt und es stand in den Sternen ob er je wieder eine Bühne betreten könne), Jim Cox ( Piano & Hamond Organ), Richard Bennett ( Guitars & and other stringed Instruments), Chiad Chomwell (Drums) und weiterhin bei einzelnen Stücken: Van Morrison, Jim Horn, Wayne Jackson, Harvey Thompson, Jim Hoke, Robert Bailey, Duane Starling, Chris Willis, Danny Cummings, Paul Franklin, James Taylor and Aubrrey Haynie.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 10. Nov. 2004, 14:00
Erwähnenswert finde ich die Aktivitäten von Mark Knopfler zusammen mit anderen Musikern, die da wären:



- The Notting Hillbillies

- Die Zusammenarbeit Chet Atkins auf der CD "Neck to Neck"
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 10. Nov. 2004, 14:03
Die Zusammenarbeit von Dire Straits mit Bob Dylan gehört wohl auch dort hinein.



Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 14:12
Leute langsam,

ich komm ja schon jetz nicht nach mit schreiben. :lol:  :lol:

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 10. Nov. 2004, 14:14
Wir wollen Dich nicht treiben, Jürgen... in der Ruhe liegt die Kraft! :wink:



Aber freuen dürfen wir uns schon. :D



Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 14:22
Hallo Wolfgang,

ich habe mal im oberen Beitrag zwei der Musiker hervor gehoben.

Diese Verbindung finde ich  ebenfalls interessant.

Irgendwo meine ich mal gelesen zu haben, das es auch eine Verbindung Knopfler- Tina Turner gab, nur genaues weiß ich auch nicht mehr.

Weiterhin gab es auch eine Verbindung zu Sting in den 80ern, welche im Lied "Money for Nothing", meines Wissens, gipfelte.

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 10. Nov. 2004, 14:25
Private Dancer, der Comback-Hit für Tina, die unvergleichliche, die ich bei dieser Tour sehen durfte. leider nur aus der Entfernung, wurde meines Wissens von Knopfler geschrieben.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 14:28
Jo, das is' es :!:

Wenn einer von Euch die Platte besitzt, könnte er bitte mal nachschauen.

Ich meine sogar, dass Mark Knopfler die Platte produzierte.

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 10. Nov. 2004, 14:31
Hab gerade sie Singel raus gezogen.

Geschrieben von Marc Knopfler, Produzent soll Carter sein. Das Label ist Capitol.



Gruß Thomas



Nachtrag, Managment Roger Davies
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 10. Nov. 2004, 14:44
John C. Fogerty (CCR) hat nach langer Zeit wieder eine Platte gemacht, die ich noch nicht kenne. Auf einem Titel spielt Knopfler mit.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 10. Nov. 2004, 15:23
Meine ebenso unmaßgebliche wie subjective Meinung zu den Dire Straits ;) :



Vor zwei oder drei Jahren - ich quälte mich gerade durch ein quietschendes Sony-Tape mit zweifelhaftem Inhalt - hörte ich nach all dem Schrott plötzlich die "Sultans of Swing". Da ich das Stück recht genau kannte, fiel mir auf, daß es nicht die Originalversion sein konnte, sondern ein Cover sein musste. Sehr nah am Original, aber in vielerlei Hinsicht besser: Rauher, härter, mehr Drive, wie ich fand. Aber diese Ähnlichkeit in der Stimme und dieses typische Gitarrenspiel? Doch die Straits? Der Ansager - es war der Mitschnitt einer alten Radiosendung - löste das Rätsel.



"Heute bei uns zu Gast für ein kurzes Life-Konzert im Studio - die Dire Straits, eine junge Band aus England, von der man noch viel hören wird..."



Herrliche Zeiten, als es noch Studio-Live-Gigs gab, und selten hat sich die höfliche Prophezeihung eines Moderators so bewahrheitet. Über Jahre hinweg waren die Straits oder besser gesagt, deren Mastermind Mark Knopfler, die Absahner schlecht hin.



Als die Straits Ende der 70er mit "Sultans" die Hitparaden stürmten, war das frischer Wind. Das Stück fasziniert mich noch heute. Diese Mischung aus Relaxtheit und Drive hatte ich bis dato noch nie gehört. Auch nicht bei J.J. Cale, bei dem Knopfler angeblich sein Gitarrespiel abgeguckt hatte. Cale hatte allemöglichen Qualitäten, aber seine Songs waren eher ruhig denn treibend. Die erste Platte ist die, die ich am besten finde. Auch heute noch gehört sie zu meinen Favourites. Danach ging es nicht mehr weiter aufwärts.



"Communiquée" war eine gute Platte. Ruhiger, erdiger, bluesiger als die erste, aber auch nicht so packend. Eine Musik, die man früh morgens an der Bar hörte, wenn man es nicht ins Bett geschafft hatte. "Making Movies" habe ich damals, als die Platte erschien, als Abgesang empfunden. Ich stand nicht auf gefühlvoll-romantisches. Heute mag ich die Platte gerade wegen dieser Seiten. Damit ist für mich das Kapitel "Dire Straits" weitestgehend erledigt.



"Love over Gold" ist ganz gut um die Qualität von Tonabnehmern und HiFi-Komponenten zu testen. War die Platte nicht digital aufgenommen? Oder verwechsle ich da was? Egal ob "Love" oder "Brothers in Arms" - ich empfinde beim Hören dieser Platten am Stück Langeweile. Das gemeine ist: Die Platten sind nicht schlecht. Wenn ich begründen soll, was mir nicht gefällt, fällt mir nichts ein. Ich gebe, wenn ich einzelne Tracks höre, sogar zu: Gutes Stück. Aber mit den ersten 3 Platten, vor allem mit der ersten, hat die Band die Meßlatte verdammt hoch gelegt. Danach ist sie nur noch unten durch gelaufen, mal mit mehr, mal mit weniger Anstrengung.



Da mag ich Knopflers entspannte Alterswerke, egal ob "Golden Heart (?)" oder "Sailin' to Philadelphia" wesentlich lieber.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 16:09
Und weiter im Text. :lol:

und nun die Projekt an den Mark Knopfler federführend mit beteiligt war:

-- The nothing hillbillies

Mit den Musikern Steve Philips (Guitar), Guy Fletcher (Keyboards) und Brendan Croker (Guitar)
Die Musik geht in Richtung Country and Western, wobei der Stil Mark Knopflers aber heraus hörbar ist.

-- Mark Knopfler - Chet Atkins / Neck and Neck

Weitere Musiker: Larrie Londin, Guy Fletcher, Steve Wariner, Edgar Meyer, Mark O´Connor, Paul Franklin, Floyd Cramer, Vince Gill. Also wenn man richtig beobachtet die komplette Dire Straits Leute bis auf seinen Bruder.

-- Mark Knopfler - Golden Heart

Musiker: Mark Knopfler, John Issley, Guy Fletcher
Vorrangig Baladen und Lovesongs
Von dieser besitze ich die Verkaufs CD und eine Promo-Version, die nie im Verkauf erschien.

dann gibt es seid zwei Wochen die Neue auf dem Markt, wo ich aber bis zum Erscheinen der LP mit dem Kauf warte. Voraussichtliches Erscheinungsdatum Dezember.


-- John Illsley - glass
Musiker: Albert Bockholt, Mike Dyche, Alan Clark, Frank Ricotti, Jamie Lane, Guy Fletcher, Chris White, Phil Palmer, Mark Knopfler, Jerry Donahue und Karl Lever.
Die musik erinnert sehr an die Anfänge der Dire Straits


-- Chris White - shadowdance
Musiker: Danny Schogger, Andy Scott, Danny Cummings, Pino Paladino, Hugh Burns, Gary Husband, Jean Paul Maunick, Felix Krish, Mark Knopfler, Robert Berry, Mike Mainieri und Andy Caine
Die musik geht schon in Richtung Jazz, genau das richtige für den leichten Einstieg.


-- David Knopfler - Release
Musiker: Arran Ahmun, Harry Bogdanovs, Betsy Cook, DMX, Mike Page, Kevin Powell, Bub Roberts, Marie Broady, Roger Downham, John Illsley, Germaine Johnson, Mark Knopfler, Pino Paladino, Danny Schogger und Bobby Valentino
Musik wie zu Zeiten der Comnunique.

-- David Knopfler - The Giver
leider habe ich hierüber keine Angaben.


-- Bob Dylan - Infidels
Musiker: Sly Dunbar, Robbie Shakespeare, Mick Taylor, Mark Knopfler und Alan Clark

Wenn man die Augen zu macht, meint man Dire Straits in der Urformation zu Hören. :wink: -- Nur der Sänger "stört". :lol:  :lol:

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 16:40
Hallo Michael,

schöner hätte ich als zugegeben großer Dire Straits Fan eine Homage an diese Gruppe und Ihren Frontman nicht schreiben können. :!:


Wenn man mich fragt welches ist Dein Lieblingsstück, antworte ich immer Caling Elvis und Money for Nothing sind nicht so gut. :lol:  :lol:


Weiß eigentlich einer von Euch wie diese Gruppe entstanden ist?
Man schrieb Mitte der 70er und es traf sich das die beiden Brüder, damals noch Studenten noch einen Mitbewohner für ihre Studentenbude suchten. Und wie der Zufall es so wollte, es war John Illsley für den man sich entschied.
Man spielte auf der Klampfe, wie es halt so unter Studenten so üblich war. Und zu diesen drei stieß dann noch Pick Withers, Studien Kolege von John Illsley.

Die ersten Stücke entstanden, unter Anderem das berühmte Sultans of Swing.
Nun Musste ein Band Name her, was war also passender als wie Dire Straits. Was im Englichen für "total abgebrannt" steht.

Also dann eine Demo-Tape erstellt und einem Radio DJ in London in den Briefkasten geschmissen. Und dem gefiel das Tape so gut das er den Ganzen Tag dieses Tape im Radio spielte.

Der Rest ist dann Geschichte.


Gruß
Jürgen


der die Dire Straits /Mark Knopfler schon 6 mal Live genießen durfte. :D  :D
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 10. Nov. 2004, 17:39
Zitat von: Jürgen Heiliger
-- Bob Dylan - Infidels

Wenn man die Augen zu macht, meint man Dire Straits in der Urformation zu Hören. :wink: -- Nur der Sänger "stört". :lol:  :lol:




Jürgen, sei vorsichtig... wer so lästert, gehört erschossen mit Katzensch... :lol:  :wink: (ich meine den letzten Satz).



Aber Scherz beiseite: Als ich von Dire Straits noch niemals etwas gehört hatte und dann zum erstenmal "Sultans Of Swing" im Autoradio vernahm, war mein erster Gedanke: 'Das muß Dylan sein'.



So kann man sich täuschen. Aber die Band paßte wohl schon damals zu Dylans Stimme. Und "Infidels" ist m.E. Dylans Meisterwerk der 80er, was zumindest teilweise den Dire-Straits-Leuten zu verdanken ist.



Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 10. Nov. 2004, 18:31
Hallo Wolfgang,

dies hier habe ich heute noch im Netz gefunden.

Dire Straits

Wer das Radio an macht, kommt früher oder später an Dire Straits-Songs nicht vorbei. "Brothers In Arms", "Walk Of Life" oder "Money For Nothing" sind nur einige ihrer größten Hits, und wer die nicht kennt, hat den Großteil seiner musikalischen Sozialisation in einer Tonne erlebt.

1977 findet sich die Band in London. Mit von der Partie sind neben dem ausgebildeten Journalisten und Pädagogen Mark Knopfler, dessen Bruder David an der zweiten Gitarre, John Illskey (Bass) und der Studiomusiker Pick Withers. 1978 erscheint ihr selbstbetiteltes Debut und mit "Sultans Of Swing" auch schon einer ihrer Klassiker. Der Song selbst ist eine Hommage an eine Jazzcombo aus einem Suburb von London und bringt die Quintessenz von Dire Straits ziemlich trocken auf den Punkt. Im Vordergrund streht die Liebe zur Musik und die klingt im Dire Straits-Kosmos mal bluesig, mit einer Prise Country, aber immer unterlegt mit Knopflers charakteristisch tiefem Gemurmel. In seinen Texten greift der Mann mit dem langen Daumennagel, mit dem er die Saiten seiner Stratocaster zum Singen bringt, gerne Situationen aus dem Alltag auf, oder verarbeitet Gesprächsfetzen, die er im Vorbeigehen aufgeschnappt hat. Der Spiegel umschrieb die Musik der Dire Straits einmal wie folgt: " ... sie rockt nicht, sie rollt." Und das sehr erfolgreich.

Knopfler, der unbestrittene Maestro der Band, ist ein Umtriebiger. Er schreibt oder produziert immer mal wieder für andere Künstler(so komponierte er Tina Turners Comeback-Hit "Private Dancer"), und ist auch als Filmmusikkomponist aktiv (Local Hero, Cal, Comfort And Joy). Das ist auch einer der Hauptgründe, warum es im Laufe der Jahre immer stiller um die Band wird. Knopfler tanzt einfach auf zu vielen Hochzeiten, als dass er es in einem festgefügten Bandkontext lange aushalten würde. Mit alten Freunden gründet er 1990 die Band Notting Hillbillies, aber das war auch nur eine Station in seinem Musikerleben.

Mit der letzten Dire Straits-Scheibe scheint der Saitenzupfer das Interesse an den Dire Straits verloren zu haben. Das, was einst frisch und gut arrangiert klang, verkam mit "On Every Street" zur spröden Selbstkopie. Die nachgeschobene Live-Platte konnte diesen Eindruck nicht revidieren. Mittlerweile veröffentlicht Knopfler lieber solo (zuletzt: Sailing To Philadelphia) und lässt die Dire Straits ruhen. Ob sie jemals reanimiert werden, muss bezweifelt werden.


Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 10. Nov. 2004, 18:55
Zitat von: wz1950


(...) Als ich von Dire Straits noch niemals etwas gehört hatte und dann zum erstenmal "Sultans Of Swing" im Autoradio vernahm, war mein erster Gedanke: 'Das muß Dylan sein'.




Exact so ging es mir auch! Nur saß ich da nicht in einem Auto, sondern in einer Stube in einer Kaserne auf der schwäbischen Alb. Einer meiner Stubenkollegen erklärte mir die Dire Straits. Mit Dylan konnte er nix anfangen.



Ich glaube, damals habe ich sehr auf eine neue Dylan-Platte gewartet. Was war denn davor? Desire? Street Legal?
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 10. Nov. 2004, 19:09
Zitat von: Michael Franz
Ich glaube, damals habe ich sehr auf eine neue Dylan-Platte gewartet. Was war denn davor? Desire? Street Legal?


Das fand 1978 statt, müßte also zur Zeit von "Street Legal" gewesen sein. Die letzte wirklich gute LP (nach meiner Einschätzung) war zweifelsohne "Desire".



Die 1979 folgende "Slow Train Coming" enttäuschte mich sehr, und zwar nicht wegen der religiösen Texte, sondern wegen der Musik (einige wenige Songs ausgenommen).



Erst mit "Infidels" war für mich wieder Land in Sicht.



Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 11. Nov. 2004, 17:22
Zitat von: Jürgen Heiliger


Wenn einer von Euch die Platte besitzt, könnte er bitte mal nachschauen.

Ich meine sogar, dass Mark Knopfler die Platte produzierte.



Die einzelnen Songs hatten unterschiedliche Produzenten. Private Dancer von Carter, vieles von Rupert Hine, nix von Knopfler.



Michael(F)
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 20. Dez. 2004, 01:06
Hallo Leute,

heute komme ich erst dazu ein paar Zeilen zu der neuen Mark Knopfler zu schreiben.

Shangri La nennt sich das gute Teil. Als Doppel-Lp erschienen und sehr aufwendig gemacht.
Klanglich ist sie über jeden Zweifel erhaben und sehr sauber gepresst, wofür man ja heute schon teilweise sehr dankbar sein muss.
Sehr ruhige getragene Lieder, ja gut nicht jedermanns Geschmack, im Stile der guten alten Songwriter bis zum Country-Western Stil der Chet Neck

im Anhang einen Teilscan der LP zu den Musikern und Instrumenten die auf der Platte zu hören sind. Auch nicht alltäglich.

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 20. Dez. 2004, 01:11
Nachtrag:

Ein Muss für alle Dire Straits Fans ist folgende Seite im Netz
http://www.mark-knopfler.de/

Beim Stöbern im Netz bin ich auf folgende Coverband gestoßen
http://www.brothersinarms.de/Band/band.html

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Markus Berzborn am 25. Dez. 2004, 21:50
Zitat von: wz1950
Die 1979 folgende "Slow Train Coming" enttäuschte mich sehr, und zwar nicht wegen der religiösen Texte, sondern wegen der Musik (einige wenige Songs ausgenommen).


War da nicht auch schon Mark Knopfler beteiligt?

Gruß,
Markus
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 25. Dez. 2004, 22:16
Zitat von: Markus Berzborn

War da nicht auch schon Mark Knopfler beteiligt?

Das schon, aber was nützt das, wenn die Songs nicht so toll sind und das alles als Quasi-Gospel musikalisch verpackt (um nicht zu sagen: verwurschtelt) wird?

Ich bezeichne die LP nicht als schlecht, nur im Vergleich zu fast allen anderen Dylan-Platten fällt diese sehr schwach aus.

Die Kombination Dylan / Dire Straits legte vier Jahre später mit "Infidels" richtig los. Da stimmten dann auch die Songs, und das Ergebnis war die m.E. beste Dylan-LP der 80er Jahre.. :)

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 25. Dez. 2004, 22:18
Hi Wolfgang,

dann werd' ich mal morgen nach der suchen die kenn ich nämlich noch nicht.
Treffe mich mit Christian zum Weihnachtsflohmarkt in Koblenz.

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Markus Berzborn am 25. Dez. 2004, 22:22
Zitat von: wz1950
Ich bezeichne die LP nicht als schlecht, nur im Vergleich zu fast allen anderen Dylan-Platten fällt diese sehr schwach aus.


Aber zumindest besser als die Nachfolge-LPs "Saved" und "Shot of Love", oder?  :D
Mir gefallen ein paar Texte von der "Slow Train" ganz gut, z.B. It may be the devil or it may be the Lord, but you gotta serve somebody.
Stimmt irgendwie.
Aus den 80ern fand ich die "Oh Mercy" noch durchaus überzeugend, oder war das schon in den 90ern?

Gruß,
Markus
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 25. Dez. 2004, 22:26
Hallo Jürgen,

dann hast Du 20 Jahre lang etwas versäumt!

Die Songs sind wirklich spitzenmäßig und passen auch hervorragend zur Musik von Dire Straits. Aber Dylan Stimme mußt Du schon ertragen! :mrgreen:

Viel Erfolg bei der Suche!

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Markus Berzborn am 25. Dez. 2004, 22:31
Ich glaube, Jürgen meinte die "Slow Train Coming". Die "Infidels" hat er ja schon, wie weiter oben im Thread erwähnt.

Gruß,
Markus
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 25. Dez. 2004, 22:32
Hi Wolfgang,

mir geht es nur um die:
>>>>Die 1979 folgende "Slow Train Coming" enttäuschte mich sehr, und zwar nicht wegen der religiösen Texte, sondern wegen der Musik (einige wenige Songs ausgenommen).<<<<

Ansonsten habe ich schon einige Dylan Platten (10)

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 25. Dez. 2004, 22:34
Zitat von: Markus Berzborn

Aber zumindest besser als die Nachfolge-LPs "Saved" und "Shot of Love", oder?  :D


Hallo Markus,

da stimme ich Dir zu, und zwar weil vereinzelte Songs eben doch etwas besser sind. "Gotta Serve Somebody" mag ich, und, Du wirst es nicht glauben: "Man Gave Names To All The Animals". Die Story der Namensgebung der Tiere im Reggae-Rhythmus, das ist zumindest originell...

Für Dire-Straits-Fans halte ich die LP aber eher für nebensächlich, "Infidels" dagegen für unverzichtbar.

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 25. Dez. 2004, 22:37
Vielleicht werde ich ja durch Dich noch zum Dylanfan? :lol:  :lol:

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 25. Dez. 2004, 22:39
Zitat von: Markus Berzborn
Ich glaube, Jürgen meinte die "Slow Train Coming". Die "Infidels" hat er ja schon, wie weiter oben im Thread erwähnt.

Gruß,
Markus

Hallo Jürgen,

das war dann ein Mißverständnis... "Slow Train" holst Du Dir dann aber bitte auf eigene Gefahr, nicht auf Empfehlung von mir! :D

Wenn Du Dire Straits komplett haben möchtest, brauchst Du sie natürlich.

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 25. Dez. 2004, 22:47
Zitat von: wz1950
Zitat von: Markus Berzborn
Ich glaube, Jürgen meinte die "Slow Train Coming". Die "Infidels" hat er ja schon, wie weiter oben im Thread erwähnt.

Gruß,
Markus

Hallo Jürgen,

das war dann ein Mißverständnis... "Slow Train" holst Du Dir dann aber bitte auf eigene Gefahr, nicht auf Empfehlung von mir! :D

Wenn Du Dire Straits komplett haben möchtest, brauchst Du sie natürlich.

Gruß, Wolfgang


Das mit dem komplett haben ist so eine Sache, habe mir gerade drei Platten von den Japanpressungen der Dire Straits besorgt, ich will ja garnicht erst erzählen was ich da zahlen musste, naja sind auch White-Labels.

Ein großes HIHIHI. haben wir doch mehr "Verkehr" hier als wie bei dem großen Bruder AAA. :P  :lol:  :lol:  :lol:

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 25. Dez. 2004, 23:03
Hallo Jürgen,

wir sind nun mal die "Nachtaktivsten", das ist mir schon häufiger aufgefallen. :wink:

Gruß, Wolfgang
(der gerade etwas völlig anderes hört: Jimmy & The Rackets mit "Only You" von 1964)
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 25. Dez. 2004, 23:09
Hi Wolfgang,

ich glaube das ist es nicht. Eher vielleicht das sich hier die engeren Freundschaften knüpfen. :wink:

Übrigens Du wolltest uns doch bis Weihnachten noch was verraten?

Und jetzt warte ich schon dne Ganzen Tag.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 25. Dez. 2004, 23:14
Hi Jürgen,

auch Weihnachten war Streß, wenn auch "nur" im Hobbybereich. :wink:

Evtl. komme ich morgen dazu, den entsprechenden Beitrag zu schreiben. Andernfalls kriegst Du wenigstens 'ne PN. :)

Gruß, Wolfgang
(der sich immer für zu wenig Zeit zu vieles vornimmt... :roll: )
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 26. Dez. 2004, 23:18
Frägt man einen Dylanfan nach den drei schrecklichsten Alben des Meisters, so antworten diese schon lange nicht mehr mit „Selfportrait" und „Nashville Skyline", auch das unausprechliche „Dylan" kann unerwähnt bleiben. Immerhin hat Bob Dylan einen lupenreinen Hattric hingelegt, und mit „Slow Train Coming", „Saved" und „Shot of Love" drei Alben in Folge veröffentlicht, die gemeinhin als der absolute Tiefpunkt seiner Karriere und der Pop-Musik im allgemeinen gelten.;) Ich bin nicht dieser Meinung, und es interessiert mich, warum andere so schlecht über diese Alben denken.

„Slow" war ein deutliches, klares Bekenntnis zum Christentum. Das war natürlich unhip und überhaupt nicht das, was die Jünger vom Meister hören wollten. Entsprechend äusserten sie ihren Unmut, ganz so, als seien Publikumserwartungen schon jemals Gegenstand dylanscher Überlegungen gewesen. Waren einige von ihnen noch bereit gewesen, dem Meister diesen Ausrutscher zu verzeihen, so nahmen sie ihm „Saved" echt übel. Diese gospelige Inbrunst, dieses Insistieren auf das Thema - das war zuviel. „Shot" nahmen die wenigsten überhaupt noch zur Kenntnis. Dabei entgingen ihnen einige Klasse Songs sowie die Erkenntnis, daß Bob Dylan seine zunächst kompromisslos scheinende Hinwendung zum Christentum überdacht hatte.

Ich finde das spannend. Man hört, wie jemand „... stumbeling throung the middle of nowhere" an eine Oase gelangt an der er beginnt, sich einzurichten, in der Annahme, diese sei das erreichte Ziel für den Rest seines Lebens, und wir hören auch , wie er wieder aufbricht auf seinen inneren Lebensweg, dem äusseren, der Neverending Tour, nicht unähnlich. Dylan zeigt sich als ein Getriebener,als ein Suchender,als ein zunächst Findender, aber auch als jemand, der wieder verwirft und von vorne beginnt. Bequem macht er es sich nicht gerade.

Musikalisch mag man diese Platten ablehnen - mir hingegen gefällt dieser schräge und trotzdem lebendige, weisse Gospel Überhaupt enthält dieses Trio gute Songs. Sie stehen nicht lückenlos aneinandergereiht wie Perlen an einer Kette, so wie man es bei „Highway" findet, bei „Blonde" und bei „Blood", aber es sind gute bis sehr gute Songs darunter, mehr, als man an manch anderem als „gut" beurteiltem Album findet. Dylan-Songs unterliegen einer stetigen Veränderung, die Fassung auf Album ist eher zufällig. Vieles, was schwach daherzukommen scheint, hat Potential. „Saved" ist treibend, dynamisch, wäre ein guter Live-Song, und „Solid Rock" wurde fester Bestandteil des Bühnenrepertoires, zumindest für eine ganze Zeit lang.

So kann ich die Ablehnung der Fans nicht teilen. Ich mag diese 3 Alben, und hätte ich die Wahl zwischen „Freewheeling" und „Times" auf der einen Seite und den genannten drei auf anderen, so würde ich letztere wählen.

=> Wolfgang:

Was hälst du von einem thread:

Shit on his tracks & Bob’s back pages: The records said to be his worst

Kanditaten:
-Dylan
-Self
-Nashville
-Slow
-Saved
-Shot
-Down in the groove
-Empire Burlesque
-Knocked out loaded

Jede Wette: in diesem Abfallhaufen findet sich mehr Substanz, als im Oevre manches anderen renommierten Künstlers. Da ich nicht weiss, wo aufmachen, überlasse ich das bei Interesse Dir.
;)
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Markus Berzborn am 26. Dez. 2004, 23:26
Zitat von: Michael Franz

„Slow" war ein deutliches, klares Bekenntnis zum Christentum. Das war natürlich unhip und überhaupt nicht das, was die Jünger vom Meister hören wollten.  


Genau, da hast Du Dir die Antwort ja schon selber gegeben, warum die Alben abgelehnt wurden. Das dürfte mehr an den Texten als an der Musik gelegen haben, obwohl es natürlich auch musikalisch weitaus stärkere Dylan-Alben gibt. Ich hatte mit den Lyrics nie Probleme, da ich ohnehin ein religiöser Mensch bin.

Gruß,
Markus
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 26. Dez. 2004, 23:29
Ich kann zu Dylan einfach nicht viel sagen, obwohl ich bestimmt jeden Titel kenne, oder sogar archiviert habe. aber etwas kann ich sagen und da hoffe ich dem vorredner nicht auf die Füße zu treten, bzw. daß er das, was da gesagt wurde zu meinem Kommentar passend zuordnen kann.
ich mag Bob Dylan, bin aber dennoch auch oft entsetzt gewesen, was für ein genuschel da als Musik angeboten wurde.
Dylan hat die Rockmusik mitgeprägt, hat er vielleicht gar nicht mal gewollt, ist aber so und viele seiner Titel sind Meilensteine!

Mein Lieblingstitel ist Hurricane und den liebe ich seit etwa 30 Jahren und habe ihn noch nicht mal durch den besten Deep Purpel Titel nieder machen lassen!

Gruß Thomas
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 27. Dez. 2004, 02:02
Zitat von: Michael Franz
Ich mag diese 3 Alben, und hätte ich die Wahl zwischen „Freewheeling" und „Times" auf der einen Seite und den genannten drei auf anderen, so würde ich letztere wählen.

Hallo Michael,

beim ersten Lesen dieses Satzes blieb mir die Luft weg, beim zweiten Mal putzte ich erstmal die Lesebrille, um jeglichen Irrtum auszuschließen, und erst beim dritten Lesen gelang es mir, das Gehirn wieder einzuschalten. :roll:

Zwei Meisterwerke gegen drei relativ schwache Platten... zumindest nach meiner Betrachtungsweise. Immerhin hast Du nicht die drei absolut größten von 1965/66 dagegengestellt. :)

Okay, der seit langem angedachte Dylan-Thread ist wohl fällig...

Zitat
Jede Wette: in diesem Abfallhaufen findet sich mehr Substanz, als im Oevre manches anderen renommierten Künstlers.


Das kann ich unterschreiben! Allerdings würde ich die genannten Platten keineswegs als Abfallhaufen bezeichnen. Es sind einfach die "nicht ganz so guten"... :wink:

Zitat
Da ich nicht weiss, wo aufmachen, überlasse ich das bei Interesse Dir. ;)


Interesse ja, aber ich lasse Dir lieber den Vortritt. Die genannten Platten ab "Saved" habe ich jahrelang nicht gehört, bin also sozusagen schlecht vorbereitet, weil ich lieber und häufiger die "guten" höre! Deshalb warte ich lieber Deine Argumente ab und höre mir dann die entsprechenden Songs mal wieder an.

Die Einteilung nach Epochen bzw. Jahrzehnten ist so gedacht, daß immer das Jahrzehnt zur Anwendung kommt, in dem der Interpret musikalisch (bzw. veröffentlichungstechnisch) begonnen hat. Bei Dylan also die 60er.

(Ganz nebenbei: Pink Floyd hätten eigentlich auch in die 60er gehört.)

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 19. Feb. 2005, 14:33
Aus unten stehenden Anlass möchte ich diesen Beitrag nochmals nach oben holen.
Zitat von: Jürgen Heiliger
Hallo Leute,

heute komme ich erst dazu ein paar Zeilen zu der neuen Mark Knopfler zu schreiben.

Shangri La nennt sich das gute Teil. Als Doppel-Lp erschienen und sehr aufwendig gemacht.
Klanglich ist sie über jeden Zweifel erhaben und sehr sauber gepresst, wofür man ja heute schon teilweise sehr dankbar sein muss.
Sehr ruhige getragene Lieder, ja gut nicht jedermanns Geschmack, im Stile der guten alten Songwriter bis zum Country-Western Stil der Chet Neck

im Anhang einen Teilscan der LP zu den Musikern und Instrumenten die auf der Platte zu hören sind. Auch nicht alltäglich.

Gruß
Jürgen


Heute fand ich in den Weiten des Netzes eine Erklärung von Mark Knopfler selber wie die einzelnen Songs entstanden sind.

Für den einzelnen vielleicht nicht uninteressant. Des halb auch hier der komplette Abdruck.
Gruß
Jürgen


Quelle: www.universal-rock.de/_artists/markknopfler/shangrila_trackbytrack.pdf

Track by Track
Mark Knopfler über das Musizieren:

Wie der Song seinen Eigentümer wechseln kann.

Mich hat man schon tausende Male gefragt, was zuerst kommt, die Musik oder die Texte. Die Antwort weiß ich immer noch nicht. Einen Song zu schreiben ist extrem spannend. Sobald das Lied fertig ist, nimmt es eine eigene Gestalt an, steht regelrecht auf und läuft weg. Menschen, die meine Tracks hören, geben ihnen komplett neue Bedeutungen und Charakterzüge. Der Song gehört dann auch ihnen. Ich erzähle ungern zu viel über die Musik, so etwas kann den Hörer eigentlich nur davon abhalten, richtig hinzuhören."

1. 5.15 a.m.
Manchmal brauche ich eine halbe Ewigkeit für einen Song. 5:15 handelt von einem Mordfall in Tyneside, der schon seit meiner Jugend in meinem Kopf rumschwirrt. Die Geschichte erinnert ein wenig an "Get Carter."
Gangs aus dem Süden pflanzten sich in etlichen Clubs und Kneipen nieder und öffneten Buden wie das Dolce Vita oder den 69 Club. Für die Leute aus der Gegend war so etwas total neuartig. Einer der Angestellten wurde kurz danach in seinem Mark 10 Jaguar erschossen aufgefunden. Danach geriet alles aus den Fugen. Diese unterschiedlichen Seiten faszinieren mich.
Die Amerikanisierung unserer Kultur verzögert sich, aber im Endeffekt trifft sie auch hier ein. In den Sechzigern gab es unseren ersten Fruit Machine Mordfall, in Notting Hill gab es letztens unseren ersten Drive By Todesfall.

2. boom, like that
Ray Kroc ist ein Visionär, der Mann, der McDonalds zu einer Weltmacht machte. Ich habe sein Buch gelesen und danach wollte ich mehr über ihn wissen. Es gibt einen Unterschied in dem was wir denken, was er angeblich gemacht hat und dem was er tatsächlich gemacht hat. Viele Leute denken, dass er das amerikanische Wirtschaftsmodell erfunden hat, nachdem etliche Riesenkonzerne heutzutage günstig Essen und Getränke verkaufen. Dann gibt es Anti-Globalisierungsgruppen, die ihn als eine Art Satan betrachten.

3. sucker row
Vor einer paar Jahren fuhr ich mit Chet Atkins durch Nashville. Dabei kamen wir an billigen T-Shirt Geschäften vorbei, wo Touristen gerne Geld lassen und an Kneipen, in denen reiche Kids den ganzen Tag rumsitzen und Bier trinken. Wir nannten diesen Stadtteil „Sucker Row" Ich wandelte diesen Bezirk mit meiner Fantasie in eine Go-Go Meile um, die wohl eher Las Vegas ähnelt.

4. the trawlerman' song
Ich sah ein Fischerboot in einem ausgetrockneten Hafen liegen. Danach stellte ich mir einen Fischer vor, der hofft, dass seine große Liebe auf ihn wartet, sobald er von der langen Meeresreise wieder heimgekehrt ist. Also ein durchaus romantischer Song.

5. back to tupelo
Zur Zeit von Elvis war es eigentlich sekundär, der König des Rock`n`Roll zu sein. Hollywood war damals noch viel größer. Natürlich merkte dies  Elvis und etablierte sich bald als Schauspieler in Hollywood. Es gibtheute noch Musikmanager, die den Streifen Colonel Parker („The Lying Dutchman“) verehren, obwohl dieser Film seine Karriere ruinierte.
Nichts hat sich seitdem geändert. Die Fehler, die bei diesem Film gemacht wurden, werden immer noch nicht angesprochen. Die meisten Jugendlichen wollen unbedingt bekannt werden, koste es was es wolle. Ein Rock oder TV Star zu sein reicht nicht aus. Am besten beides zugleich sein.

6. our shangri-la
Ich habe die Platte in den Shangri-La Studios in Kalifornien aufgenommen. Die Songs handeln aber nicht von Surfern oder dem Meer. Shangri-La bedeutet für mich, das Beste aus seinem Talent zu machen. Seinen eigenen Himmel zu realisieren, auch wenn es nur für eine kurze Zeit sein sollte. Wir müssen lernen, den Moment zu genießen und nicht immer nach vorne oder hinten zu schauen. Nostalgie wird völlig überwertet.

7. everybody pays
" Pays" handelt davon, dass du als Musiker einen bestimmten Preis zahlen musst. Du kriegst immer wieder einen Tritt in den A r s c h und musst das sofort wegstecken. Vor zehn Jahren habe ich das alles durchgemacht. Die Businessseite der Branche hat mich extrem gestört. Ich war im ständigen Konflikt mit meinen jugendlichen Wunschvorstellungen.

8. song for sonny liston
Als ich noch zur Schule ging, war Sonny Liston der düstere, unbezwingbare Typ, den Muhammad Ali erst mal schlagen musste. Liston machte alle Gegner total locker fertig. Er konnte mit einem vollen Magen in die Arena schlendern, dort seinen Gegner Floyd Patterson lässig wegpusten und später noch in einem Club tanzen und trinken gehen. Er war der König, der niemals lachte. Als sie ihn tot in seinem Apartment fanden, hatte er Heroin in der Blutbahn und lauter Nadelspuren im Arm. Dabei hasste er Spritzen.
Ich habe das Buch „Night Train" (in den USA als " Devil In Sonny Liston" bekannt) gelesen, das Nick Tosches schrieb. „Night Train" war ein Song, den Sonny immer beim Training hörte. Was ich seltsam fand, war die Tatsache, dass niemand genau wusste, wann Sonny zur Welt kam und wann er genau starb. Diese Symmetrie finde ich bemerkenswert.

9. whoop de doo
Der Ausgangspunkt war der Ausdruck " de do" Leugnung ist ein fester Bestandteil der menschlichen Natur. Dieser Song handelt vom protagonistischen Leugner. Meine Version von I`m not in Love, und es hat nichts mit meinem Leben zu tun.

10. postcards from paraguay
Diesen Song habe ich meinem Finanzberater Ronnie gewidmet. Eine Geschichte, die von einem Betrüger handelt, der sich mit einer gewissen Summe aus dem Staub gemacht hat.

11. all that matters
Ein Countrywalzer, der meine frühe Vorliebe für amerikanische Musik wiederbelebt. Es gab eine Bandversion von dieser Nummer, doch entschieden wir uns für das Duett zwischen mir und Richard Bennett.
Eigentlich spiegelt der Song den Gedanken von „Our Shangri-La" wieder, der Moment zählt und sonst nichts.

12. stand up guy
Essentiell gesehen, ist der Vordermann immer noch die Anspruchsperson Nummer Eins. „Stand Up Guy" hat mit der Geschichte des Radios zu tun, wie sich Werbung auf die Masse merklich gemacht hat. Geldgeile Geschäftsleute schnuppern oft an erfolgreichen Ölmogulen herum, weil sie sie radiotechnisch miteinbeziehen wollen.
So gesehen, wird der Song von jemandem gespielt, der die Gitarre, wie auch das Banjo beherrscht. Vor Jahren mussten schwarze Musiker vielseitig sein, denn von einem Instrument allein konnten sie nicht überleben. Sie mussten überall und nirgends auftreten, nur um die Ölmogule zufrieden zu stellen. Diese Typen waren komplett geistig abwesend, sie waren nur damit beschäftigt, ihr Geld in irgendeiner Form von Unterhaltung auszugeben.

13. donegan' gone
Lonnie Donegan, Hank und die Shads konnten mich als Kind unheimlich begeistern. Sie waren mir sehr wichtig. Ich beschäftigte mich zu meiner Country-Blues Periode ausgiebig mit der Bottleneck Gitarre. Das letzte Mal als ich die Bottleneck Gitarre spielte, war zu Dire Straits Zeiten ("Water Of Love"). Im Juni wirkte ich bei einem Lonnie Donegan Tribut Abend mit. Ich spielte „ Gone" mit Joe Brown zusammen und es machte unheimlich viel Spaß. Ich finde es fantastisch, wenn meine Musik genau dem Zweck dient, dem sie ursprünglich dienen sollte.

14. don' crash the ambulance
Ich dachte mir diesen Satz aus, " Crash The Ambulance" Daraus entstand dieser Song. Ich stellte mir vor, dass gegenseitige Kräfte ihre Positionen wechseln würden. Ein Hausmeister mit seinem Vorgesetzten oder eine Gruppe von Generälen aus dem Pentagon, die sich plötzlich fragen: "Wo ist der Irak überhaupt."


Gruß
Jürgen


EDIT text wieder lesbar gemacht
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 19. Feb. 2005, 20:08
Ich kämpfe noch mit der Platte, und ich finde sie immer noch stinklangweilig.

Aber das will nix heissen. Die neue von John Fogerty mit dem Titel "Deja Vu All Over Again" mochte ich auch nicht, jetzt gefällt sie  mir so langsam. Mit "Shangri La" könnte es ähnlich sein.

Mark Knopfler, deswegen erwähne ich die Platte - ist auf Fogerty's "Deja Vu"  mit von der Partie. Auf dem Track "Nobody's Here Anymore" erklingt eine wirklich zündende Sultans-of-Swing-Dire-Straits-Gitarre. Diese wird zwar nicht von Knopfler gespielt, der sich dezent im Hintergrund hält, sondern von Fogerty selber, aber Knopfler hat ganz klar inspiriert.

Von Knopflers Scheibe "Shangri La" habe ich die CD, und mit dabei ist eine DVD mit Erklärungen Knopflers zu den einzelnen Songs. Leider habe ich kein Abspielgerät dazu.
Titel: Mark Knopler - Shangri La
Beitrag von: Michael Franz am 20. Feb. 2005, 10:49
Gestern gedacht - heute schon auf dem Weg.

Die Shangri-La habe ich mir vor Wochen gekauft. Durchhören war nicht, die Scheibe nervte zuverlässig durch Langeweile und ging auf den Keks. Spätestens nach der Hälfte der Songs war Schluß. Nun gehört Knopfler zu den Künstlern, die ich, bei aller Kritik, unbesehen, das heist ungehört kaufe. Wer einmal ein Album geschaffen hat wie das erste der Dire Straits, geniesst diese Narrenfreiheit bei mir. Insofern war das zunächst eine Enttäuschung, die da auf dem obskuren Super-Tech-CD-Player meines Büros lag und einfach nicht gefallen wollte.

Gestern habe ich die CD mit nach Hause genommen, wollte sie endgültig ins Regal sortieren, zu den vielen anderen Tonträgern, von denen man sich nicht trennen mag, ohne sie wirklich zu mögen. Dabei stellte ich fest, daß ich die Disc im Player im Büro vergessen hatte. Eine zufällige Aufforderung zum nochmals hören? Nicht zuletzt auch durch Jürgens Beitrag hatte ich auch Lust dazu. Es ist ja oft so, daß Platten, je nach Situation, ganz anders wirken, als man das kennt und erwartet.

Was war anders? Der CD-Player war seit dem letztem Besuch von MichaelB nicht eingestöpselt, weil er die Strippe für den Einmessworkshop brauchte. Nach dem ich mühselig und fummelig für Verbindung gesorgt hatte - die Geräte stehen ungünstig - stellte sich eine positive Grundstimmung ein, wie so oft, wenn man etwas lang vor sich Hergeschobenens erledigt hat. Ich machte mir einen Kaffee, der natürlich auch seine Weile brauchte, um seine belebende Wirkung zu entfalten. Es war morgens, es war ruhig, ich hatte gut geschlafen, hätte aber durchaus noch länger liegen bleiben können. Es war eine relaxte, entspannte Atmosphäre.

Passend also zur Musik, die ähnlich gestrickt ist. Die Melodien wirkten auf einmal harmonisch und schlüssig, nicht so einfallslos, wie ich sie in Erinnerung hatte. Die Comments aus Jürgens posting brachten einem den einen oder anderen Textbrocken nahe. Wer in die Songs hineinhört, findet feine Arrangements, deren Finesse sich nur dann erschließt, wenn man aufmerksam zuhört und sich durch Knopflers einschläfernden Gesang nicht zur Unaufmerksamkeit verleiten lässt. Die Musiker und deren Arbeit an den Instrumenten sind von ausgesucht superber Qualität. Immer dann, wenn es langweilig zu werden drohte, lies sich diesmal eine Nuance finden, die für Abwechslung sorgte. Sei es ein leicht gesteigertes Tempo der ansonsten sehr ruhigen Songs oder sei es ein Song im 3/4-Takt, der als Walzer aus dem gewohnten Rahmen fällt.

Es ist banal, mit dem Takt zu spielen. Gehört das doch zu den grundlegendsten Werkzeugen eines Musikers. Aber wie selten ist das geworden? Wann hat jemand zum letzten mal etwas anderes gehört als den üblichen 4/4-Takt in diversen Tempi, wenn man mal von Sendungen absieht, in denen es um Klassik oder ganz alte Oldies geht? Das solche harmlosen Spielereien exotisch wirken zeigt, wie gleichförmig die Musik geworden ist. Etwas anderes als 4/4 findet heute kaum noch den Weg in die Rundfunksender - also lässt man das bleiben.

Liest man die Comments, so findet man originelle Ideen. Einen Song seinem Steuerberater zu widmen ist doch "cool", ihn "Postcard from Paraguay" zu nennen, in Anspielung auf diesen beliebten Anlaufpunkt flüchtiger Finanzjongleure, finde ich zumindest originell.

So ist diese Scheibe - zum ersten Mal - ganz bis zu Ende durch gelaufen. Und ich habe mich nicht einmal dazu überwinden müssen sondern jeden Song mit Interesse gehört, meistens auch mit Vergnügen. Ob das wieder gelingt? Keine Ahnung. Vielleicht nervt sie das nächste Mal wieder, wie sonst immer. Aber "Shangri-La" ist nach Knopflers Diktion der Erfolg, die Zufriedenheit für den Moment. Insofern ist diese CD keine Mogelpackung, denn der Moment hat zumindest ganze 14 Songs lang angehalten. Das kann man nicht über jede Platte sagen.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: beutlin am 20. Feb. 2005, 13:02
Passt wahrscheinlich nicht so gut, aber ich meine, dass Herr Knopfler (die frühen Dire Straits-LPs finde ich sehr gut, der Erstling ist m.E. sogar hervorragend) seinen Gitarrensound mhm, ein wenig angelehnt hat an Peter Greens Sound.

Wer einmal in die Peter Green-Scheibe "In The Skies" hineingehört hat, wird so manche Ähnlichkeit erstaunlich finden.

Das soll nichts gegen Knopflers Gitarrentechnik oder -sound aussagen, aber der Ursprung liegt eben eher nicht bei ihm.

Die Soloprojekte von Mark Knopfler finde ich auch eher langweilig.

Gruß, Frank
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 20. Feb. 2005, 13:15
Hallo Frank,

das kann ich nicht ganz nachvollziehen! Die erste Dire Straits und "In The Skies" sind (ungefähr) gleichzeitig erschienen. Davor hatte Peter Green jahrelang Pause gemacht, und in seiner Zeit bei Fleetwood Mac klang er nun doch anders...

Die erste Dire Straits klingt viel zu ausgereift, als daß sie das Produkt eines kurzfristigen Einflusses sein könnte.

So sehe ich es jedenfalls... :wink:

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 20. Feb. 2005, 13:15
Frage: Wann war "In the skies" und wann war "Dire Straits"?

Ich denke, das Knopfler in erster Linie bei J.J. Cale aufs Griffbrett geguckt hat.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 20. Feb. 2005, 13:20
Zitat von: Michael Franz
Frage: Wann war "In the skies" und wann war "Dire Straits"?

Beide 1979.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 20. Feb. 2005, 13:35
Zitat von: wz1950
Zitat von: Michael Franz
Frage: Wann war "In the skies" und wann war "Dire Straits"?

Beide 1979.

Mein Gedächtnis läßt wohl nach... habe nachgesehen und muß mich korrigieren: die erste Dire Straits erschien bereits 1978, also deutlich vor "In The Skies".

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: beutlin am 20. Feb. 2005, 13:47
Zitat von: wz1950
Zitat von: wz1950
Zitat von: Michael Franz
Frage: Wann war "In the skies" und wann war "Dire Straits"?

Beide 1979.

Mein Gedächtnis läßt wohl nach... habe nachgesehen und muß mich korrigieren: die erste Dire Straits erschien bereits 1978, also deutlich vor "In The Skies".

Gruß, Wolfgang


Die Daten sind richtig.

Allerdings nahm Peter Green die Arbeiten zu seinem Album bereits 1976 auf.

Es ist wirklich frappierend, wie sehr sich der Gitarrensound von Green auf dem zweiten Stück und Knopfler auf dem Erstling ähneln.

Gibt es denn eine anderweitige Verbindung zwischen beiden? Mir ist nichts bekannt, aber ihr habt da bestimmt deutlich mehr Kenntnisse.

Überraschend fand ich den Erfolg des Erstlings der Dire Straits schon! 1978 Rhythm and Blues zu veröffentlichen, war recht mutig.

Aber nach Communique war es dann auch schon vorbei - nicht mit durchaus guten Platten - aber eben mit dem bluesigen Sound.

Gruß, Frank
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 20. Feb. 2005, 13:49
Dann scheidet Peter Green als Einflussagent aus. Vom Sound her hätte das hinkommen können, aber nicht so sehr von der Spielweise.
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 20. Feb. 2005, 18:02
Zitat von: beutlin
Zitat von: wz1950
Zitat von: wz1950
Zitat von: Michael Franz
Frage: Wann war "In the skies" und wann war "Dire Straits"?

Beide 1979.

Mein Gedächtnis läßt wohl nach... habe nachgesehen und muß mich korrigieren: die erste Dire Straits erschien bereits 1978, also deutlich vor "In The Skies".

Gruß, Wolfgang


Die Daten sind richtig.

Allerdings nahm Peter Green die Arbeiten zu seinem Album bereits 1976 auf.

Es ist wirklich frappierend, wie sehr sich der Gitarrensound von Green auf dem zweiten Stück und Knopfler auf dem Erstling ähneln.

Gibt es denn eine anderweitige Verbindung zwischen beiden? Mir ist nichts bekannt, aber ihr habt da bestimmt deutlich mehr Kenntnisse.

Überraschend fand ich den Erfolg des Erstlings der Dire Straits schon! 1978 Rhythm and Blues zu veröffentlichen, war recht mutig.

Aber nach Communique war es dann auch schon vorbei - nicht mit durchaus guten Platten - aber eben mit dem bluesigen Sound.

Gruß, Frank



Hallo Frank,

es ist richtig, dass das Erstlingswerk der Dire Straits im Februar 1978 in England erschien.

Aber geauso ist es richtig, so steht es zumindestens in dem Buch zu der Band, dass ihr erster Hit 'Sultans of Swing' schon in der Erstversion seid dem Jahreswechsel 76/77 bei der BBC gespielt wurde. Damals zuerst noch von einem Demo Tape (Kasette!), welches die Dire Straits einem der Rundfunk-Moderatoren der 70er bei der BBC im November 76 in den Briefkasten schmissen. Dieser war von diesem Lied so angetan, dass er es am folgenden Tag mit zur BBC nahm und in seiner Sendung in der ersten halben Stunde ununterbrochen spielte.

Dieses Demotape war übrigens laut Mark Knopfler, später einmal dazu befragt, in der eigenen Küche aufgenommen worden. Erst nach diesem Erfolg ging man in die Studios der BBC, um möglichst schnell dieses Lied in besserer Qualität zu bekommen.

Dies ist noch im Dezember 76 geschehen.


Erst danach machte man sich daran das Album zu produzieren und trat nebenbei in London in den kleinen und mittleren Clubs auf um die Songs anzutesten.


Von daher denke ich, ohne den anderen Künstler näher zu kennen, da haben wohl zwei zu gleicher Zeit die gleiche Idee gehabt.

Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: beutlin am 20. Feb. 2005, 18:19
Hallo Jürgen,

danke für die interessanten Infos!

Bringe den Song von Peter Green gerne Karfreitag mit.

Gruß, Frank
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 20. Feb. 2005, 18:26
Hallo Frank,


gerne, da ich alles in der Stilrichtung an guter Mukke suche. Am besten auf LP, da meine Digital-Sektion mittlerweile einem "Unterentwicklungsland" gleicht.

Gruß

Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Michael Franz am 20. Feb. 2005, 18:41
Zitat von: beutlin

(...)
Überraschend fand ich den Erfolg des Erstlings der Dire Straits schon! 1978 Rhythm and Blues zu veröffentlichen, war recht mutig.

Aber nach Communique war es dann auch schon vorbei - nicht mit durchaus guten Platten - aber eben mit dem bluesigen Sound.


Als die Platte zum Erfolg wurde, habe ich das nicht als Rhythm & Blues empfunden. Das war in meinen Ohren etwas neues, ein frischer Wind, der sich wohltuend vom Rest abhob. Communique war ruhiger, bluesiger, hier bemerkte man auch schon erste Anzeichen für das nachfolgende "auf der Stelle treten auf hohem Niveau". Im Nachhinein betrachtet mag die erste der Dire Straits R&B-Elemente enthalten, aber sie kam damals ganz bestimmt nicht als R&B daher.

Was lief denn damals noch so als Hit durch die Radios? War das nicht auch noch die Zeit von "Baker Street" von Gerry Rafferty? Ebenfalls ein sehr flüssig und dynamisches Stück, wenn auch mit gänzlich anderem Sound.

-----
EDIT: Quote korrigiert (wz1950)
-----
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: beutlin am 20. Feb. 2005, 18:54
1978 war wohl eher (leider) die Zeit der Disco-Musik, beispielsweise Patrick Hernandez (Born to be alive) oder Boney M (Ma Baker).

Da waren Dire Straits und auch Gerry Rafferty wohltuende Abwechslung.

Gruß, Frank
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Markus Berzborn am 20. Feb. 2005, 19:10
Zitat von: beutlin
1978 war wohl eher (leider) die Zeit der Disco-Musik,


Ja, nicht so prickelnd.  :lol:  Dafür ging es aber auch mit New Wave los - wobei die wirklich interessanten Sachen es natürlich nicht bis auf die vordersten Charts-Plätze schafften.

Gruß,
Markus
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 21. Feb. 2005, 00:28
Zitat von: beutlin
Hallo Jürgen,

danke für die interessanten Infos!

Bringe den Song von Peter Green gerne Karfreitag mit.

Gruß, Frank

@Jürgen:

Solltest Du dann, wie ich vermute, von der Platte begeistert sein: ich habe ein Exemplar von "In The Skies" in der Verkaufskiste... :lol:

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 21. Feb. 2005, 00:34
In The Skies halte ich persönlich für einen musikalischen Meilenstein.

Das Peter Green an verschiedenen Stellen wie Mark Knopfler klingen soll, mag sein. Mir ist es noch nie so vorgekommen. Aber das ist ja nun auch subjektiv.
Fakt ist für mich, daß das genannte Album von Peter Green nicht umsonst so gerne gehört wird.

Das ist übrigens eine gute Idee! Die KA 50 müßte mal wieder bewegt werden, also gleich haue ich mir Peter Green auf den Kopfhörer.

Gruß Thomas
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 21. Feb. 2005, 00:35
Hi Wolfgang,

dann leg sie mal zurück, bis zur nächsten Verkaufsaktion. :lol:  :lol:  :lol:


Gruß
Jürgen
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 21. Feb. 2005, 00:45
Zitat von: Jürgen Heiliger
Hi Wolfgang,

dann leg sie mal zurück, bis zur nächsten Verkaufsaktion. :lol:  :lol:  :lol:


Gruß
Jürgen

Hi Jürgen,

okay, ist notiert!

Nebenbei gesagt, ich zähle beide Platten, um die es hier geht, zu meinen Lieblingsplatten der 70er Jahre. Mag man meinetwegen Parallelen beim Gitarrenspiel sehen (ich bin kein Musiker...), der gravierendste Unterschied ist bei den Songs zu finden. Beide Platten enthalten überwiegend grandiose Songs, doch jede hat ihren eigenen, unverwechselbaren Stil.

Habe die "In The Skies" schon lange nicht mehr gehört. Ich denke, ich werde sie heute nacht aufnehmen. Das sind dann zwei Fliegen mit einer Klappe... :lol:

Gruß, Wolfgang
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Anonymous am 21. Feb. 2005, 00:53
Für In The Skies lasse ich sogar schon mal die Made In Japan links liegen! Das hat etwas zu bedeuten!
Kurz danach kommt Santanas Abraxas. Dann aber Deep purple ohne Ende! Erst wenn die durch sind höre ich mir andere Musiker an.

 :D

Gruß Thomas
Titel: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 15. Mär. 2005, 23:13
Hallo Freunde,

heute komme ich nun endlich dazu etwas neues zu meiner Dire Straits Sammlung zu schreiben.

Wie nun einige von Euch wissen war ich letzten Samstag auf der Plattenbörse in Koblenz und was finde ich dort??? ------

Platten von den Dire Straits, die ich doch tatsächlich noch nicht hatte.

Aber mal der Reihe nach.

Christoph Held, Tom und ich trafen uns um dort gemeinsam den stand der AAA zu besetzen, sprich umsonst Platten zu Waschen und zu beraten, sprich Tips zu geben. Irgendwann hatte ich auch einmal Zeit über die Börse zu stöbern. So ganz in Gedanken Du findest  ja doch nichts, so richtig lustlos also losgegangen.

Also ab zum ersten Stand. Dort mich dann über die hohen Preise erst einmal gewundert, gedacht die haben sie ja nicht alle. Und dann was sehen meine müden Augen, die sich direkt in glänzende verwandelten?----

Dire Straits - Alchemy als Quiex II Limeted Edition Sonderpressung

Live 85 - Doppel-LP, aufgenommen am 19.Nov. 1985 in Stuttgart als normale Vertigo-Pressung, die aber nur in Spanien und Portugal erschien.

Wiewpoint - gepresst in Canada, aufgenommen 1981 in London, Köln, Paris und Mailand, gemischt Compass Point Studio / Nassau, Bahamas

Dire Straits / Willy Deville - Promopressung USA

heavy Fuel - mit dem ansonsten nirgendw erschienenen Lied Kingdome come, veröffentlicht Vertigo 1991 in Spanien

Sultans of Swing / Portobello Live Promo-LP Brasilien Disco Mix / Withe Label

Magellan No 1 - 1988 in den USA erschienen by Trade Mark Label


Gerade jetz läuft eine..... die Live 85.

Ach waren das noch Zeiten..........aber für heute genau das richtige.

Ist doch nun meine Grundstimmung wesendlich gelöster. :oops:  :lol:

Gruß
Jürgen

der morgen dazu noch mehr schreiben wird.........

.
Titel: Re: Dire Straits und die Soloprojekte der Bandmitglieder
Beitrag von: Jürgen Heiliger am 29. Nov. 2005, 09:23
Hallo Freunde,

dieser Thread wird nach einer Aufbereitung im neuen Forum seine Fortsetzung nehmen.


www.allaboutmusic.de


und deshalb hier geschlossen.


Gruß

Jürgen